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Akatsukis Killerkids 7

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Nach diesen 2 Monaten gibt es die erste Familienzusammenführung, wo Naruto zum ersten Mal seine Mutter und den kleinen Bruder sieht. Menma versteht natürlich nicht, wer der Junge ist und ist erst etwas schüchtern. Es dauert allerdings nicht lang und er wird mit Naruto warm und dann spielen sie gemeinsam, als würden sie es schon immer tun.
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Ein Grund zu Leben #7

Das Geheimnis der Sannin

Überrascht starrte ich die junge Frau vor mir an. Dem äußeren Erscheinungsbild nach musste sie in meinem Alter sein, doch ich wusste es besser. Ein Jutsu verbarg ihr eigentliches Alter, welches bald die 50 erreicht haben müsste. Oder hatte sie die 50 sogar schon überschritten? Ich war mir nicht sicher – und ich würde sicher nicht den Fehler begehen und danach fragen.

„Hallo Kakashi. Überrascht mich zu sehen?“, grüßte sie mich mit einem wissenden Grinsen. Wie so oft schien sie meine Gedanken erraten zu haben. Dafür hatte sie früher schon ein beachtliches Talent gehabt.

„Hallo Tsunade.“, grüßte ich zurück und ließ sie eintreten. Hinter ihr folgten meine Genin, mit schweren Taschen beladen und keuchten um die Wette.

Mehr Glück konnte Naruto an diesem Tag wohl nicht mehr haben. Er war gefunden worden und bekam nun auch noch die mit Abstand beste Ärztin des Feuerreiches, die ihn freiwillig behandelte und alles gab, damit es ihm bald besser ging. Innerlich grinsend nahm ich Sakura die Taschen mit dem medizinischen Zubehör ab und brachte sie schnell in das Gästezimmer zu Tsunade, die bereits bei Naruto am Bett saß und sich meinen Bruder ansah.

Stunden vergingen, in denen Tsunade sich um Narutos Verletzungen kümmerte. Immer an ihrer Seite war Sakura, die bereits davon wusste, dass sie von Tsunade zur Medi-Nin ausgebildet werden sollte. Wie ein Schwamm sog die junge Kunoichi alles Wissen auf und die Senju ließ es sich auch nicht nehmen, ihrer Schülerin alles zu erklären, während sie zusammen Narutos Wunden behandelten.

Gegen Abend waren sie noch immer mit meinem Bruder beschäftigt. Mit Sasuke hatte ich die gesamte Zeit im Wohnzimmer gewartet, doch so langsam war ich des Wartens müde. Wir beschlossen daher, dass wir zusammen etwas kochten, da sicher auch die beiden Kunoichis mittlerweile ein übergroßes Loch im Magen haben mussten. In der Küche beschäftigte ich mich jedoch zunächst mit etwas anderem und holte mir die acht Fressnäpfe aus dem Schrank, die ich mit einem ganz speziellen Hundefutter füllte.

Meine Nin-Ken benötigten normalerweise keine Fütterung von mir, da sie in ihrer Heimat genug zu essen bekamen, doch irgendwann hatte ich mal durch Zufall herausgefunden, dass dieses Spezial Futter den gleichen Stellenwert bei ihnen hatte, wie Schokolade bei uns Menschen, weshalb ich es seitdem als Belohnung nutze. Und so eine Belohnung hatten sich alle meine Hunde auch verdient. Sie hatten wirklich alles gegeben und waren die letzten Tage schon fast dauerhaft erschöpft, während wir nach Naruto suchten.

Kaum hatte ich sie beschworen, stürmten sie auch sofort auf ihre Näpfe zu und holten sich ihre Belohnung. Kurz betrachtete ich sie dabei, dann half ich Sasuke, der bereits mit den Vorbereitungen begonnen hatte.

Später beim Essen erfuhren wir von Tsunade, dass sie schon länger Kontakt zu Naruto hatte, wenn auch nur minimal. Offenbar lebte der Junge bereits seit er 5 Jahre alt war im Wald. Damals schon mied er möglichst jedes menschliche Wesen, weshalb es sehr schwer war, an ihn heranzukommen. Sie selbst hatte bei ihm keine guten Chancen gehabt, doch Jiraiya schien vergleichsweise gut mit Naruto klar zu kommen, hätte in der ersten Zeit auf ihn aufgepasst und ihm wohl auch viel beigebracht.

Diese Informationen waren für mich sehr überraschend. So vereinsamt wie der Junge lebte, da hätte ich nicht gedacht, dass er Kontakt zu den beiden Sannin hatte. Und warum unternahmen sie nichts gegen diese Art zu leben? So ganz wollte das nicht in meinen Kopf. Zunächst wollte Tsunade jedoch nicht mehr dazu sagen. Wir sollten warten, bis Jiraiya da war, dem sie offenbar eine Nachricht gesandt hatte.
Die Tage vergingen und der Zustand meines Bruders besserte sich nur langsam. Zwar hatte Tsunade die Entzündungen behandeln und eine Blutvergiftung verhindern können, doch das Fieber war nur gering gesunken. Die Fieberträume quälten ihn auch weiterhin. Wovon sie handelten konnte nicht einmal Kurama sagen.

Mehrmals wurden sie derart schlimm, dass wir sogar versuchten, ihn mit Gewalt aus dem Schlaf zu zerren, jedoch bekamen wir ihn nicht wach, weshalb uns nichts anderes übrig blieb als zu zusehen. Wimmernd lag er dann vor uns, Tränen liefen seine Wangen hinab und sein Atem ging gequält, als würde er nicht richtig Luft bekommen. Sein ganzer Körper bebte und bäumte sich immer wieder auf, während seine Hände sich verkrampft ins Bettlaken krallten. Es war einfach schrecklich ihn so zu sehen und nichts dagegen tun zu können.

Einige Male versuchte ich an weitere Details über Naruto zu kommen, doch Tsunade und auch Kurama weigerten sich beharrlich uns mehr zu erzählen. Wir sollten warten, bis Jiraiya eingetroffen war – und so schwer es mir auch fiel, mir blieb wohl nichts anderes übrig, als genau dies zu tun. Für mich war es unbegreiflich, dass jemand wie Jiraiya dazu fähig war, sich um ein Kind zu kümmern. Seine freundliche Art und der eher kindliche Charakter machten es ihm zwar einfacher zu einem Kind durchzudringen, doch war er als Vaterfigur schlichtweg ungeeignet. Für Erziehungsdinge hatte er keinerlei Verständnis und mit seiner perversen Art war er für jeden Minderjährigen in seiner Umgebung auf lange Sicht hin ein negatives Vorbild.

Was dies Thema betraf, so konnte ich deutlich sagen: Ich spreche aus Erfahrung!

Als Ninja und Lehrer war Jiraiya erstklassig. Er war es gewesen, der Minato zu einem herausragenden Ninja gemacht hatte. Der einst eher kränkliche Junge, der später zum berühmten Yellow Flash wurde und einige Jahre darauf zum Yondaime Hokage von Konoha. Leider waren an Minato auch einige Verhaltensweisen von Jiraiya haften geblieben. Diese wusste er zwar sehr gut zu verstecken, doch trotzdem hatte sich das perverse Denken in seinen Kopf gebrannt. Etwas, wofür er seinen Sensei manchmal sogar gehasst hatte.

Auch an mir war dies nicht unbedingt spurlos vorbei gezogen. Hier in Konoha bin ich wohl einer der treusten Käufer von Jiraiyas Büchern, die bei der Menge an perversen Gedanken schon keinen Raum mehr für andere Dinge ließen. Schuld an meiner Sucht nach diesen Büchern (wie sollte es auch anders sein) war natürlich Jiraiya, der mir damals das erste Buch geschenkt hatte, obwohl ich eigentlich noch viel zu jung dafür war. Für Kindererziehung war Jiraiya daher aus meiner Sicht eher ungeeignet.
Dauerhaft anwesend war während der gesamten Zeit Tsunade, die sich vorübergehend in meinem Schlafzimmer einquartiert hatte. Wirklich begeistert war ich davon zwar nicht, doch es war auch nicht sonderlich schlimm. Mein Sofa war sehr bequem und ich schlief auch nicht zum ersten Mal darauf. Die Nächte verliefen daher noch recht entspannt, wenn man von Narutos gelegentlichen Fieberträumen mal absah.

Am Schlimmsten waren eigentlich die frühen Morgenstunden. Dies lag jedoch nicht an dem Sofa, wie schon gesagt, mein Sofa war sehr bequem. Schlimmer war es, plötzlich eine Mitbewohnerin des anderen Geschlechts zu haben. Ich war es einfach nicht gewöhnt, dass sich in meiner Wohnung noch andere Personen befanden – mal abgesehen von Asuma, der gelegentlich zu mir flüchtete, wenn er sich mit seiner Freundin in der Wolle hatte. Wer sie war, wusste ich damals nicht und es hatte mich auch bis Dato auch nie interessiert.

Zurück zu Thema. Den ersten Morgen, nachdem Tsunade mein Schlafzimmer blockierte, betrat ich nichts ahnend die Küche um Kaffee zu kochen. Kaum hatte ich die Maschine fertig und den Schalter betätigt, dreht ich mich zur Tür und stand Tsunade gegenüber. Sie trug nichts weiter als ein viel zu kurzes Shirt, welches ihre überdimensionale Oberweite nur notdürftig bedeckte und einen guten Einblick in die tieferliegenden Körperregionen zuließ. Sie selbst war sich dessen offensichtlich nicht bewusst, da sie noch einen äußerst verschlafenden Eindruck machte und kaum dazu fähig war, die Augen offen zu halten.

Bei diesem Anblick wurde mir schmerzlich bewusst, wie extrem mich Jiraiyas Bücher mittlerweile doch geschädigt hatten. Meine Gedanken bei diesem wahrhaft göttlichem Anblick, waren alles andere als jugendfrei. Mir war sogar kurzzeitig entfallen, welche Frau ich da vor mir stehen hatte. Eine eindeutig einzuordnende Regung meinerseits, welche leider Gottes innerhalb meiner Hose stattfand, bracht macht dann doch recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich konnte spüren, wie mir die Schamröte ins Gesicht schoss, während ich mich krampfhaft auf Tsunades Augen fixierte, um bloß nicht nochmal mit meinem Blick abwärts zu wandern.

Bisher schien die Senju noch nicht viel von meiner Reaktion bemerkt zu haben. Sie stand noch immer schlaftrunken in der Tür, rieb sich den Schlaf aus den Augen und war gedanklich eindeutig noch im Traumland. Aber irgendwie hatte ich so eine Ahnung, dass dies nicht mehr lange so bleiben sollte …

Es war sehr gut zu beobachten, wie Tsunades Verstand mit jeder Sekunde etwas wacher wurde. Ihre Augen hatten mich mittlerweile auch wahrgenommen und schienen meinen Körper zu erkunden – wodurch ich nochmal etwas an mehr an rötlicher Verfärbung zunahm, denn auch ich hatte nicht sonderlich viel an! Bis auf eine hautenge Boxershorts, war da nichts an meinem Körper. Da ich leider auch selbst vergessen hatte, dass Besuch vom anderen Geschlecht anwesend war, hatte ich mir nichts übergezogen und … Oh, verdammt! In meinem Aufzug war meine Beule in der Hose mehr als deutlich zu erkennen.

Offenbar war dies auch Tsunade aufgefallen, was bei ihr sämtliche Gehirnzellen auf einmal erwachen ließ. Zunächst starrte sie verwundet auf die recht ausgeprägte Wölbung in meiner Shorts, anschließend in mein Gesicht. So halb bemerkte ich, wie ihre Hände sich bewegten. Doch was genau sie tat, konnte ich nicht sagen, da ich mich noch immer angestrengt darauf konzentrierte, Tsunade in die Augen zusehen und NICHT auf in die recht freizügigen tieferliegenden Regionen ihres Körpers. Es dauerte keine zwei Sekunden, da war auch Tsunade knallrot angelaufen und verschwand fluchtartig aus der Küche.

Ihre Abwesenheit nutze ich nun erst mal, um ordentlich durchzuatmen. Scheinbar hatte ich die gesamte Zeit über die Luft angehalten. Darauf begab ich mich zunächst zurück ins Wohnzimmer, um mir Jogginghose und Shirt über zuziehen.

Uns beiden war das Ereignis in der Küche so peinlich, dass wir es tot schwiegen. Es wurde ganz einfach nicht erwähnt – und doch hatte es seine Wirkungen hinterlassen. Tsunade schien die Tage darauf immer doppelt sicher zu gehen, dass sie auch auf jeden Fall etwas anhatte und ich schlief direkt in Jogginghose und Shirt. Zudem ging ich immer zuerst ins Bad, nachdem ich feststellen musste, dass Tsunade ganze zwei Stunden brauchte, um sich morgens fertig zu machen.

Diese ungewollte Peinlichkeit hatte bei mir aber auch noch etwas anderes hinterlassen – und zwar Erkenntnis. Mir war endlich klar geworden, warum Minato früher immer auf Jiraiya geschimpft hatte, nachdem er einer attraktiven Frau begegnet war. Ich wollte gar nicht wissen, wie schlimm es für ihn damals gewesen sein musste. Immerhin hatte er viel mehr Zeit mit Jiraiya verbracht und dessen perversen Verstand noch weit mehr übernommen. Das zu verbergen musste unglaublich schwer gewesen sein.

Für mich war es jetzt das erste Mal gewesen, dass ich mit so einer Situation konfrontiert wurde. Hätte eine andere Frau vor mir gestanden, wäre ich vielleicht nicht einmal abgeneigt gewesen, doch bei Tsunade? Mir war es schon peinlich genug, dass ich überhaupt auf sie reagiert hatte. Ich konnte und wollte mir auch nicht vorstellen, dass da etwas laufen könnte. Sie war immerhin um die 50 und somit fast doppelt so alt wie ich. Alt genug, um meine Mutter zu sein. Allein der Gedanke daran war … abstoßend! 
Es war bereits der vierte Tag angebrochen, seitdem ich Naruto in meinem Gästezimmer einquartiert hatte. Noch immer fieberte er, doch es war lange nicht mehr so schlimm, wie an den Tagen davor. Auch hatten seine Fieberträume endlich an Intensität abgenommen, sodass sie sich nun ausschließlich mit einem leicht unruhigen Schlaf äußerten.

Wie jeden Tag waren Sakura und Sasuke bei uns und hofften auf Narutos baldiges Erwachen. Oft saßen die beiden Kunoichis zusammen bei Naruto am Bett und redeten über medizinische Dinge. Von Beginn an war Sakura in die Krankenpflege mit einbezogen worden, damit sie praktische Erfahrung sammelte. In dieser Zeit beschäftigte ich mich mit Sasuke, der in all den Jahren in denen ich mich um ihn kümmern sollte, doch etwas zu kurz gekommen war. Da ich sonst überwiegend mit ihm trainierte, beschäftigten wir uns zur Abwechslung mal mit was anderem, was den jungen Uchiha doch etwas wunderte. Er kannte es immerhin nicht von mir.

Zuerst versuchten wir es mit reden, doch da fehlte uns schon nach kurzer Zeit der Gesprächsstoff. Wir hatten beide Dinge erlebt, über die wir nicht reden wollten und was andere Themen betraft, so mangelte es uns an Anhaltspunkten. Einzig interessantes Thema war Narutos Leben über das wir beide leider viel zu wenig wussten. Letztlich gaben wir es auf und beschränkten uns auf den üblichen Smalltalk, während wir uns mit Kartenspielen die Zeit vertrieben. Oder wir lasen in einem Buch.

Bücher hatte ich ja zu genüge, weshalb ich Sasuke dann einfach eines davon in die Hand drückte. Und Nein! Es war keine von den perversen Geschichten. Ich hab auch normale Bücher. Die sind alle noch aus der Zeit, wo ich von Minato hin und wieder mal ein Buch bekommen hatte. Ich habe da die verschiedensten Geschichten. Die Winnetou Bücher von Karl Mai zum Beispiel habe ich früher sehr gern gelesen.

Auch an diesem Tag saßen wir beide wieder mit unseren Büchern im Wohnzimmer, während Tsunade ihren medizinischen Unterricht mit Sakura fortsetzte und dabei ein Augen auf Naruto hatte. In einer extrem spannenden und äußerst perversen Szene, die ich gern ungestört zu Ende gelesen hätte, klingelte es an der Tür. Grummelnd legte ich mein Buch zur Seite, um den Störenfried zu empfangen.

„Wo ist er?“, kam mir sofort entgegen, als ich die Tür öffnete. Vor ihr stand Jiraiya. Seinem Erscheinungsbild nach war er völlig fertig und hatte sich extrem abgehetzt, um schnellstmöglich hier einzutreffen. Schnaufend stand er vor mir, lehnte mit erhobenem linken Arm am Türrahmen und wartete mit einem äußerst besorgtem Blick auf eine Antwort.

„Letzte Tür hinten links.“, antwortete ich auf seine Frage und ließ ihn anschließend passieren. Trotz seines erschöpften Zustandes hatte es Jiraiya unglaublich eilig zu seinem Schützling zu kommen, sodass er regelrecht an mir vorbei hechtete und in meinem Gästezimmer verschwand.

Verwundert sah ich ihm nach, während ich die Tür wieder schloss. Hätte Tsunade nicht erwähnt, dass Naruto von Jiraiya betreut wurde, so hätte ich wohl nicht einmal eine Ahnung gehabt, warum der Mann überhaupt vor meiner Tür stand. Noch immer hegte ich Zweifel bezüglich Jiraiyas Erziehungsstil, doch an Fürsorge fehlte es meinem Bruder offensichtlich nicht. Dass sich jemand derart abhetzte, nur um meinem verwundeten und kranken kleinen Bruder zu besuchen, der von so ziemlich jedem in diesem Dorf verachtet und gemieden wurde, überraschte mich etwas. Nicht einmal der Hokage hatte Naruto einen Besuch abgestattet. Und dass, obwohl er die einzige Person neben meinem Team und Tsunade war, der wusste, dass Naruto sich in meiner Wohnung befand und verletzt war.

Langsam trottete ich Jiraiya nach und blieb im Türrahmen des Gästezimmers stehen. Es war seltsam den Mann bei Naruto zu sehen. Es hatte Ähnlichkeit mit dem einen Mal, wo ich Minato längere Zeit Krank erlebt hatte. Damals war ich noch ein kleines Kind und lebte noch nicht sehr lang bei meinem Sensei. Auch da waren Jiraiya und Tsunade jeden Tag bei uns, pflegte Minato gesund, während Kushina versuchte mich abzulenken. Das war keine Einfache Zeit gewesen. Der Tod meines Vaters lag noch nicht sehr lang zurück und Minato derart geschwächt zu sehen, trug nicht unbedingt zu meiner Besserung bei. Ich kann mich noch wage daran erinnern, dass ich damals über mehrere Monate kein Wort von mir gegeben habe.

Aber gut, dass war damals. Diesmal handelte es sich nicht um Minato, sondern um dessen Sohn Naruto. Und dem kleinen Blondschopf ging es schon bedeutend besser, als es noch vor einigen Tagen der Fall war.
Seufzend ließ sich Jiraiya in den Sessel in meinem Wohnzimmer fallen. Nach einem kleinen Gespräch, welches er nur mit Tsunade und Kurama führen wollte, war er zu mir und meinem Team ins Wohnzimmer gekommen. Auch Tsunade folgte kurz darauf und setzte sich zu Sakura auf das zweite Sofa. Dass Kurama ebenfalls dazu kam, bezweifelte ich stark. Der Fuchs hatte sich in der Zeit hier nicht einen Millimeter von Naruto weg bewegt. Er war der stille Wachposten, der sich nur dann meldete, wenn etwas mit meinem kleinen Bruder war.

Eine Weile saß der Sannin dort, sowohl regungslos wie tonlos. Den Kopf hatte er auf dem Polster der Rückenlehne abgelegt und starrte Löcher in die Gegend, überwiegend in die Zimmerdecke. Woran er wohl dachte? Seine Stirn konnte ich leider nicht sehen, da sie von einem Band verdeckt wurde auf deren metallenen Plakette das Kanji für Öl zu lesen war, aber ich war mir sicher, dass er angestrengt über etwas nachdachte.

„Danke Kakashi.“, war das Erste, was man nach einigen Minuten völliger Stille von ihm zu hören bekam. „Danke, dass du Naruto als Schüler angenommen hast, obwohl Teams überhaupt nicht dein Ding sind. Danke, dass er dir nicht egal war und du ihn suchen gegangen bist.“

Nach den Worten von Jiraiya fühlte ich mich zunächst noch schlechter. Immerhin hatte ich mich zunächst geweigert den Jungen als Schüler anzunehmen. Obwohl ich für gewöhnlich nichts auf den Dorftratsch gab, hatte ich mich davon beeinflussen lassen, statt mir eine eigene Meinung zu bilden.

„Ich wollte ihn zuerst gar nicht.“, gab ich daher kleinlaut zu. Mir war es lieber, dass die Sannin sofort und von mir selbst davon erfuhren, als später vom Hokage. Den Zorn dieser beider Personen wollte ich nicht unbedingt auf mich ziehen und so ließen sie sich vielleicht noch besänftigen. „Das ganze Team wollte ich nicht. Mit Sakura und Sasuke konnte ich mich ja noch anfreunden, aber Naruto? Nein! Ihn wollte ich auf keinen Fall.“

Wie schon erwartet, waren sie davon nicht unbedingt begeistert. Aber sie waren auch neugierig und wollten daher wissen, wie es zu meinem Sinneswandel kam. „Durch was hat deine Meinung geändert?“, fragte mich nun Tsunade, mit der ich in den letzten Tagen schon öfter kleinere Gespräche hatte. Sie wusste daher, wie sehr ich mittlerweile an Naruto hing.

„Das Foto in seiner Akte.“, deutete ich an und versuchte mich genauer an die Situation von vor 4 Wochen zu erinnern. „Ich konnte Minato in ihm erkennen. Aber das Erste, was mir an Narutos Foto auffiel, waren seine Augen. Sie haben die gleiche Form und das gleiche Blau, wie bei Minato, doch sie strahlten nicht. Eher schienen sie matt und traurig, wie bei einer Person, die zu viel Leid erfahren hat. Das Foto hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass ich das Team haben wollte. Letztlich war es aber seine Geburtsurkunde es, die mich dazu überredete meine Meinung zu ändern.“

„Dann hast du unser Team nur wegen Naruto übernommen? Ich hatte eigentlich gedacht, du machst es für meinen Bruder und dein Versprechen an ihn.“ Mit großen und erstaunten Augen hatte Sasuke mich angesehen, während er dies sagte. Er war wohl wirklich davon ausgegangen, dass ich wegen ihm zum Sensei wurde.

Seufzen ließ ich meinen Kopf auf das Polster der Rückenlehne sinken. Was sagte ich dem Jungen jetzt nur? An sich hatte er mit der Feststellung ja recht, doch völlig enttäuschen wollte ich ihn auch nicht. „Ja, es stimmt. Ich mache es wirklich nur für Naruto. Aber eines musst du mir bitte glauben Sasuke. Ich bin echt froh, dass auch du in diesem Team bist.“

Für einen kurzen Moment konnte ich ein Lächeln bei dem kleinen Uchiha entdecken, doch so schnell wie es sich gezeigt hatte, so schnell war es auch wieder verschwunden. „Und warum Naruto?“, fragte er nun weiter und versuchte sich gleich darauf für die Frage zu rechtfertigen. „Ich bin jetzt nicht eifersüchtig oder so. Ich würde es nur gern verstehen.“

Es war ganz natürlich, dass Sasuke diesen Grund wissen wollte. Er kannte mich immerhin schon einige Jahre und wusste um meine Eigenarten. Dass mir ein eigentlich völlig fremder Junge plötzlich wichtiger war, als er, dass musste daher einen Grund haben. Ob ich ihnen diesen Grund vielleicht jetzt schon nennen sollte? Ich entschloss mich dafür.

„Könnt ihr beide euch noch an unsere Vorstellungsrunde erinnern?“, fragte meine beiden Schüler und bekam von beiden ein Nicken. „Wo Naruto mich quasi dazu gezwungen hat, mehr über mich preis zu geben, als nur meinen Namen?“

Erneut nickten beide und Sasuke schien nun auch verstanden zu haben, worauf ich hinaus wollte. „Du sagtest, du hättest einen Bruder, der nicht weiß, dass du sein Bruder bist und dass du ihm es auch nicht sagen darfst. Meintest du damit Naruto?“

„Ja. Naruto ist mein kleiner Bruder.“ Die Antwort reichte Sasuke offenbar, denn er fragte nicht weiter.

„Ich hatte selbst erst an dem Tag erfahren, dass ich einen Bruder hab. Wieso eigentlich? Wenn ihr beide die ganze Zeit von Naruto wusstet, warum habt ihr mir nie von ihm erzählt? Warum habt ihr ein Geheimnis daraus gemacht?“, stellte ich nun meine Frage an die Sannin. Seit Tagen schon wunderte ich mich darüber und ich war sogar selbst etwas davon überrascht, wie enttäuscht ich bei meiner Frage klang. Warum nur hatten sie es nicht für nötig gehalten, mir von Naruto zu erzählen? Dabei wussten sie genau von meiner familiären Bindung zu Minato.

Beide Sannin warfen sich einen recht langen und wissenden Blick zu. Es hatte etwas von einer stummen Unterhaltung. Gedankenübertragung, die über Augenkontakt geführt wurde. Ob sie wirklich dazu fähig waren, konnte ich nicht sagen, doch in diesem Moment, hatte es deutlich den Anschein.

„Damals waren wir selbst dagegen, dass man es dir verheimlicht, doch der Entscheidung des Rates mussten auch wir uns fügen.“, begann schließlich Tsunade mit einer Erklärung und seufzte darauf. Sie hatte wohl geahnt, dass dieses Thema irgendwann angeschnitten wurde.

Für weitere Worte reichte jedoch nicht die Zeit. Kuramas Ruf aus dem Gästezimmer lenkte unsere Aufmerksamkeit auf Naruto. So schnell wie beide Sannin dorthin verschwunden waren, hatte ich gar nicht reagieren können. Etwas langsamer folgte ich ihnen zu Naruto, während Sakura und Sasuke im Wohnzimmer zunächst warteten sollten.
Lang stand ich im Türrahmen meines Gästezimmer und lehnte mich dort an. Unweit von mir befand sich Tsunade, die ebenfalls an der Wand stand und so wie auch ich, nichts weiter tat, als Jiraiya und Naruto zu beobachten. Der Junge stand völlig neben sich. Derart emotional hatte ich ihn bisher nicht erlebt, wenn man mal von den Fieberträumen absah, bei denen wohl niemand seine Emotionen verbergen könnte.

Jiraiya hatte ihn auf dem Schoss, umarmte ihn und strich ihm dabei beruhigend über den Rücken, während Naruto sich in das Hemd des Sannin krallte und hemmungslos weinte. Was genau der Mann ihm erzählt, damit mein Bruder sich wieder beruhigte, konnte ich nicht sagen. Viel zu leise wurden die Worte gesprochen, als dass ich sie hätte hören können, doch es schien zu helfen.

Nach einer knappen halben Stunde hatte sich Naruto nicht nur wieder beruhigt, er war auch in Jiraiyas Armen eingeschlafen. Vorsichtig wurde er von diesem nun wieder richtig ins Bett gelegt und zugedeckt, ehe der Mann uns wieder seine Aufmerksamkeit schenkte.

„Wir hatten recht mit unserer Vermutung.“, meinte er schließlich und sah dabei speziell Tsunade an. Wovon die Rede war, konnte ich nicht einmal erahnen. Ich vermutete jedoch, dass es mit dem Gespräch zusammen hin, was sie zuvor schon geführt hatten, während ich mit Sasuke und Sakura im Wohnzimmer wartete.

„War es gezielt oder Zufall?“ Besorgnis zeigte sich in Tsunades Blick, als sie diese Frage stellte. Noch immer wusste ich nicht, worum es ging. Als wenn sie gezielt versuchten, das Thema auszudiskutieren, ohne es beim Namen zu nennen.

„So wie ich es verstanden habe, war er wohl zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie wurden entdeckt und wollten den Zeugen auslöschen.“ Diese Antwort von Jiraiya gab mir zumindest etwas Aufschluss darüber, worum es ging. Sie schienen über den Angriff auf Naruto zu reden, durch welchen er überhaupt erst Krank geworden war.

Beide schienen darauf nachdenklich. Meine eigenen Gedanken arbeiteten nicht weniger, jedoch fehlten mir noch immer Einzelheiten, die mir bisher offenbar absichtlich verschwiegen wurden. „Wenn er nicht der Grund war, was wollten sie dann hier?“, hörte ich Tsunade neben mir fragen. Zwar wusste ich noch immer nicht, wer SIE waren, doch berechtigt war die Frage auf jeden Fall.

„Nichts gutes, soviel ist sicher.“, antwortete nach einer kurzen Pause Jiraiya. Wenn er schon so dachte, dann konnte es sich nur um Feinde Konohas handeln. Und in dieser Hinsicht konnte ich ihm nur recht geben. Gutes hatten sie sicher nicht im Sinn.

Durch diese rätselhafte Diskussion interessierte es mich jetzt allerdings um so mehr, von wem Naruto angegriffen wurde. „Könnt ihr mich vielleicht mal aufklären?“

Zunächst bekam ich von beiden Sannin einen abschätzenden Blick zugeworfen, ehe sich sich wieder einmal über Augenkontakt zu beraten schienen. Dieses stumme Gespräch ging wieder über mehrere Minuten, ehe sich Tsunade schließlich dazu bereit erklärte, mir einige Details zu geben.

„Ich habe nicht nur Narutos entzündete Wunden behandelt. Ich habe ihm (von euch unbemerkt) auch noch ein Gegengift verabreicht. Nur Kurama wusste davon. Seine Fieberträume wären unter normalen Umständen nie so schlimm gewesen. Nur durch das Gift in seinem Körper hatte es ein so extremes Ausmaß.“

Erstaunt betrachtete ich darauf die Senju und einmal mehr in den letzten Tage war ich froh, dass sie es war, die Naruto gesund pflegte. Sie war nicht nur die beste Medi-Nin, wenn es darum ging Verletzungen zu heilen, sie war in allen Bereichen die Beste. Speziell in Bezug auf Gegengifte gab es absolut niemanden, der ihr das Wasser reichen konnte.

„Es gibt nur eine Person, die dieses Gift herstellt kann und seine Anhänger nutzen es nur selten Kampf. Meistens, wenn sie Spionage betreiben.“, erklärte Jiraiya weiter. Irgendwie wollte ich den Namen dieser Person nicht wissen und doch wusste ich, dass ich ihn gleich erfahren sollte. Leider sollte meine Gefühl reicht behalten.

„Orochimaru!“, war der Name, welcher nach kurzer Zeit noch von Jiraiya gesagt wurde.