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Another Vampire Story #6

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Akatsukis Killerkids 6

Achtung! Sie lesen hier einen unkontrollierten Textrohling. Fehlerhafte Grammatik, verdrehte Buchstaben oder kompletter Unsinn ist sehr wahrscheinlich.

Minato führt ein längeres Telefonat mit Kushinas Chef und meldet sie erstmal bei ihrer Arbeit ab, um ihr einige freie Tage zu verschaffen, damit sie sich erholen kann. Er selbst nimmt sich auch ein paar Tage frei. Menma kommt ja auch erst in fast 2 Wochen wieder und er hat dadurch Zeit, um sich um seine Frau und seinen Großen zu kümmern.
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Ein Grund zu Leben #6

Das Blatt wendet sich

Obwohl ich meinen Bericht recht kurz gefasst hatte, blieb ich letztlich doch länger beim Hokage, als ursprünglich beabsichtigt. Ich war nicht weniger erschöpft als meine Genin und doch hielt mich etwas davon ab, den Heimweg anzutreten. Eine kleine Stimme in meinem Kopf, die sich weit mehr um meinen Bruder sorgte, als ich selbst zugeben wollte. Der Sandaime war die einzige Person, mit der ich offen über Naruto und meine Sorgen reden konnte. Es half, teilweise zumindest. Nachdem Gespräch hatten sich meine Gedanken etwas beruhigt.
Am nächsten Morgen warteten wir wieder zunächst am Trainingsplatz auf Naruto, da es noch immer sein konnte, dass er von selbst auftauchen würde. Mit dem Hokage war allerdings abgesprochen, dass unsere Suche diesmal früher beginnen würde. Auch an diesem Morgen kam er nicht, weshalb wir damit begannen die nächsten Bereiche des Waldes abzusuchen.

Stundenlang wanderten wir fast schon ziellos umher, suchten jeden Winkel ab. Immer wieder riefen wir seinen Namen, doch keine Antwort folgte. Auch hier im Wald waren die Auswirkungen des Sturm verheerend. Mehrere Bäumen waren entwurzelt, viele teilweise recht große Äste waren abgerissen und zu Boden gestürzt. Gegen Mittag entdeckten wir einen größeren entwurzelten Baum, unter welchem sich wohl eine kleine Höhle befunden hatte. Mehrere Tiere hatten in dieser Schutz gefunden, doch nachdem der schützende Baum verschwunden war, hatten sie keine Überlebenschancen mehr.

In Baumnähe zählten wir knapp 20 tote Tiere. Dies waren jedoch nicht die einzigen Opfer des Sturms. Noch an mehreren weiteren Stellen hatten wir tote Tiere finden können, die entweder keinen sicheren Unterschlupf gefunden hatte, oder aber aus ihm vertreiben wurden. Je mehr tote Waldbewohner ich zu sehen bekam, um so stärke wurde meine Sorge um Naruto.

Mehr und mehr übernahm die Angst die Oberhand. Ich wollte nicht schon wieder jemanden verlieren. Vor allem jetzt nicht, wo ich gerade erst einen neuen Lebenssinn für mich gefunden hatte. »Kami, ich bitte dich! Nimm mir nicht auch noch meinen Bruder. Er hatte doch noch gar keine Chance zu leben.« Mir war klar, dass dieses kleine Stoßgebet niemals ausreichen würde, um Kami zu erreichen, doch ich hatte es zumindest versucht.

Gegen Abend hatten wir drei weitere Gebiete abgesucht, doch auch an diesem Tag hatten wir keinen Erfolg. Da das Wetter sich ausreichend gebessert hatte, waren wir mit genügend Proviant und unseren Schlafsäcken losgezogen. Die Suchroute hatte ich extra so gelegt, das wir am Abend an einigen Höhlen sein würde, die uns genügen Schutz für die Nacht boten. Der Hokage wusste von meinem Plan. Direkt am nächsten Morgen würden wir von hier aus unsere Suche fortsetzten, während jemand anders am Trainingsplatz schaut, ob Naruto auftauchte.
Die Nacht war kühl und eine leichte Brise wehte uns einen modrigen Geruch entgegen. Während des Sturm hatte es viel geregnet und auch danach war noch einiges Wasser vom Himmel gefallen. Die Feuchtigkeit würde noch einige Zeit am Wald haften bleiben – und mit ihr der Geruch.

Wieder einmal konnte ich meine Gedanken nicht beruhigen, doch diesmal war kein Hokage hier, der sie besänftigte. Nur meine beiden Schüler, die bereits tief und fest schliefen. Für sie war diese Suche noch anstrengender, als sie es für mich war. Speziell Sakura bemerkte nun ihr Ausdauerproblem, die Nachteile des fehlenden Trainings. Ob sie letztlich daraus lernte und sich selbst mehr anstrengte, als nur den Jungs zuzusehen, würde man sehen. Ich hoffte es für sie. Ihre Fähigkeiten waren jetzt bereits erstaunlich. Sollte sie keine Einsicht zeigen, so war ihr Talent jedoch nichts wert. Sie musste schon selbst darauf kommen, dass auch sie an sich arbeiten musste, um voran zu kommen.

Bei Sasuke sah dies schon anders aus. Er gab wirklich alles, um besser zu werden und trainierte so viel, dass ich ihn oft sogar ausbremsen musste. Sein älterer Bruder war sein großes Vorbild. Itachi galt als Genie, so wie ich eines war und Sasuke eiferte ihm nach, so gut er konnte. Kaum hatte er etwas geschafft, so meinte er, dass Itachi es sicher viel besser konnte und steckte sich ein neues Ziel. Mit diesem System machte der Junge mich manchmal richtig wahnsinnig.

Und wiedereinmal gelangten meine Gedanken zu Naruto. Was mein kleiner Bruder wohl schon alles konnte? Viel zu wenig wusste ich über ihn, um den kleinen Blondschopf halbwegs einschätzen zu können. Zwei Dinge wusste ich jedoch mit Sicherheit. Im Nahkampf war er überragend. Sein Tai-Jutsu war nahe zu perfekt und durch seine zusätzliche enormen Geschwindigkeit hatte ich sogar mit meinem Sharingan so einige Probleme, ihm zu folgen – was ich natürlich nicht offen zugab.

Das zweite war seine enorme Ausdauer, mit welcher er sogar mich um Längen übertraf. Von uns allen im Team musste er den weitesten Weg zurücklegen, um morgens zum Training zu erscheinen. Allein Kami weiß, wie viele Meilen er am frühen Morgen schon lief, bevor er im Dorf ankam. Und ich bezweifelte stark, dass er sein Nachtlager in Dorfnähe hatte. Die ANBU hätten dies sicher schon längst bemerkt, wenn dem so wären. Trotz des weiten Weges, des Ausdauertrainings oder der oft recht harten Trainingskämpfe, hatte ich ihn noch nie erschöpft gesehen.

Während Sakura und Sasuke beide schon völlig entkräftet am Boden lagen, stand er unbeeindruckt daneben und wartete, dass es weiter ging, oder das Training endlich beendet wurde, damit er wieder in seinen Wald zurück konnte. Oft kam es dadurch zu Streitereien zwischen den Jungs. Naruto sah die anderen beiden als Schwächlinge und mit Sasuke ging dadurch oft der Uchiha-Stolz durch, weshalb es bereits mehrmals zu kleineren Prügeleien kam. Bei denen war Naruto bisher immer als Sieger hervorgegangen war, was noch zusätzlich an Sasukes Stolz nagte.

Ich selbst betrachtete die beiden Streithähne immer mit einem Schmunzeln, da es mich sehr stark an die Zeit erinnerte, wo ich mich noch mit Obito gestritten hatte – und meistens sogar aus genau dem gleichen Anlass. Auch ich habe damals nicht viel von meinem Team gehalten und oft sogar absichtlich mit Obito kleinere Streitigkeiten begonnen. Bei Sasuke und Naruto schien dies ähnlich zu sein.
Früh am nächsten Morgen erwachte ich. Trotz aller Unruhe in meinen Gedanken, musste ich wohl doch irgendwann eingeschlafen sein. Die kleine Höhle, in der wir uns niedergelassen hatte, bot eine gute Sicht auf den östlichen Horizont. Noch war die Sonne nicht aufgegangen, doch lange würde sie nicht mehr auf sich warten lassen.

Schnell weckte ich die Kinder, damit auch sie sich das bevorstehende Ereignis ansehen konnten. Viel zu selten bekam man im Leben eines Ninja etwas schönes zu sehen. Zu viel Leid, zu viel Tod befand sich auf unserem Lebenspfad. Allein was ich bereits an Blut vergossen hatte, reichte für mehrere Leben. Sobald man sich dessen bewusst wird, beginnt man automatisch die positiven Einflüsse aus der Umgebung aufzusaugen. Von den Menschen hielt ich mich vielleicht fern, so gut ich konnte, was ich stark meinen mittlerweile recht ausgeprägten Verlustängsten zuschrieb, doch so ein Sonnenaufgang war ein Naturphänomen, dass ich mir immer wieder gern ansah – und deshalb wollte ich es auch unbedingt mit meinem Team teilen.

Während wir gemeinsam den Aufstieg der Sonne beobachtete, aßen wir unser Frühstück. Zwischendurch schaute ich kurz mal, was meine Genin machten. Sakura war völlig fasziniert und träumte vor sich hin. Es war klar, dass ihr dieser Anblick gefiel, sie war immerhin ein Mädchen. Auf der anderen Seite von mir saß Sasuke und tat eher unbeeindruckt, doch in seinen Augen konnte ich deutlich das Funkeln sehen, dass mir verriet, dass auch ihm dieser Anblick gefiel.

»Und wie sieht es mit dir aus, Naruto? Gefallen dir die Sonnenaufgänge?« Wieder einmal waren meine Gedanken bei meinem Bruder angekommen. Ob er vielleicht auch irgendwo in diesem Wald saß, an einem sicheren Ort und von dort aus ebenfalls den Sonnenaufgang betrachtete? Ich hoffte es. Etwas anderes konnte und ich mir nicht vorstellen, ich wollte es auch nicht. Zu düster wurden meine Vorstellungen, wenn ich daran dachte, was ihm wären des Sturms alles zugestoßen sein könnte, weshalb ich sie auch sofort wieder verscheuchte. Ich durfte jetzt nicht daran denken, was alles passiert sein könnte. Vielleicht war auch gar nichts passiert und er hatte andere Gründe, warum er nicht ins Dorf gekommen war. Daran musste ich glaube, darauf musste ich hoffen.

Die Minuten vergingen wie im Flug und letztlich schwebte die Sonne vollständig über dem Horizont, immer weiter an Höhe zunehmend und beleuchtete mit all ihrer Kraft den Wald vor uns. Dorthin begaben wir auch kurze Zeit später, um die Suche nach Naruto fortzusetzen.
Wieder begaben wir uns auf eine stundenlange Suche, zu finden war jedoch nichts. Gegen Mittag hatten wir ein kleines, eher abgelegenes Waldstück erreicht und durchsuchten nun dort jeden Winkel. Kurze Zeit später hatten wir jedoch auch dieses Gelände bereits abgeschrieben.

Wir hatten uns bereits dem nächsten Gebiet zugewandt und waren in dessen Richtung abgebrochen, als mir Pakkuns Fehlen auffiel. Einige Meter hinter uns war er stehen geblieben. Er schien abwesend und reagierte zunächst auch nicht auf meinen Ruf hin. Verwirrung lag in den Augen des kleinen Mopses, während er immer wieder seine kleine Schnauze schnüffelnd in die Luft hielt.

„He Pakkun, was ist los? Witterst du etwas?“, fragte ich nochmal, als ich vor ihm in die Hocke ging.

„Ich weiß nicht …“ Noch immer schien Pakkun recht verwirrt. Der Geruch musste ja wirklich ungewöhnlich sein, wenn es den Nin-Ken so beanspruchte. „… ich kann diesen Geruch nicht einordnen.“

Es dauerte nicht lang und auch die anderen Hunde hatten sich dazu gesellt. Schnuppernd hielten sie alle ihre Schnauzen in den winzigen Luftzug und versuchten den Geruch einzuordnen. „Riecht nach Schiss.“ „Nein, nach Blut.“ „Nach Honig.“ „Zuckerdrops!“ „Ich bin ja mehr für Fäkalien. Wie kommt ihr bitte auf das süße Zeug?“ Einige wenige Minuten diskutierten sie weiter, jeder hatte offenbar eine andere Meinung. Nur Pakkun hielt sich raus und gab keinen Kommentar dazu ab.

Mein kleiner Mops hatte begonnen dem Duft zu folgen, da er nun offenbar wissen wollte, was diesen seltsam verwirrenden Geruch auslöst. Ich konnte beobachten, wie er auf einen kleinen Erdhügel zuging, auf welchem ein riesiger uralter Baum gewachsen war. Diesen Hügel umrundete er mehrmals und sah dabei recht konzentriert aus. Auf der hinteren Seite verschwand er dann und kam zunächst auch nicht wieder.

Minuten vergingen, in denen die anderen Nin-Ken immer noch über den Geruch diskutierten und auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. Plötzlich hörte man Pakkuns Stimme durch den Wald brüllen. „KAKASHI! KOMM SCHNELL HER, ICH HAB NARUTO GEFUNDEN!“

Die Hunde reagierten sofort und liefen der Stimme entgegen, während bei mir die Nachricht zunächst mal den Verstand erreichen musste. Kurz darauf setzte jedoch auch ich mich in Bewegung. Sakura und Sasuke folgten mir. Auf der anderen Seite des Hügels war von Pakkun jedoch nichts zu sehen. Verwirrt sah ich mich um. Wo war der Hund nur? Die anderen Nin-Ken hatte es ebenfalls gewundert, dass ihr Boss nicht zu sehen war. Ihnen viel es jedoch recht einfach, den kleinen Mops ausfindig zu machen, da sie nur seinem Geruch folgen mussten.

Einer nach dem anderen Verschwand vor meinen Augen in einem kleinen Spalt zwischen einem kleinen Fels und dem Erdhügel. Gerade groß genug für ein Hund oder ein Kind. Für mich war es somit zu eng, doch auch an diesem Problem wurde schon gearbeitet. Vor dem Spalt hatten Uruhei und Buru bereits mit Grabungen begonnen, um den Eingang etwas zu vergrößern. Im Inneren der Höhle schienen Akino und Bisuke das Gleiche zu tun, wie ich anhand ihrer Stimmen vernehmen konnte. Wenige Minuten später schienen sie zufrieden und ließen nun auch uns in die Höhle.
Unerwartet groß war die Baumhöhle. An vielen Stellen war die Wurzeln des alten Baumes zu erkennen, die sich schützend an den Wänden entlang schlängelten. Unsere Rucksäcke ließen wir am Eingang liegen, nur die Taschenlampen nahmen wir mit, da es sehr sehr dunkel war und wir nach wenigen Schritten schon nicht mehr die Hand vor Augen sehen konnten.

Von der Haupthöhle ab gingen zwei Gänge, die sich beide langsam in die Tiefe senkten. Welchen wir nehmen muss, brauchte ich nicht zu fragen. Pakkun lief zielsicher durch die Gänge und folgte dem Geruch, während wir ihm folgten. Nie hätte ich gedacht, dass ein solch riesiges Geflecht aus Tunnelgängen sich im Wald befinden konnte. An vielen Abzweigungen und kleinen Hohlräumen kamen wir vorbei und der kleine Mops blieb nicht ein einziges Mal stehen. Er wusste genau, wohin er musste.

Nach einigen Minuten konnte ich Wasserrauschen hören, wie von einem kleinen Bach, der sich in der Nähe befinden musste. Zwei Biegungen weiter konnte ich ihn auch sehen. Ein unterirdisches kleines Flüsschen zog hier durch das Höhlensystem, eine natürlicher Frischwasserlieferant für die Bewohner und unweit davon, an einer der Wände, da sah ich ihn!

Ein riesiger Fuchs mit neun Schwänzen. Der Kyuubi, völlig frei von allen Ketten und Siegeln, die ihn halten könnten. Er lang an der Höhlenwand, ruhig und friedlich, als wäre es das normalste der Welt. Obwohl er lag, hatte er eine Körperhöhe, die meiner in etwa gleich kam. Sein Kopf lag auf dem Boden, die Ohren waren angelegt. Irgendwie sah er traurig aus. Die Schweife des Fuchses lagen überwiegend an der Seite, wedelten mal etwas an den Spitzen umher. Zwei von ihnen lagen jedoch eng an seinem Körper und schienen etwas zu bedecken.

Pakkun hatte am Eingang des Raumes nicht gehalten, sondern war direkt bis zum Fuchs weitergegangen. Nach dem ersten kleinen Schrecken hatten auch die Genin ihren Weg fortgesetzt und standen bereits direkt vor dem riesigen Tier, dem dies alles recht egal zu sein schien. Offenbar war ich hier die einzige Person, die Unbehagen wegen dem Riesenfuchs verspürte.

Der Kyuubi schien dies zu bemerken und sah mir für einen Moment direkt in die Augen, ehe er mich ansprach. „Hab keine Angst vor mir, nur weil ich jetzt größer bin, als sonst. Ich bin noch immer der gleiche Kurama, wie vor einigen Tagen.“

Viel zu verblüfft war ich über die Tatsache, dass der Fuchs wirklich der menschlichen Sprache mächtig war, als dass die übermittelten Informationen in meinem Kopf verarbeitet werden konnten. Der Fuchs konnte sprechen! Wenn man genau darüber nachdachte, war diese Reaktion darauf jedoch völlig lächerlich, denn immerhin konnten meine Nin-Ken auch sprechen. So unglaublich konnte es daher gar nicht sein, doch in diesem Moment war ich einfach nur… BUFF!

»Moment mal? Meinte er gerade „der gleiche Kurama“? Das war doch der Name von dem … Fuchswelpen.« Und in diesem Moment schlug in meinem Kopf wortwörtlich der Blitz ein und ich hatte endlich begriffen, was der Fuchs mir sagen wollte. Er war der kleine Fuchs namens Kurama, den Naruto immer bei sich hatte. Und noch eine zweite Erkenntnis traf mich. Ich hatte nicht nur einen einfachen kleinen Fuchs gestreichelt, sondern den Kyuubi.

Für einen kurzen Moment wurde mir extrem schlecht und extrem schwindelig, doch ich verdrängte beides. Was gäbe ich nicht alles dafür, in diesem Moment gleichermaßen unwissend zu sein, wie Sakura und Sasuke, die noch immer kein Plan hatte, was für einem Monster sie da gegenüber standen. Da half nur eines: Augen zu und durch! Und mit diesem Gedanken ging dann auch ich auf den neunschwänzigen Fuchs zu.
Wie schon erwartet bedeckten zwei der Schwänze wirklich etwas. Sobald ich näher an das Tier herangetreten war, konnte ich Naruto erkennen, welcher an der Flanke des Fuchses lehnte, mit den Schweifen als Decke, der einem recht unruhigen Schlaf verfallen war.

Vorsichtig lösten Kurama die Schwänze von dem Jungen, damit ich mich Naruto nähern konnte. Fast sofort begann er zu zittern, da seinem Körper nun die schützende Wärme fehlte, die ihn zuvor umgeben hatte. Schweiß lag auf seiner Stirn – und auch auf dem Rest seines Körpers, wie ich recht schnell bemerkte. Der Junge fieberte und das nicht gerade wenig, wie ich kurz darauf feststellte. Glühen wäre da schon korrekter.

Neben mir konnte ich ein leises Jaulen vernehmen, welches ich trotz geringer Lautstärke deutlich dem Fuchs zuschreiben konnte. Das Tier schien traurig und besorgt, wirkte dadurch völlig anders, als man sich den Kyuubi eigentlich vorstellte. Etwas verwirrt war ich dadurch schon, doch versuchte ich mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Narutos Zustand war weitaus wichtiger.

„Was ist passiert?“, wollte ich von dem Fuchs wissen, während ich meinen Bruder etwas genauer betrachtete. Irgend einen Grund musste es für das Fieber ja geben.

„Ich weiß es nicht genau.“ Eine kleine Pause folgte, in welcher er über seine nächsten Worte nachzudenken schien.

„Wir waren auf dem Weg zu dieser Höhle hier. Naruto hatte noch einige Male kurz angehalten und einige Beeren, Pilze und Wurzeln eingesammelt, da wir wussten, dass ein Gewitter aufzog. Ich war schon vor gelaufen und wartete nahe des Eingangs.“, berichtete Kurama von den Ereignissen vor dem Sturm.

Bis dahin klang alles noch recht harmlos. Wie gesagt, bis dahin. Der restliche Bericht des Fuchses bereitete mir einige Sorgen. „Plötzlich stand er dann neben mir, konnte sich kaum auf den Beinen halten. Er sagte, er wäre angegriffen worden, doch von wem … keine Ahnung! Er roch nach Blut und noch etwas anderes, dass ich nicht identifizieren konnte. Wir sind direkt in die Höhle rein und hier zum Wasser. Eigentlich sollte er noch nach seiner Verletzung sehen, aber er ist dann einfach eingeschlafen und seitdem auch nicht wieder aufgewacht.“

Gezielt suchte ich nun nach Verletzungen an meinem Bruder. Kurama hatte Blut gerochen, doch so schwerwiegend konnte die Verletzung nicht gewesen sein. Der Boden um Naruto war sauber, weshalb der Blutverlust recht gering ausgefallen sein musste. Wenn es überhaupt Narutos Blut war, dass er gerochen hatte.

Nachdem ich die Jacke geöffnet hatte, wurde ich auch recht schnell fündig. Ein großer blutiger Striemen zog sich seitlich über seinen Unterbauch, bis zum Oberschenkel des linken Beines hinab. Die Verletzung war nicht tief und es hatte sich bereits eine feste Kruste als getrocknetem Blut gebildet. Eigentlich kein Grund zur Besorgnis. Die gelblichen Flecken, die ich an einigen Stellen im Schorf erkennen konnte, verwirrten mich jedoch.

Da ich selbst nur über grundlegende Erste-Hilfe Kenntnisse verfügte, konnte ich damit zunächst nicht viel anfangen. Aber in einem war ich mir sicher: Das war NICHT normal! Hier machte sich dafür nun Sakuras Fortbildung bezahlt. Ich hatte ihr aufgetragen, dass sie ihre Erste-Hilfe Kenntnisse erweitert, da es für ihre spätere Ausbildung zur Medi-Nin nützlich sein würde.

„Das ist Eiter.“, offenbarte sie mir, da sie diese Flecken genau erkannt hat. „Narutos Verletzung hat sich entzündet, daher der Eiter und das Fieber. Wenn er nicht schnell richtig behandelt wird, kann sich das zu einer Blutvergiftung ausweiten.“
Wie eilig wir es nun hatte, dass wir ins Dorf zurück kamen, brauche ich ja wohl nicht erwähnen. Knapp zwei Stunden waren wir von der versteckten Höhle aus unterwegs, bis wir die Stadtmauern sehen konnten. Doch nun standen wir vor einem anderen Problem. Wohin mit Naruto? Würden sie ihm Krankenhaus wirklich behandeln? Nach allem, was ich über meinen kleinen Bruder mittlerweile wusste, vermutete ich eher das Gegenteil.

Einige Minuten hatte ich noch Zeit, mit eine Lösung zu überlegen, dann würden wir das Tor erreichen. Ich entschied mich letztlich dafür, dass ich Sakura und Sasuke zum Hokage schickte, zusammen mit Pakkun. Sie sollte ihm erklären, was los sei und dass ich Naruto mit zu mir nachhause nehmen würde. Zudem sollten sie Fragen, ob es im Dorf einen Arzt gibt, der Naruto behandeln würde.

Kaum hatten wir das Tor erreicht, machten sich meine Genin mit dem Nin-Ken auch schon auf dem Weg zum Dorfoberhaupt, während ich mit meinem Bruder den Heimweg antrat.

Dort angekommen brachte ich Naruto sofort in das Gästezimmer. Kurama war nicht von seiner Seite gewichen und hatte unterwegs wieder Welpengröße angenommen. Jetzt jedoch brauchte ich kurz den großen Fuchs, damit ich Naruto für einen Moment an ihn anlehnen konnte. Bereitwillig half er mir und tat alles, um was ich ihn bat.

Schnell richtete ich das Bett her und machte mich anschließend daran, meinen Bruder zu entkleiden. Dabei entdeckte ich noch eine zweite Verletzung, ein kleinerer Striemen, der sich über den rechten Arm zog. Auch auf diesem lag eine Blutkruste, in welcher ich zwei gelbe Flecken erkennen konnte. Anschließend zog ich ihm eines meiner älteren Shirts über. Es war etwas kleiner, als meine aktuellen Shirts, doch trotzdem war es viel zu groß für den 12jährigen Jungen.

Im Anschluss daran legte ich Naruto in das Bett und deckte ihn gut zu, ehe ich mich in die Küche begab und kurz darauf mit einer Schale voll kaltem Wasser und einem Tuch wieder kam. Das Fieber musste gesenkt werde, doch wie hoch war es überhaupt? Auch das hatte ich einige Minuten später herausgefunden und wie ich es mir bereits gedacht hatte, war es deutlich zu hoch.

Die Minuten vergingen, in denen ich das Tuch mehrmals auffrischte. Das Warten auf mein Team war zäh und schien Ewigkeiten zu dauern. Nach einer knappen halben Stunde klingelte es dann endlich an der Tür und es stand eine Person vor mir, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Die Schneekönigin #6

Offenbarung

Mit Entsetzten hatte die Ninja betrachtet, wie die Toten zu Staub zerfallen waren und sich nun dafür der General regte. Wenn sie eine Wahl gehabt hätte, dann wären ihnen seine Diener doch lieber gewesen, als er selbst. Shikamaru hatte sich wieder zurückgezogen und Sasuke stand kampfbereit noch an der gleichen Stelle wie zuvor. Entkommen war unmöglich, da noch immer die Wand aus Eis um sie herum gezogen war. Schmelzen würde auch nicht viel bringen, da dieser schwarze Ritter einfach eine neue Eiswand ziehen würde. Ihnen blieb somit nur der Kampf. Die Schneekönigin #6 weiterlesen