Weltenfusion 1

Zitternd lehnte sich Naruto an den nächstbesten Baum. Woher kam nur diese enorme Müdigkeit? Er hatte kaum die Kraft zu stehen, wie sollte er in diesem Zustand nur nach Konoha kommen? Dabei war das Dorf nicht weit entfernt. Gleiche Entfernung legte er sonst in wenigen Minuten zurück.

»Irgendwas entzieht dir die Kraft«, hörte er Kurama sagen.
Der neunschwänzige Fuchs Kurama befand sich in seinem inneren, weshalb er ihn nur selbst hören konnte, als Stimme in seinem Kopf. Manch einer würde ihn deswegen für verrückt erklären, doch Naruto war der Jinchuuriki von Konoha und beherbergte einen Dämon in seinem Körper. Da war es normal, dass er dessen Stimme hörte.
»Weißt du auch, was es verursacht?«, fragte Naruto ebenfalls in Gedanken. Für das Aussprechen seiner Worte fehlte ihm die Kraft.
»Leider nicht. Ich befürchte allerdings, dass es auch mich betrifft. Irgendwas verändert sich«
Völlig sicher war Naruto nicht, aber er glaubte einen Hauch von Angst wahrzunehmen und dieses Gefühl kam nicht allein vom ihm selbst. Auch der Fuchs verspürte es.
Das hohe Maß an Erschöpfung hinderte ihn jedoch daran, weiter darüber nachzudenken. Er wollte schlafen. Hier und jetzt. Einfach hinlegen und schlafen …
»NARUTO!«, grollte Kurama in seinem Kopf und erschreckte ihn damit so sehr, dass er wirklich auf die Knie ging.
»Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken, aber du darfst jetzt nicht schlafen. Du musst erst nach Konoha«
»Ich weiß«
Wieder auf die Beine zu kommen war nicht so einfach, wie Naruto sich das vorgestellt hatte. Was auch immer ihm seine Kraft entzog, es wirkte sich verheerender auf ihn aus, als er zu Anfang geglaubt hatte.
Doch es ging weiter, wenn auch nur holprig. Vom einen zum nächsten Baum schleichend, um zwischendurch wenigstens irgendeine Art von Halt zu haben.

Wie lang er schon unterwegs war, konnte Naruto nicht sagen. Wochen, Monate oder sogar Jahre. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Doch mehr als ein paar Stunden konnten nicht vergangen sein. Wenn überhaupt. Die Sonne stand noch immer am Himmel, sogar fast an der gleichen Stelle, wie zuvor. Oder war das nur Einbildung?
Aus der Ferne drangen weitere Stimmen an Narutos Ohr. Auch Kurama schien zu lauschen.
»Du wirst gesucht«, stellte Kurama fest.
»Ach ja, von wem?« Trotz bestmöglicher Konzentration, die er in seinem Zustand leider nur sehr gering ausfiel, war für Naruto nicht zuerkennen, von wem die Stimmen kamen. Auch die Worte konnte er nicht verstehen.
»Ich würde auf Kakashis Hunde tippen, hört sich zumindest so an. Kakashi ist sicher auch bei ihnen«
»Kann nicht sein. Kakashi wurde von Pain getötet«
Naruto hatte es geschafft zum nächsten Baum zu gelangen und lehnte sich dort erschöpft an. Viel weiter würde er es nicht mehr ohne Hilfe schaffen. Wenn er die Stimmen keine Einbildung waren, dann würde er das wohl aber auch nicht müssen. Allerdings bereitete es ihm Sorgen, dass es Kakashi war, der nach ihm suchte. Im Kampf gegen Pain hatte er den Sen-Modo benutzt und damit hatte er deutlich sehen können, dass Kakashi definitiv nicht mehr am Leben war. Wenn sein Sensei jetzt hier rumlief und nach ihm suchte, dann musste er doch eingeschlafen sein und hatte es nur nicht bemerkt. Oder schlimmer, er war bereits tot.
»Keine Sorge, du lebst noch«
»Ach ja? Und wenn du auch nur Einbildung bist?«
»Du lebst! Und du schläfst auch nicht. Kakashi ist wirklich hier. Dort hinten kommt er« »Naruto?«, drang es zu ihm durch und kurz darauf saß der kleine Bisuke vor ihm, legte seinen Kopf leicht schief und sah ihn mit besorgtem Dackelblick an. Es dauerte nicht lang und auch die anderen Hunde verteilten sich um ihn herum, ehe auch Kakashi selbst in sein Sichtfeld trat.
»He, kleiner Chaosninja«, begrüßte Kakashi ihn.
Unter anderen Umständen würde Naruto deswegen Grinsen. Bei Kakashi hatte er schon lange diesen Spitznamen weg, aber er nannte ihn immer nur so, wenn sie unter sich waren. Allerdings war er im Moment viel zu geschafft, um überhaupt etwas anderes als Erschöpfung zu zeigen. Nicht einmal zum Weinen reichte es, denn Kakashi leibhaftig und lebendig vor sich zu haben, löste unendliche Dankbarkeit in ihm aus und noch viel mehr, dass er aktuell nicht definieren konnte. Er war einfach nur froh, dass sein Sensei lebte und er es war, der ihn gefunden hatte und niemand anders.
»Du siehst echt fertig aus«, stellte der Hatake fest und zog Naruto zu sich, um ihn stützen zu können.
»Ich hab gedacht, du wärst gestorben«, kam es schwach von Naruto.
»Bin ich auch und jetzt lebe ich wieder. Keine Ahnung, warum« Offenbar wusste auch Kakashi nicht, was passiert war, aber er schien es locker zu nehmen und nicht weiter darüber reden zu wollen.

An Kakashis Seite kam Naruto besser vorwärts und sie schafften ein gutes Stück, ehe Kakashi anhielt.
»Das Zeug riecht komisch«, gab Pakkun von sich. Er war von allen Hunden als einziger geblieben, nachdem sie Naruto gefunden hatten.
»Sieht seltsam aus, was ist das nur?«, fragt Kakashi und drehte sich etwas, wodurch auch Naruto sehen konnte, wovon die beiden reden.
Eine grünlich blubbernde Substanz sickerte aus dem Boden. Der Fleck war fast 3 Meter breit und fraß sich durch alles, womit es in Berührung kam. Ein Baum war bereits davon befallen und hatte sein leben gelassen. Das Holz hatte eine dunkle Farbe angenommen und war an mehreren stellen von unheilvollem Grün durchzogen.
Pakkun war einige Schritte näher getreten und beschnupperte eine Maus, die sehr nah am Grünzeug lag und wohl ebenfalls damit in Berührung kam.
Im Inneren von Naruto wurde der Kyuubi unruhig und sendete ihm eine instinktive Warnung.
»Nicht näher ran!«, schoss es gleich darauf aus Naruto heraus.
Verwundert sah Pakkun zu Naruto, der seine Worte mit überraschender Stärke ausgesprochen hatte. Trotz allem machte er aber noch immer einen sehr geschwächten Eindruck.
»Komm zurück, das Zeug ist gefährlich!«, forderte der Blonde und diesmal kam Pakkun auch zu ihnen zurück.
»Es sieht wirklich nicht gut aus, aber woher wusstest du, dass es gefährlich ist?«, wollte Kakashi wissen.
»Kyuubis Instinkte haben mich gewarnt, aber man sieht es auch. Der tote Baum und die Maus. Es verseucht den Boden und verändert alles, was es berührt negativ. Ich will gar nicht erst wissen, wie es sich auf einen Menschen auswirken würde«
Kakashi warf einen nachdenklichen letzten Blick auf das grüne Zeug und wand sich dann wieder nach Konoha. »Dann sollten wir zusehen, dass wir zurückkommen, damit wir die Anderen von dem Zeug warnen können«

Auf dem restlichen Weg entdeckten sie noch mehrere Flecken, wo die grüne Blubberseuche aus dem Boden sprudelte. Einige davon waren sehr nahe am Camp, in dem sich derzeit die Bewohner aufhielten, da die Stadt völlig zerstört war.
Ganz bis Konoha schaffe Naruto es allerdings nicht. Kurz vorher war er am Ende seiner Kräfte und verlor das Bewusstsein. Die letzten Meter wurde er daher von Kakashi getragen und er beeilte sich, damit Naruto schnellstens nach Sakura kam.

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