Die Namensfindung

Wer ein neues Leben beginnen will, der muss etwas dafür tun. Wer endlich als das wahrgenommen werden will, was man wirklich ist, muss das ebenfalls. Als Transsexueller gilt beides. Dazu gehören viele rechtliche und medizinische Hürden, mit denen man sich befassen muss. Aber auch persönliche Hürden müssen erklommen werden.

Bei meiner ersten Hürde ging es um die Namensfindung. Wer als Mann anerkannt werden will, braucht auch einen männlichen Rufnamen. Hier gab es den zusätzlichen Stolperstein, dass es für mich auch als Autorennamen gehen musste, denn ich wollte nicht ewig unter Pseudonym veröffentlichen. Gleichzeitig wollte ich aber auch nicht meinen Nachnamen später auf einem Buch sehen.
Es mussten daher zwei Vornamen her, die zeitgleich als Autorennamen gelten können und dann begann die Suche. Ich wollte keinen Namen mit einem der typischen Anfangsbuchstaben, es sollte aber auch nichts Exotisches werden. Meine Wahl viel auf Vincent, denn das V sieht man nicht so häufig. Ein weiterer Grund für diesen Namen, war seine Bedeutung. Vincentius heißt es auf lateinisch übersetzt „Der Siegreiche“ beziehungsweise „Der Siegende“. Genau das wollte ich sein. Ich wollte meine eigenen inneren und äußeren Dämonen besiegen und endlich der sein, als der ich mich fühlte. Egal was meine Familie davon hielt. Den ersten Namen hatte ich damit bereits gefunden.
Beim zweiten Namen kam mir der Zufall zur Hilfe. Ich befand mich Anfang des Jahres 2016 wieder in meiner Serienphase und habe sehr viel Bones gesehen. Der Sohn von Angela und Hodgins heißt offiziell Michael Stakato Vincent Hodgins. Seltsamerweise wird er im Laufe der Staffeln ständig anders genannt. Sie verdrehen die Reihenfolge der Vornamen oder lassen etwas weg. Meinen Vincent hatte ich ja bereits gewählt und in irgendeiner Folge nannten sie den kleinen dann Vincent Michael (anders rum also, also er eigentlich heißt) und das gefiel mir.
Michael wurde also zum zweiten Vornamen und damit behielt ich sogar das M im Namen. Mein Mädchenname, den ich hier nicht nennen möchte, beginnt nämlich auch mit einem M.
In den späteren Tagen viel mir dann auf, das es in meiner Eda Story einen Antagonisten namens Vincent gibt sowie einen Protagonisten, der zwar Mikah heißt, aber nach dem Erzengel Michael benannt war. Was ein Zufall…

Wie dem auch sei. Mein Name ist jetzt Vincent Michael, derzeit noch nicht offiziell, aber ich darf mich so nennen und kann es auch auf meinen Büchern verwenden. Zunächst als Pseudonym und später als meine richtigen Vornamen.

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3 Antworten zu Die Namensfindung

  1. Stella Delaney schreibt:

    (Meine Antwort oben sollte eigentlich eine zu Mikas Kommentar werden… glaube, das hat nicht ganz geklappt.)

    Ich mag den Namen Vincent sehr. Er steht auch auf meiner Liste für potentielle Figurennamen, wartet aber noch auf seinen Einsatz.

    Gerade die Bedeutung ist toll, und in deinem Fall sehr passend.

  2. mikakrueger schreibt:

    Ein mutiger Schritt. Und ich mag den Namen Vincent sehr. Allerdings weil ich ihn mit einer Figur aus Final Fantasy assoziiere. :3

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