Kin Hatake #007 – Hiruzens Plan

Im Krankenhaus hatte sich nicht mehr viel ereignet. Kakashi war schnell erwacht, als Tsunades Heilung endlich ihre Wirkung zeigte. Eine kurze Zusammenfassung musste als Erklärung genügen. Alles Weitere konnte Kurama ihm später in Ruhe erzählen. Der verletzte Bereich wurde von Tsunade eingesalbt und verbunden. Später wurde sie nach ihm sehen und die Behandlung fortsetzen.
Die Zeit drängte und bevor die falschen Personen im OP auftauchten, musste der neue kleine Naruto und sein Fuchsvater schnellstens verschwinden. Aus diesem Grund wurde Kakashi nachhause geschickt, samt Kind, Fuchs und der Auflage, dass niemand im Dorf die Zwei zu sehen bekam. Er sollte sie verstecken, bis Hiruzen ihm neue Anweisungen mitteilte. Vorerst war Tsunade die einzige Person, die er in seine Wohnung lassen durfte.Im Anschluss daran kümmerte sich Tsunade um Irukas Augen, beschwerte sich gleichzeitig aber auch darüber, dass sie nicht zuerst Hiruzen behandeln durfte. Er ignorierte jedoch ihren Protest. In seinem Kopf ratterte es bereits. Ein erster grober Plan entstand – und dafür brauchte er seinen Augen im Moment noch nicht. Iruka ging daher vor.
Erst nachdem auch der Akademielehrer geheilt war, erlaubte er Tsunade nach den ANBU zu rufen. Zwar wären sie in nächster Zeit auch von allein gekommen, aber weiteres warten war unnötig. Der Tag war bereits kurz genug und es gab viel zutun.
Kakashi war fort und mit ihm alles, was auf die wahren Geschehnisse hindeutete. Es wurde Zeit, dass die nächsten wichtigen Punkte auf seiner spontan zusammengewürfelten ToDo-Liste angegangen wurden – und dafür brauchte er seine ANBU.
Es dauerte nicht lang, bis zwei Einheiten seines Spezialkommandos im OP auftauchten, mit ihnen eine Reihe Schwestern und Ärzte, die ihre Hilfe anbieten wollten. Tsunade beauftrage zwei Schwestern des OP Personals den Raum zu säubern, der Rest wurde nicht gebraucht.
Zwei ANBU wurden vom Sandaime ausgesandt, um den Rat für eine Notfallsitzung einzuberufen. Ein anderer sollte Iruka nachhause bringen und anschließend dafür sorgen, dass der Lehrer in der Akademie beurlaubt wurde. Zudem sollte er Kakashi vom ANBU Dienstplan streichen. Der Letzte war dafür zuständig ihn zu seinem Büro zurückzubegleiten, sobald Tsunade mit ihm fertig war.

Es war kurz nach 12 Uhr als Hiruzen in seinen sich auf seinen großen braunen Sessel fallen ließ. Er war grade erst in sein Büro zurückgekehrt und hatte den Weg glücklicherweise ohne fremde Hilfe bewältigen können. Seine Augen hatten sich wieder gut erholt. Nicht zuletzt dadurch, dass Tsunade etwas nachgeholfen hatte. Noch immer bemerkte er leicht verschwommene Details, doch er war zumindest dazu fähig, die Personen vor sich und seine Umgebung wieder zu erkennen. Dennoch war der ANBU immer an seiner Seite geblieben.
Jetzt war er allein. Seinen Begleiter hatte er mit einer neuen Aufgabe fortgeschickt. Doch viel Zeit für sich blieb Hiruzen nicht. Es gab einiges zu planen. Die nächsten Ereignisse des Tages musste er mit bedacht angehen, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Der Plan, der im Krankenhaus nicht mehr als eine unförmige Rohmasse ohne jegliche Struktur darstellte, hatte sich auf dem Weg zurück weiterentwickelt. Mehr als eine unreife Aneinanderreihung von Dingen war bisher jedoch nicht daraus geworden. Er musste also schnellstens Ordnung in das Chaos bringen.
Für einen Moment besann Hiruzen sich den Dingen, die geschehen waren und was er bereits getan hatte. Er notierte sich alles auf ein leeres Blatt Pergament und schrieb alle weiteren Gedanken hinzu. Es dauerte nicht lang und schon erkannte er deutlich die Richtung, auf die sein Plan steuerte.
Ruckartig ging die Tür auf. Ohne ein Klopfen und ohne danach zu fragen, ob man eintreten dürfe, traten drei paar Sandalen an den Schreibtisch heran. Der Hokage nahm sie nur am Rande wahr, da sein Blick weiterhin auf dem Pergament haftete.
»Hiruzen, was hat das zu bedeuten? Eine Notfallkonferenz? Ausgerechnet heute?«, hörte er die Stimme eines alten Bekannten sprechen.
Innerlich seufzte er auf. Er hätte sich auch eher denken können, dass sein Ältestentrio noch bei ihm vorbeikommt, ehe die Ratsversammlung beginnt. Als er aufsah, sah er Danzo direkt in das eine Auge, was dem Mann geblieben war. Das andere Auge hatte er vor Jahren verloren und nun versteckte er das vernarbte Gewebe notdürftig hinter einem Verband. Ansehnlicher wurde er dadurch jedoch nicht.
Neben ihm standen seine ständigen Begleiter, Koharu und Homura. Ebenfalls alte bekannte von ihm. Einst waren sie gemeinsam Schüler an der Akademie gewesen. Sie hatten im gleichen Jahr ihren Abschluss gemacht und waren als Genin in die Welt gezogen, um für das Dorf Missionen zu erledigen. Damals hielten sie noch zusammen, heute arbeiteten sie grundsätzlich gegen ihn.
»Ja, es gibt eine Notfallkonferenz. Ja, es muss heute sein«, antwortete er seinem Gegenüber ausdruckslos. Er wollte Danzo nicht die Gelegenheit geben, auch nur die geringste Emotion zu erkennen.
»Und wieso?«, fragte Danzo bissig.
»Das erfährst du, wenn es so weit ist. Ich hab zutun!« Darauf wand sich Hiruzen wieder seinem Pergament zu. Danzos weitere Worte gingen an ihm vorbei, als wären sie nicht vorhanden. Er wollte sich jetzt noch nicht weiter mit dem Mann befassen, der ihm seit Beginn seines Hokageamtes Steine in den Weg warf.
Es dauerte nicht lang und das Ältestentrio war verschwunden. Homura, der harmloseste von den Dreien, hatte die anderen beiden dazu überredet, zum Konferenzsaal zu gehen. Und sie gingen auch, laut und fluchend, weil sie an einem Festtag arbeiten mussten.
»Verlogenes Pack!«, dachte sich Hiruzen. Einen toten Mann zum Helden küren und ein Fest zu seinen Ehren feiern war keine schlechte Sache, doch sollte der Mann dabei auch geehrt werden. In Konoha benahm sich jeder, als würden sie sich darüber freuen, das sie ihn Loswaren. Dabei war der Mann, den sie mit dem Fest ehrten, der Yondaime Hokage gewesen.
Etwas Sorge kam in Hiruzen auf. Würden sie seinen späteren Abgang ähnlich feiern? Wenn Danzo auch da seine Finger im Spiel hätte, dann wäre es durchaus möglich, oder sie vergaßen ihn direkt. Beides keine erbaulichen Aussichten.

Tsunade war auf dem Weg zum Büro des Hokage. Sie trug eine Akte bei sich, in der einige Dutzend Formulare abgelegt waren. Noch waren sie leer. Um Zeit zu sparen, hatte sie nur eingesammelt, was nötig war. Ausfüllen wollte sie erst im Büro, damit sie für Hiruzen erreichbar war.
Als sie dort ankam, sah sie Hiruzen an seinem Schreibtisch sitzen und hektisch auf einem Blatt Pergamente rumkritzeln. Bevor sie ihn ansprach, schloss sie sorgfältig die Tür. Es sollte schließlich niemand zuhören, wenn sie ihren geheimen Plan besprachen.
»Ich habe alle nötigen Papiere dabei. Gibt es schon etwas Neues?«, wollte sie darauf wissen und trat näher an den Schreibtisch heran.
»Nein, außer dem Kurzbesuch unserer drei Anwärter für den Titel ›Wer ist die größte Nervensäge?‹ gibt es nichts zu berichten.« Der genervte Unterton war deutlich herauszuhören.
Amüsiert kichert Tsunade vor sich hin. »Wenigst hast du deinen Humor noch nicht verloren«, sprach sie, ehe sie sich zu ihrem ehemaligen Sensei an den Schreibtisch setzte. Es vergingen nur wenige Minuten, in denen beide an Ihren Schriftstücken arbeiteten, als es an der Tür klopfte und Asuma darauf den Raum betrat.

»Du wolltest mich sprechen?«, begann Asuma und zog darauf genüsslich an seiner Zigarette.
»Ja, wollte ich«, antwortete Hiruzen darauf ohne seinen Sohn dabei anzusehen. »Könntest du mit deinen Glimmstängeln bitte ans Fenster gehen, du verpestest mein Büro!«
Die Aufforderung war für Asuma nichts Neues und so begab er sich ans nächste Fenster und öffnete es. Minuten lang geschah nichts. Kein Wort wurde gesprochen. Keine Regung kam von Hiruzen oder Tsunade. Ein einzig ein leises Kratzen zweier Schreibfedern auf Pergament war zuhören. Gelegentlich vernahm man, wie Tsunade in ihren Formularen blätterte. Dem jüngeren Sarutobi kam es seltsam vor.
»Und worüber wolltest du mit mir sprechen?«, fragte er schließlich, weil sein Vater nicht von selbst begann.
»Einen Moment noch, gleich bin ich fertig.« kam darauf vom Älteren und wieder legte sich ein bedrückendes Schweigen über den Raum.
Seine alte Kippe war aufgeraucht und Asuma drückte sie auf der äußeren Fensterbank aus, ehe er sie bei seinem Vater in den Mülleimer schnippte.
»Nicht! Lass sie aus und mach das Fenster wieder zu«, hörte er seinen Vater sagen, als er sich grad eine neue Zigarette anzünden wollte. Es kam selten vor, dass sein alter Herr ihm das Rauchen verbot, aber es hatte immer einen Grund, weshalb Asuma nicht weiter nachfragte und der Aufforderung nachkam.
Darauf wurde er angestarrt, mit einem sehr ernsten Blick, der zudem etwas sehr Wichtiges ankündigte. Asuma wusste das, immerhin war die Person vor ihm sein Vater.
»Ich weihe dich nun in ein Geheimnis ein«, sprach der alte Mann darauf und Asuma wartete gespannt, was als Nächstes kam.
»Ich werde gleich bei einer Ratsversammlung erwartet«, berichtete Sarutobi Senior mit ungewöhnlicher Begeisterung. »Dort werde ich eine riesige Lüge verbreiten. Das Dorf wird sie heute Abend ebenfalls hören. Du gehörst zu den Auserwählten, die über die Wahrheit Bescheidwissen dürfen, denn ich werde deine Hilfe brauchen.«
Sein Vater hatte also vor den Rat zu belügen. Und er sollte dabei mitmachen. Manchmal war Asuma sich nicht sicher, ob sein alter Herr noch bei Verstand war.
»Schau nicht so skeptisch, das klappt schon«, sprach der Alte darauf voller Überzeugung und mit einem breiten Grinsen.
»Von deiner Lüge musst du ja richtig überzeugt sein«, dachte sich Asuma, als er sich dem alten Mann gegen über, der wie ein kleines Kind am Geburtstag strahlte.
Ein tiefes Seufzen entfloh Asumas Kehle. Auch auf die Gefahr hin, dass es kräftig nach hinten losging. Hiruzen war sein Vater und er konnte ihm einfach nichts abschlagen. »Na schön, dann erzähl mir doch mal, was genau du von mir erwartest?«
»Zunächst mal zu den Fakten.«, begann Hiruzen und räusperte sich darauf. »Heute Morgen wurde Naruto angegriffen und fast getötet. Ich werde ihn für tot erklären und zudem auch das Dorf über seine Eltern und seine Herkunft aufklären. Sollen sie doch ewig mit dieser Schande leben, mit egal. Das Fest zu Ehren des 4. Hokage streichen wir am Besten auch gleich, für immer.«
Bei »Naruto und fast getötet« hatte Asumas verstand aufgehört die darauffolgenden Worte zu verarbeiten. Sein bester Freund sah in dem Kind den letzten Rest Familie. Den letzten Halt. Ohne den Jungen würde er wahrscheinlich nicht mehr leben.
»Weißt du schon, wer es war?«, wollte Asuma darauf wissen, doch sein Vater verneinte.
»Darum kümmere ich mich, nachdem der Stress hier vorbei ist. Ich werde wohl die Inuzuka nach dem Täter suchen lassen müssen, da Kakashi bei der Suche ausfällt«, erklärten Hiruzen darauf und erwähnt dabei etwas, das seinem Sohn erneut Sorgen bereitete.
»Was ist mit Kakashi?«, kam es sofort vom Jüngeren.
»Ihm geht es gut, wenn man von der kleinen Verletzung absieht, die Kyuubi ihm verpasst hat«, versuchte der Alte ihn zu beschwichtigen. »Er hat derzeit Naruto bei sich und soll aufpassen, das niemand den Jungen zusehen bekommt.«
Deutlich hörbar atmete Asuma aus. Er war erleichtert, dass es seinem Freund gut ging.
»Da Naruto noch lebt, haben wir natürlich keinen Leichnam, den wir dem Rat präsentieren können, aber dafür ist mir schon eine nette Erklärung eingefallen« Ein hinterlistig und auch etwas gehässiges Grinsen zeigte sich beim Alten Sarutobi. »Etwas, womit ich Danzo eine ganze Weile auf Trapp halten kann.«
Asuma betrachtete es mit gemischten Gefühlen. Von seinem Vater war er dieses Verhalten nicht gewohnt. Er nahm Charakterzüge an, die dem Jüngeren nicht geheuer waren. Auf der anderen Seite konnte er seinen Vater auch verstehen. Er wurde jahrelang von Danzo und den anderen ausgebremst und übergangen. Jetzt hatte er die Chance es ihnen heimzuzahlen.
»Was wirst du behaupten?«, fragte diesmal Tsunade, die gleichermaßen vor Neugierde zu platzen schien.
»Nun, der Kyuubi wurde schließlich von Minato versiegelt und Minatos Spezialität war das Hiraishin.« Offenbar glaubte der alte Mann, dass diese Andeutung ausreichte, doch weder Asuma noch Tsunade verstanden, worauf er hinaus wollte.
»Ich werde behaupten, dass sich ein Sicherungsmechanismus innerhalb des Siegels aktiviert hat, als Naruto gestorben ist. Diese Sicherung hat den toten Körper mittels Hiraishin weggebracht, scheinbar um das Dorf vor einem Ausbruch innerhalb der Stadtmauern oder in der Nähe zu bewahren. Wohin genau Narutos Körper gebracht wurde, können wir aber nicht sagen, weil wir nicht wissen, mit was für einer Markierung diese Sicherung verbunden wurde. Er kann damit überall sein.«
»Und Danzo sucht sich nen Wolf.«, er weiterte Tsunade und grinste dabei diabolisch.
Diese Lüge hatte was, dass musste Asuma seinem Vater lassen. Worin seine Aufgabe bestand, war ihm jedoch schleierhaft.
»Und wie soll ich euch jetzt helfen?«, wollte er daher wissen, doch erneut wurde er vertröstet.
»Gleich, zunächst mal zu dem, was wirklich passiert ist. Tsunade erklärst du es bitte, du hast mehr gesehen, als ich«, bat Hiruzen seine ehemalige Schülerin.
»Naruto war sehr schwer verletzt, als er bei mir ankam. Ich war ganz ehrlich der Meinung, er wäre tot, aber das war er scheinbar nicht«, begann sie und suchte einen Moment die passenden Worte zusammen. »Kyuubi, oder auch Kurama, wie er offenbar heißt, hat ihm dämonische Merkmale vererbt, wodurch Naruto überlebt hat. Kurama hat ihn zudem verändert, wodurch er sich jetzt im Körper eines höchstens dreiährigen kleinen Jungen befindet – und er sieht aus, wie Kakashi.«
»Und da kommst du ins Spiel«, führ nun Hiruzen fort. »Ich will, dass du Kakashi mit dem Jungen hilfst. Er hat keine Erfahrung mit Kindern. Zudem brauche ich in den Nächsten Tagen jemanden, der für mich zu Kakashi geht. Quasi als Nachrichtenübermittler und besorg ihm, was er braucht.«
Mit einem Nicken bestätigte Asuma, dass er verstanden hatte.
»Aber noch nicht sofort«, setzte Hiruzen nach. »Als Nächstes wird erstmal Tsunade bei ihm vorbei schauen. Er soll erstmal nur sie reinlassen.«
Darauf wand er sich seiner ehemaligen Schülerin zu. »Du sagst ihm bitte, dass Asuma eingeweiht ist und ihn Unterstützung soll.«
Nachdem sie diesen Auftrag bestätigt hatte, wand der Alte sich wieder seinem Sohn zu. »Erst nachdem ich heute Abend die Dorfversammlung abgehalten habe, wirst du zu ihm gehen. Vorher tust du so, als wüsstest du von nichts. Falls jemand fragt, dann sagt, dass du auf ihn aufpassen musst, speziell jetzt. Du weißt doch sicher noch, wie down er nach Minatos Tod war.«
»Ja, das war echt schlimm.« Asuma konnte sich noch sehr gut an die Zeit vor 10 Jahren erinnern.
Damals war Kakashi am Rande des Todes gewesen. Durch das schwachsinnige Verbot der Ältesten, die nicht nur Naruto von Beginn an alles genommen hatten, war Kakashi der Kontakt zu dem Jungen verwehrt worden. In den ersten Tage wusste er nicht einmal, dass es Naruto überhaupt gab, weil es ihm verschwiegen wurde. Erst als Hiruzen sich über die Entscheidung hinweg setzte und Kakashi die Wahrheit sagte, besserte es sich. Nur durfte er niemals zeigen, dass er es wusste. Nur als ANBU konnte er in der Nähe des Jungen sein und über ihn wachen.
»Wäre Naruto wirklich gestorben, würde es sich wiederholen. Und ich bin mir sicher, dass es diesmal kein gutes Ende genommen hätte. Diesmal hätten wir nichts gefunden, was ihm einen neuen Halt gegeben hätte«, hörte Asuma seinen Vater sagen, während er selbst noch teilweise in Gedanken versunken aus dem Fenster starrte.
»Sag, dass du auf ihn aufpassen musst, damit er keinen Mist baut, und sag Kakashi, dass er sich vor anderen auch genau so depressiv wie damals benehmen soll.  Zumindest, bis ihr aus dem Dorf raus seid«, fuhr Hiruzen mit seinen Anweisungen fort.
»Hat das einen besonderen Grund?«, wollte Asuma darauf wissen. Er war sich nicht sicher, ob es so gut war, Kakashi diese Gefühle erneut aufzubürden. Selbst er nur so tat als ob. Damals war er krankhaft depressiv und Asuma wollte nicht, dass sein Freund erneut in diesem Zustand gefangen war.
»Das wird der Anlass dafür, dass ich euch hier wegschicke. Ich werde dem Dorf die Schuld für Narutos Tod geben«, begann Hiruzen und wurde zeitlich von Asuma und Tsunade unterbrochen.
»Sie SIND schuld!«, sprachen sie beide.
»Ja, ich weiß. Ich meinte, dass ich es ihnen direkt bei der Versammlung an den Kopf werfe.«, versuchte Sarutobi Senior die beiden zu beschwichtigen. »Kakashi werde ich daher von hier wegschicken, damit er erstmal abstand bekommt. Er wollte seinen Dienst eh quittieren, weil er die Schnauze voll hatte. Und du begleitest ihn, damit er sich unterwegs nicht einfach selbst umbringt.«
»Warum sollte er? Er hat doch Naruto bei sich.«, wunderte sich Asuma. Kakashi hatte doch gar keinen Grund um Suizid zu werden.
»Nicht offiziell«, begann der Alte und grinste wieder etwas hinterlistig. »Naruto wird vorher schon aus dem Dorf geschleust. Tsunade passt auf den Jungen auf, bis ihr ihn dann wieder abholt. Ihr verlasst Konoha damit ohne Kind.«
Darauf folgte eine Pause. Er begann einen Stapel mit Schriftrollen zu durchsuchen und grummelte unzufrieden.»Ich habe hier eine Mission über zwei Jahre. Ein Dorf ohne nennenswerte Verteidigung, sehr abgelegen. Sie haben um Hilfe gebeten. Mehr dazu kann ich euch später erklären, ich find die Rolle grad nicht.«
Nachdenklich kratze sich Hiruzen am Hinterkopf und schaute nochmal durch den Stapel. Und in die Schubladen an seinem Schreibtisch. »Seltsam, wo ist die Rolle den hin?«
»Ist ja auch egal.« Ein Seufzen erklang darauf, ehe er fortfuhr. »Ich finde sie schon wieder.Ihr könnt den Knirps auf jeden Fall dort mit hinnehmen. Wenn ihr dann wiederkommt, behauptet ihr einfach, ihr hättet ihn unterwegs aufgegabelt. Wie genau es dazu kam, dass Kakashi jetzt einen Sohn hat, und wie der Junge bei euch gelandet ist, dass dürft ihr euch unterwegs ausdenken. Und gebt dem Jungen einen anderen Namen.«
Darauf trennten sich vorerst die Wege, denn Hiruzen musste zu seiner Notfallkonferenz.

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