[KH-alt] Kapitel 6 – 3 Männer und ein Kin(d)

Es war Sonntag Nachmittag und ein ungewöhnliches Männertrio saß auf einer der Bänke am Spielplatz von Konoha. Ungewöhnlich war es speziell für die Mütter, welche mit ihren Kindern auf dem Spielplatz waren, den dies drei Männern waren zum einen allen Damen bekannt und zum anderen waren sie noch nie zu dritt auf dem Spielplatz. Für die Frauen war dies somit ein recht ungewöhnlicher Anblick.

Der mittlere des Trios war Kakashi, welcher mit Kin zum Spielplatz gekommen war. Dies hatte viele Frauen verblüfft, da sie zum einen den Mann ohne seine Maske zusehen bekamen und zum anderen, weil sein kleiner Begleiter ihm so ähnlich sah. Zwar ging bereits das Gerücht durch das Dorf, das der Hatake nun ein kleinen Jungen hatte, der äußerlich wohl stark nach seinem Vater kam, jedoch hatte viele dem Gerücht bisher nicht geglaubt. Die Blicke der Damen lagen demnach in den ersten Minuten natürlich alle auf Kakashi, welcher unmaskiert natürlich noch genauer betrachtet wurde, und dem kleinen Kin. Es wurde getuschelt und einige sprachen schon davon, wie schade es doch sei, das dieser gutaussehende Mann nun vom Markt sei.
Das bekam Kakashi natürlich mit und musste sich zusammenreißen, nicht zu kichern. Die weibliche Übermacht ging doch wirklich davon aus, das er nicht mitbekam, wie sie heimlich über ihn tratschten. Ihn störte es nicht, immerhin schwärmten die Frauen über ihn oder redeten davon, wie süß Kin doch war. Das sie sich auch Gedanken machten, wo die Mutter von Kin wohl war und warum sie die Frau noch nicht gesehen hatten, verwunderte Kakashi hingegen etwas. Das Kin (angeblich) ausgesetzt worden war, hätten auch schon im Dorf seinen Rundgang machen müssen. Früher war die Dorfbewohner eindeutig schneller mit den neusten Tratschmeldungen.
Links neben Kakashi saß Iruka. Er war nach dem erfolgreichen Unterricht am Vortag erneut bei Kakashi und Kin gewesen und hatte auch den Sonntagvormittag einige Übungen mit seinem Patenkind gemacht. Kin kann jetzt lesen – ein Bisschen zumindest. Wobei sich weder Iruka noch Kakashi dabei sicher sind, ob der kleine nun schlauer ist, als vorher, oder ob es daran liegt, das Kin es schon gelernt hat, als er noch Naruto war und das Wissen darum somit nur abruft. Kurama war sich des bezüglich ebenfalls nicht sicher.
Asuma war der Dritte im Bunde und saß rechts neben Kakashi. Er hatte Sora und Konohamaru mitgebracht, damit Kin mit beiden spielen konnte. Hanabi war ebenfalls auf dem Spielplatz. Ihre Mutter saß bei den anderen Frauen.
Während die Kinder spielten unterhielten sich die Männer über Kin und versuchten im groben einen Lehrplan für den Knirps zu erstellen. Einige theoretische Dinge hatte sich Iruka bereits überlegt und eine Liste und Übungsmaterial erstellt, welcher er Kakashi bereits für die Mission gegeben hatte. Zusätzlich würde Iruka an den Wochenende, an denen sie zu Hause sind, sich um Kins schulische Ausbildung kümmern. Blieb nur noch das praktische Training, über das sie sich nun berieten. Kakashi setzte auch hier Irukas Meinung, da dieser als Lehrer genauer darüber Bescheid wusste, in welcher Reihenfolgen welche Dinge unterrichten wurden.
Am Abend gingen die Männer wieder getrennte Wege. Kakashi packte mit Kin die Taschen für die Mission. Asuma suchte seine Dinge ebenfalls zusammen und Iruka bereitete sich mental auf den Unterricht am nächsten Tag vor, wo er wieder mit einem Haufen trauriger 12 Jähriger konfrontiert wurde.

Der nächste Morgen verlief recht entspannt. Seid dem Unterricht von Iruka am Samstag zeigte Kin allgemein mehr Verständnis und blieb sogar im Bett liegen, bis Kakashi ihn wecken kam – was natürlich nicht nötig war. Immerhin war der Junge schon wach. Kin lag an diesem Morgen mit dem Fuchs im Bett und versuchte sein Kinderbuch zu lesen. Kurama half ihm dabei. Das der Fuchs sprechen kann, hatten sie ihm am Vorabend erzählt, da auch Kurama auf die Mission mitkommen würde. Kin musste allerdings versprechen, das er niemanden verrät, das sein Fuchs sprechen kann.
Kakashi lehnte sich an den Türrahmen zu Kins Zimmer sah seinen beiden Dämonen einen Moment zu. Er dachte daran, wie Kin sich in der letzten Woche doch verändert hatte. Es war früher Montag morgen. Vor genau einer Woche war der Junge um diese Uhrzeit noch Naruto gewesen. Fast jeder hatte ihn gehasst. Sie hatten ihn getötet und Kurama hatte ihn zurück ins Leben gebracht. Und dann erst die Entwicklung, die sein kleiner Kin seid dem durchgemacht hatte. Die Fortschritte der letzten Woche waren wirklich beachtlich. Früher hatte Kakashi sich immer gesagt, das er sein eigenes Kind niemals so schnell zu einem Ninja erziehen würde. Er selbst war mit 5 Genin geworden und wenn Kin weiter solche fortschritte machen würde, dann würde auch ihm seine Kindheit genommen. Doch selbst wenn Kin sehr früh ein Genin werden würde. Er würde dafür sorgen, das Kin seine Kindheit dennoch behält. Zumindest noch für ein paar Jahre.
„Guten Morgen.“, grüßte Kakashi und bekam sofort ein strahlendes Lächeln von Kin. Genau dieses Lächeln würde er beschützen. Naruto hatte immer viel zu leiden gehabt. Dies war nun seine zweite Chance zu leben. Nun, wo er als Kin lebt, da sollte er sein Leben auch genießen und nicht in Verpflichtungen ertrinken.
„Guten Morgen, Papa!“
Kaum hatte Kin dies ausgerufen, befand er sich auch schon in Kakashis Armen. Der Jonin war immer wieder überrascht, wie schnell der Junge doch war. Er hatte kaum mitbekommen, wie Kin aufgestanden und ihm entgegen gesprungen war. Dabei stand das Bett an der Wand gegenüber der Tür und es waren gut zwei Meter zwischen Bett und Tür, welche Kin mit einem einzigen Satz zurück gelegt hatte.
Keine halbe Stunde später standen beide fertig vor der Wohnungstür und zogen sich ihre Sandalen an. Das Frühstück hatten sie absichtlich ausfallen lassen, da Kakashi vor hatte etwas beim Bäcker zu kaufen, bevor sie sich beim Hokage meldeten.

Vor dem Hokageturm stand Asuma lässig an die Mauer gelehnt, mit einer Zigarette im Mundwinkel und wartet auf Vater und Sohn Hatake. Einige Minuten hatten sie noch, bis zum vereinbarten Termin, auch wenn Asuma nicht glaubte, das die Beiden pünktlich sein würden. Kakashi kam immer zu Spät, egal was anlag. Eine schlechte Angewohnheit, welche Kin sich sicher bei seinem Vater abschauen würde. Grinsend schüttelte er leicht den Kopf und warf einen Blick die Straße hinunter. Aus dieser Richtung müssten die Beiden kommen – zusehen war jedoch niemand.
Einige weitere Minuten vergingen und Asuma grinste ein weiteres Mal. Er hatte gewusst, das die Beiden nicht pünktlich sein werden.
„ASUMA!“, rief eine junge Stimme, welche dem Mann sehr bekannt vorkam. Doch sie kam aus einer ganz anderen Richtung. Kaum hatte er seinen Blick in diese Richtung gewendet, war ihm Kin auch schon an den Hals gesprungen. Leicht überrascht, das der Junge ihn so plötzlich angefallen hatte, legte er einen Arm um den Jungen, damit der keine nicht runter fiel.
„Wo kommst du den auf einmal her?“, fragte er den Jungen leicht verwundert. Immerhin war er Jonin und es war nicht so einfach, sich an hin heran zu schleichen. Das der Junge es offenbar geschafft hatte, verwirrte Asuma leicht. Und wo war Kakashi?
„Vom Bäcker. Möchtest du auch ein Brötchen?“
Kins Aussprache hatte sich eindeutig gebessert. Asuma war Iruka dafür sehr dankbar, den nun musste er nicht raten, was der Junge versuchte zu sagen. Man verstand ihn auch so. Vor einigen Tagen sah das noch ganz anders aus.
„Nein danke. Ich hab schon gefrühstückt.“, antwortete Asuma auf Kins frage und schaute sich nach Kakashi um, welcher noch immer nicht zu sehen war.
„Suchst du mich?“
Asuma blickte auf und erkannte Kakashi, welcher über ihm auf der Mauer hockte und ihn fies angrinste. Er trug wieder seine Uniform, jedoch hatte er seine Maske nicht auf – die hing um den Hals. Neben Kakashi stand ein kleiner weißer Fuchs auf der Mauer und schaute ebenfalls auf Asuma herab. Den verwirrten Blick, den Asuma mit den Gedanken >>War der nicht Rot?<< dem Fuchs zuwarf bemerkten die Beiden auf der Mauer natürlich und Kakashi erklärte auch sogleich, was es damit auf sich hatte.
„Kurama meinte, das sein rotes Fell nicht zu Kin passt. Immerhin ist er sein Haustier. Weiß würde besser passen. Bisher hat ihn im Dorf ja auch noch niemand gesehen, daher konnte er seine Fellfärbung noch ändern.“
Zusammen machten sie sich auf den Weg ins Büro des Hokage – und Kakashi ahnte, das dieser auch gleich Fragen würde, warum Kurama plötzlich eine andere Farbe hatte. Dort drin konnte sich der Fuchs jedoch selbst erklären. Nur draußen durfte dieser nicht reden. Die Tür zum Büro stand offen und der Hokage saß auf seinem großen gemütlichen Sessel.
„Opa Hokage!“, rief Kin und stürmte sofort auf den Mann hinter dem Schreibtisch zu. Die beiden Jonin schüttelten grinsend den Kopf. Der Knirps war noch immer ein stürmischer Wirbelwind. In der Hinsicht hatte er sich nicht viel verändert – Naruto war früher genauso.
„Guten Morgen ihr vier.“, grüßte der Hokage und hatte gleich darauf auch schon Kin auf dem Schoss sitzen.
„Nicht wundern, akzeptiere es einfach. Mich verblüfft seine Schnelligkeit auch immer wieder aufs neue.“, meinte Kakashi, als er den Blick des Hokage sah, der sich wunderte, wie Kin so schnell auf seinen Schoss gelangt war.
„Ähm JA!… Ich hab etwas für dich Kin – und auch für Kurama. Komm mal auf den Schreibtisch.“, bat das Dorfoberhaupt und öffnete die Schachtel, welche ebenfalls auf dem Tisch lag. „Dies habe ich für euch beide anfertigen lassen. Da du Kurama als Haustier giltst habe ich ein spezielles Halsband anfertigen lassen. Nun schau nicht so bös, das muss sein…“, meinte der Hokage darauf, als der den Fuchs ansah und bemerkte nun erst, das dieser anders aussah. „Warst du nicht mal rot? Na egal! Ich dachte mir schon, das du dich weigerst. Daher mach ich es dir angenehmer. Kin bekommt nämlich eine passende Kette dazu.“
Zunächst sträubte sich Kurama gegen das Halsband, als Kakashi ihm jedoch versprach, das er es nur tragen müsse, wenn sie im Dorf unterwegs waren und er zu Haus und auf Missionen ohne herum laufen dürfe, akzeptierte er es – wenn auch widerwillig – und ließ es sich anlegen.
Kin hingegen fand seine Kette toll und legte sie sich sofort selbst um. Dazu bekam er vom Hokage noch ein Schweißband für das Handgelenk, auf welchem das Konohazeichen abgebildet war. Da der kleine noch kein Genin war, durfte er auch kein Stirnband tragen, doch so hatte auch er das Dorfzeichen bei sich. Kin freute sich, vor allem, weil der Hokage versprochen hatte, das Kin auch ein Stirnband bekommen würde, wenn er immer fleißig lernt und bis dahin war das Schweißband sein Abzeichen.
Die Mission hörte sich recht einfach an. Es war eine typische Botenmission der C-Kategorie. Hingehen, Gegenstand abholen und zum Dorf zurückbringen. Sonderlich bedeutsam war das Objekt ebenfalls nicht, so dass sie nur mit den typischen Banditen konfrontiert werden würden. Für Kakashi und Asuma sollte dies kein großes Problem darstellen und notfalls konnte auch Kurama noch etwas mitmischen. Zeitdruck gab es ebenfalls nicht, ob sie in einer Woche oder in zwei Wochen wieder zurück waren, das machte keinen Unterschied.(Würden Kakashi oder Asuma allein gehen, dann würde es höchstens drei Tage dauern, bis sie wieder im Dorf wären.)

Nun sollte es losgehen. Kins erste Mission mit Papa Kakashi, Asuma und Kurama. Sie verabschiedeten sich vom Hokage und machten sich auf den Weg zum Tor. Die Wachmänner Kotetsu und Izumo staunten nicht schlecht, als die kleine Gruppe bei ihnen ankam. Sie hatten den Junior Kakashi bisher noch nicht gesehen. Ebenfalls ging offenbar auch das Gerücht an ihnen vorbei, das er Junge überhaupt existierte. Kakashi ohne Maske durften sie jedoch nicht bewundern, die hatte der Jonin nun nämlich wieder im Gesicht. Immerhin war er jetzt auf einer Mission.
Das hatte er auch Kin erklärt. Wenn Papa auf Mission für den Hokage ist, dann trägt der Papa seine Maske. Kin hatte darauf zwar etwas verwirrt geschaut, es jedoch akzeptiert.

Ihr Weg führte sie nach Westen. Wie lang sie unterwegs sein würden, das wussten sie nicht.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Fanfiktionliste, Kin Hatake (Alt Version), weitere abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s