[KH-alt] Kapitel 41 – Die Kraft der Jugend

Nach einem ausgiebigem Frühstück und einer kurzen Dusche packte Kin sich seinen Rucksack fürs Training. Iruka war bereits zur Akademie aufgebrochen, hatte ihm aber etwas fürs Mittagessen verpackt und auch eine Trinkflasche dazu gestellt, die sein Patenkind mitnehmen sollte. Wer weiß, wie lang der Junge unterwegs war.
Viel Zeit zum Ausruhen hatte auch Kurama zunächst nicht.

Eine Kleinigkeit aß auch er und anschließend ging es mit Tsunade und seinem Welpen ins Dorf, da der Fuchs vorsichtshalber das Trainings überwachen sollte. Die Senju führte die beiden Dämonen zur den Trainingshallen, wo in den kälteren Jahreszeiten einiges los war.
Während Kin sich umzog, war Tsunade sich umsehen gegangen. Sie suchte jemanden bestimmtes und sie wusste genau, dass dieser Jemand an diesem Tag auch anwesend war, da sie durch Zufall ein Gespräch beim Hokage mitbekommen hatte. Es dauerte nicht lang und da hatte sie ihn auch schon gefunden. Kurz wechselte sie einige Wort mit ihm und erklärte dem Jonin die Situation, ehe sie zurück ging, um den Jungen abzuholen.
Vor den Umkleideräumen wartete Kin bereits ungeduldig darauf, dass Tsunade endlich zurück kam. Der Bewegungszwang macht auch ihm langsam zu schaffen. Je länger es andauerte, je mehr fühlte er sich geistig erschöpft. Dies bemerkte Kin vor allem in den Momenten, wo er nichts zu tun hatte. Auch bemerkte er, dass es nicht mehr ganz so extrem war, wie noch wenige Stunden zuvor, wo er sich die Nacht um die Ohren schlug. Diese winzig kleine Besserung wurde allerdings nur von ihm selbst bemerkt. Nach außen hin wirkte er genau so überdreht, wie vorher.
Fünf Minuten später (bzw. Kins Gefühl nach 5 Stunden später) kam Tsunade dann auch endlich wieder in Sicht. Zusammen gingen sie durch die Reihen der kleineren Trainingsgruppen, denen Kin allesamt neugierige Blicke zuwarf. Es waren viele in den Hallen und die Meisten von ihnen sah er zum ersten Mal. Er konnte einige sehen, die sich dem Tai-Jutsu Training widmeten. Andere übten sich im Umgang mit den verschiedensten Waffen. Schwertkämpfer, Stabkämpfer und noch viele mehr waren zu entdecken. Darunter auch einige Bogenschützen, was als Ninja vergleichsweise selten vorkam. Überwiegend wurden schließlich Kunais oder Shuriken benutzt.
Und plötzlich hielt Tsunade an. Sie waren bei einem Genin Team angekommen, bestehend aus einem Jungen mit langen braunen Haaren und weißen Augen, ein Mädchen, welche ihre Haare zu zwei Dutts zusammengebunden hatte und seltsames Duo in grün, welches als locker als Vater und Sohn durchgehen könnte. Doch Kin wusste genau, dass dem nicht so war. Er kannte die vier Ninja bereits, denn es handelte sich um Gai und sein Team.
Kaum hatte sie die Rückkehr von Tsunade bemerkt, war von Tenten ein extrem schriller Kreischlaut zu vernehmen, während sie mit großen Augen und einem breitem Grinsen auf ihn zustürmte. „Kin-chan!“, rief sie aus, während sie den kleinen Jungen an sich drückte und knuddelte. „Ich freue mich so, dass du auch mal wieder zu sehen bist.“
Von solch einer Reaktion war der kleine Engel etwas überrascht worden. Auch die Jungs aus dem Team waren etwas überrumpelt, von Tentens Attacke. Es dauerte daher einen Moment, den alle damit verbrachten das Mädchen fassungslos anzustarren, bis Neji sie schließlich mit den Worten „Lass den Knirps heile, sonst bekommen wir noch ärger von Kakashi!“ von dem Jungen wegzog.
Schnell verabschiedete sich Tsunade vom Hatake Sprössling und eilte schließlich zur Klinik, wo sie an diesem Tag noch einiges zu tun hatte. Unsicher sah Kin ihr einen Moment nach. Training war ja keine schlechte Idee gewesen, doch mit Gai und seinem Team? Der Jonin war ihm etwas suspekt.
Nur mit halben Ohr hörte er zu, als Gai irgendetwas von der Kraft der Jungend faselte und sich dann in einer äußerst albernen Pose einen ab grinste, wobei man überdeutlich seine strahlend weißen Zähne begutachten konnte. Geistig schwankte der Jüngste in der Runde zwischen Lachen und Weinen, wegen dieser mehr als dämlichen Vorstellung, während er körperlich nun überraschend ruhig war und abwartete.
Da nicht nur Kins Körper den übermäßigen Wunsch nach Beschäftigung hatte und Mr. Zahnpastalächeln gleich darauf erst einmal mit Lee beschäftigt war, spielten Kins gleichermaßen hyperaktive Gedanken ihn nun erst einmal einige Streiche. Amüsante Streiche! Im Geiste macht Kin sich ein Bild von Gai, vertauschte das Grün des Kampfanzuges mit einem hübschen Rosa und klebte ihm noch Flügelchen auf den Rücken. Das ganze wurde mit „Zahnfee“ signiert.
Zwanghaft unterdrückte Kin ein Kichern und verscheuchte diesen Gedanken schnell wieder. Um ja nicht nochmal auf solch einen absurden Einfall zu kommen, sah er angestrengt dabei zu, wie Lee sich mit Neji stritt.

Etwas abseits von dem ganzen Trubel hatte sich Kurama niedergelassen. Zwischen den Rucksäcken und Jacken des Teams döste er friedlich vor sich hin. Nur ab und zu schaute er mal auf, um nach seinem Sprössling zu sehen. Doch dem Jungen ging es gut. Weit besser als dem Team, welchem er gegen Mittag bereits die ersten Zeichen von Schwäche ansehen konnte.
Nach dem was der Fuchs mitbekommen hatte, sollten die Kids zunächst 50 Runden um ihren Trainingsplatz in der Halle laufen, um sich warm zu machen. Bereits hier artete es in einem kleinen Wettkampf aus, den Kin wohl sicher gewonnen hätte, wenn er seine Geschwindigkeit nicht zumindest soweit gezügelt hätte, dass Lee noch mit ihm mithalten konnte. Letztlich hatte Kurama noch mitbekommen, dass der Junge in Grün wohl ganz knapp gewonnen hatte.
Weiter ging es mit dem Kampftraining. Hier sollte Kin zunächst mit Tenten zusammen das Wurftraining machen. Da sich sehr schnell herausstellte, dass der kleine Hatake gleichermaßen Treffsicher war, wie die auf Fernkampf spezialisierte Kunoichi, wurde dies Training mit Neji kombiniert, den beide versuchen mussten mit ihren Waffen zu treffen – und Neji sollte die Shuriken und Kunai abwehren.
Schnell artete dies zum nächsten Wettbewerb aus, denn Tenten wollte es natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass der kleine Junge den Hyuuga offenbar besser treffen konnte, als sie. Nach einigen Minuten ging Gai jedoch dazwischen, da es für Neji nach mehreren Treffern doch langsam zu gefährlich wurde. Darauf bewarfen sich Kin und Tenten gegenseitig – oder genauer gesagt: Tenten bewarf Kin und er warf ihre Waffen ab, um nicht getroffen zu werden.
Das war der letzte Stand der Dinge. Nun machten Team Gai Mittagspause und saß am Rand des Platzes auf der Bank, während Kin mit dem Fuchs fangen spielte und nur ab und zu mal kurz bei ihnen auftauchte, um sich den Mund mit seinem Mittagessen vollzustopfen.
Immer wieder bekam er dabei erstaunte Blicke von den Genin zugeworfen, die jetzt schon teilweise ihre Grenzen erreicht hatte. Vor allem Tenten war bereits sichtlich aus der Puste, da sie die letzten Stunden mit Kin geübt hatte. Dem kleinen Jungen war jedoch keinerlei Erschöpfung anzusehen.
Das Grüne Duo besah den kleinen Hatake noch mit anderen Blicken. Die Kraft, die Ausdauer und die Fähigkeiten des Jungen brachten ihre Augen zum Glänzen. Ihr so hochgelobte Kraft der Jugend war deutlich bei Kin zu erkennen und beide waren mehr als Stolz darauf.
Angespornt von dem kleinen Kraftpaket beeilte sich Lee und schlang ein Essen regelrecht herunter. Nun war er an der Reihe mit Kin zu trainieren und nur wenige Minuten später begangen sie auch damit. Keine Stunde später ließ sich Lee erschöpft neben den anderen Genin nieder. Er war völlig geschafft, am Ende seiner Kräfte. Fast sein gesamter Körper tat ihm weh, dabei hatte der Junge ihn kaum getroffen.

Etwas Mitleid verspürte Kin schon, als er den Jungen in Grün halb sitzen und halb auf dem Boden liegend betrachtete. Diese Kinder waren alle ganz normale Menschen und noch dazu Kind. Mit einem Dämon konnten sie einfach nicht mithalten – und mit einem mondkrankem Dämonenkind schon gar nicht. Leider war es durch den Vollmond auch nicht ganz so einfach, die eigenen Kraft soweit im Zaum zuhalten, wie er das gern hätte. Zumindest hatte sich über die letzten Stunden sein übermäßiges Gezappel noch etwas weiter zurückgezogen, womit er nicht mehr ständig so aussah, als müsste er mal dringend aufs Klo.
Innerlich seufzend wand Kin sich nun Neji zu, der offenbar als nächstes mit ihm trainieren sollte – auch wenn dem jungen Hyuuga dies scheinbar nicht sonderlich zu gefallen schien. Neugierig betrachtete der kleine Dämon die Mimik seines Gegners. Ganz sicher war er sich nicht, was in dem Jungen vor sich ging. Zwei Möglichkeiten kristallisierten sich jedoch sehr schnell heraus, die Kin für am Wahrscheinlichsten hielt.
Bei der ersten Möglichkeit war Neji einfach nur genervt, dass er mal wieder mit einem kleinen Kind kämpfen musste, weil er das ja schon zuhause ständig musste, wenn er mal wieder zwangsweise mit seiner kleinen Cousine trainierte. Die andere Variante befasste sich mit Kin selbst und der Tatsache, dass er um so vieles stärker und ausdauernder war, als Neji selbst – was sicherlich stark am Stolz des Hyuugas nagte.
Durch das eher zögerlichen Verhalten des Älteren, vermutete Kin, dass es sich mehr um das Letztere handelte. Während Lee noch einfach drauf losgestürmt war und quasi mit dem Kopf durch die Wand wollte, so agierte Neji in ihrem kleinen Kampf äußerst bedacht und einigem Respekt vor dem kleinen Hatake. Einige Male hatte Kin sogar das Gefühl, als hätte Neji sogar etwas schiss vor ihm, was den kleinen Engel etwas schmunzeln ließ.
Den gesamten Kampfes über benutze Neji sein Bluterbe, das Byakugan. Doch nicht einmal schenkte Kin dieser Tatsache Beachtung, bis er während eines Schlagabtausches direkt in diese Augen sah und noch dazu eine seiner Hände auf Nejis Schulter lag.
Für einen kurzen Moment schien die Zeit still zu stehen, während Kins Geist in den weißen Seelenspiegeln versank. Jeder Aspekt des Dou-Jutsus wurde von den dämonischen Augen aufgefangen. Jede veränderte Faser, jede Nervenbahn und jeder Chakraanbindung konnte Kin erkennen – und seine eigenen Augen schienen sich das anpassen zu wollen, was sie zu sehen bekamen.
Von Neji blieb diese Reaktion auf seine Augen unbemerkt, jedoch ging der Kampf für ihn auch ganz normal weiter, weshalb er sich letztlich doch etwas darüber wunderte, dass Kin seinen letzten Schlag nicht mal versuchte hatte abzuwehren. Einige Meter war der Junge über den Hallenboden gerutscht, nachdem der Hyuuga ihn von sich gestoßen hatte und lag nun regungslos, alle Viere von sich gestreckt und mit weit aufgerissenen Augen auf dem Boden.
Die Blick geradeaus nach oben gerichtet lag er da, atmete schwer. Nach dem erhaltenen Schlag war die Welt um ihn herum seltsam Schwarz geworden. Alle Gegenstände, alle Lebewesen waren nur in Grautönen zu erkennen. Und dann waren da noch diese seltsamen bläulichen Linien und Punkte, die er in den Personen erkennen konnte. Nicht wissen, womit er es zu tun hatte, überkam ihm die Angst. Dieser seltsame Blick auf die Welt war mehr als gruselig. Tränen bildeten sich, liefen ihm die Wangen hinab und ein leichtes Zittern begleitete die leisen wimmernden Laute. Er wollte nur noch eines, dass es wieder aufhörte.

Unweit von ihm befand sich Neji, welcher die körperliche Reaktion von Kin mit seinem Byakugan beobachtete. Er hatte bereits eine Veränderung an seinem Gegner bemerkt, auch wenn er sich diese nicht so ganz erklären konnte. Das erhöhte maß an Chakra im Bereich um die Augen, sowie in den Augen war extrem und konnte nur von einem Dou-Jutsu stammen, doch was für eines hatte der Junge?
„Weint er jetzt, weil du ihn getroffen hast?“, wunderte sich Tenten neben Neji und jetzt vernahm auch er die wimmernden Laute des Jüngeren.
„Nein, das glaube ich nicht.“, antwortete er zunächst seiner Teampartnerin und ging schließlich einige Schritte auf den kleinen Hatake zu. Er konnte deutliche Verwirrung und Angst in dem Jungen erkennen. „Es scheint an seinem Dou-Jutsu zu liegen, auch wenn ich äußerlich keines erkennen kann – aber da ist auf jeden Fall etwas aktiv, sonst hätte er nicht soviel Chakra in den Augen.“
Auch die letzten Meter wurden von Neji überbrückt und er kniete sich zu dem Jüngeren. Kurz beendete er sein eigenes Bluterbe, um sie die Augen des Kindes aus normaler Sicht anzusehen, doch da war nichts. Sie sahen so aus, wie zuvor. Erneut mit Byakugan untersuchte er nochmal den Chakrafluss und versuchte mehr über das Dou-Jutsu herauszufinden.
Anwesenheit und Besorgnis des Hyuuga war Kin natürlich nicht entgangen, weshalb er näher zu dem Jungen gerutscht war und sich an ihn klammerte. Die seltsame Dunkelheit um ihn herum nahm einfach nicht ab und auch die leuchtenden blauen Linien brachten kein Licht in diese düstere Welt.
Verzweifelt schloss er mehrmals die Augen und öffnete sie wieder, doch seine Sicht wurde leider nicht wieder normal. Immer schlimmer bebte sein kleiner Körper vor Angst. Mit dieser für ihn unbekannten Situation war Kin völlig überfordert.
Was der Kleine sah, konnte Neji nicht einmal erahnen. Er konnte sich noch sehr genau daran erinnern, wie er sein Byakugan zum ersten Mal aktiviert hatte. Sein Vater und sein Onkel hatten ihn damals wochenlang darauf vorbereitet und doch hatte er beim ersten Mal einen ganz schönen schrecken bekommen. Damals war er in etwa so alt, wie Kin es derzeit war. Für Neji war es trotz entsprechender Vorbereitung schon schlimm gewesen und den kleinen Hatake traf es nun völlig unvorbereitet. Kein Wunder, dass der Junge sich fürchtete.
Eigentlich war es nicht Nejis Art, jemanden zu trösten, doch für Kin macht er nun eine Ausnahme, da sich der Jüngere eh schon an ihn klammerte, als wäre er nur bei ihm in Sicherheit. Beruhigend stricht er dem Jungen über den Rücken und versuchte ihn mir Worten zur Ruhe zu bringen. Vielleicht schafft Kin es ja, das Dou-Jutsu von selbst zu beenden, wenn er nicht mehr so panisch war.
Auch nach mehreren Minuten hatte sich an der Situation jedoch nichts geändert, weshalb Neji das Jutsu nun zwangsbeendete, indem er ganz einfach den Chakrapunkt blockierte, über welchen das Jutsu mit Energie versorgt wurde. Ganz kurz, nur wenige Sekunden, ließ er diese Blockade aktiv, ehe er den Punkt wieder freigab. Dieser kurze Moment hatte offenbar ausgereicht, um das Jutsu wieder in den Ruhezustand zu versetzten.
Langsam beruhigte sich auch der kleine Hatake wieder. Kräftetechnisch hatte ihm dieser enorme plötzliche Chakraverbrauch nicht geschadet, was wohl auch dem Vollmond zuzuschreiben war, doch hatte Kin größte Mühe seine Furcht wieder abzustreifen. Am Liebsten hätte er sich bei Kakashi an gekuschelt, doch war dieser leider nicht in der Nähe. Zwar wäre Kurama als Alternative auch noch da gewesen, aber bei dem Fuchs durfte ja niemand wissen, dass die Bindung zu ihm anders war, als man vorgab.

Während die Genin mittlerweile alle bei Kin saßen und scheinbar erfolgreich den Jungen tröstete und somit abgelenkt waren, hatte Gai das Gespräch mit Kurama gesucht.
Der Fuchs hatte Gai davon erzählt, dass der kleine Engel bereits das Sharingan von Kakashi kopiert hatte. Er vermutete nun, dass es während des kleinen Trainingskampfs erneut geschehen ist und diesmal Nejis Dou-Jutsu kopiert wurde. Beide waren sich nicht sicher, wie sie mit dieser Neuentdeckung umgehen sollten. Sie wussten nur, dass es nicht herauskommen durfte, was genau mit Kin geschehen war. Den Clans waren ihre Bluterbe heilig, weshalb dieser Fähigkeit des Jungen einigen nicht gefallen würde und andere würde eine enorme Macht darin sehen und sie für sich beanspruchen wollen.
Noch während sie darüber diskutierten, hatte Kin sich offenbar wieder völlig gefangen und alberte mit den drei älteren Kindern herum. Offenbar hatte der Junge genug vom Training und beschlossen, mit den anderen Dreien zu spielen – wobei auch ein Spiel zum Training werden konnte. Vor allem wenn es sich um ein Fangspiel handelte und die Genin den kleinen hyperaktiven Engel wieder einfangen sollten.

Es war bereits später Nachmittag, als sich schließlich auch Gai völlig erschöpft bei seinen Genin niederließ. Jeder hatte mit dem kleinen Hatake trainiert, Gai am Längsten – und alle waren sie nun völlig am Ende. Die Ausdauer des Jungen war gewaltig. Während das gesamte Team sich wünschte, dass man sie von diesem Jungen erlöste, war bei Kin noch immer kein Ende in sich. Er fühlte sich noch genau so fit, wie am frühen Morgen. Nicht einmal der Zwischenfall mit dem Dou-Jutsu hatte seine Kraftreserven groß beansprucht, weshalb er noch immer putzmunter mit dem Fuchs fangen spielte.
Allein Gai wusste von den Vier Ninja, dass der hyperaktive Zustand des Jungen, welcher offenbar mit dem Mond zusammen hing, für die derzeitig unerschöpflichen Kraftreserven verantwortlich war. Da er bereits von Kakashi in Kins Dasein als Engel eingewiesen wurde, hatte Tsunade ihm davon erzählt. Allerdings hätte er es nie im Leben für möglich gehalten, dass der Knirps derart anstrengend sein konnte.
Noch immer war Lee Feuer und Flamme für diesen Energie geladenen kleinen Jungen. Auch wenn der Tag anstrengend war, er mochte den Jüngeren und beobachtete den Kleinen genauestens.
„Die Kraft der Jugend!“ säuselte er schließlich, weil dieser Knirps wirklich keine Grenzen hatte. Das konnte nur mit der Mentalität von seinem Sensei Gai zusammen hängen, doch wie kam es, dass der kleine Hatake dieses Motto bereits verinnerlicht hatte? War ja auch egal!
„Kommt mir jetzt ja nicht mit der »Kraft der Jugend«!“, sprach Neji leicht gereizt. Dieses Motto von seinem Sensei ging ihm schon am ersten Tag auf den Sender. Bei diesem Jungen schien es allerdings zu stimmen. „Bei dieser Jugend bekommt sogar ihr beide Probleme.“
Ein einheitliches Seufzen schien diese Aussage zu bestätigen. Auch Gai musste einsehen, dass Neji mit seinen Worten richtig lag. Es war schon sehr lange her, dass er sich derart kraftlos fühlte. Eigentlich hatte dies bisher nur sein Vater Dai mit seinem Training geschafft. Wie schaffte es Kakashi nur, dieser Zwerg länger als ein paar Stunden zu überleben?
„Wenn wir morgen nochmal auf Kin aufpassen müssen, melde ich mich Krank.“ hörte der Jonin neben sich die Kunoichi sagen und er musste ihr recht geben. Nochmal würde auch er das nicht mitmachen.
„Ich gehe morgen früh zum Hokage und besorge uns eine Mission.“ Die Begeisterung in den Augen der Genin war schon fast greifbar, als Gai dies sagte. Scheinbar machte jeder von ihnen lieber eine Mission, als Babysitten bei Kin. Zum Schrecken des Jonin sollte es jedoch gar anders kommen, als geplant.

Am nächsten Morgen stand er beim Hokage im Büro und bettelte um eine Mission. Der Trainingstag mit einem vom Mond beeinflusstem kleinen Engel, hatte auch bei ihm seine Spuren hinterlassen.Trotz aller Fitness und seiner »Kraft der Jugend«, hatte Gai tierischen Muskelkater. Das war ihm zuletzt als kleines Kind passiert, als er noch nicht einmal Genin war. Wenn sein Vater das wüsste, der würde sich im Grabe herumdrehen vor Scham.
„Ich habe derzeit nur eine Mission, welche du übernehmen kannst. Allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die dir und deinem Team gefällt.“ deutete der Hokage an und verriet zunächst nicht, worum es dabei ging.
Er ahnte schon, warum Team Gai unbedingt eine Mission wollte. Am Vorabend war Tsunade noch bei ihm gewesen und hatte ihm von Kins Tag berichtet und auch, dass sie für den nächsten Tag wohl eine alternative brauchte, weil das Team den Stress sicher nicht noch einmal mitmachen würde.
„Völlig egal, wir machen alles. Hauptsache wir haben heute eine Mission.“ Innerlich stellte sich Gai bereits auf das Sammeln von Müll und vergleichbare Aufgaben ein. So schlimm konnte die Mission ja nicht werden.
„Gut, ich brauche einen Babysitter, für so … sagen wir mal 5 Stunden.“ Entsetzt starrte der Jonin das Dorfoberhaupt an. Sein Gefühl sagt ihm, dass dieser Babysitterjob genau bei dem Kind ist, vor dem sich eigentlich zu flüchten versuchten.

ENDE dieser Version – abgebrochen wegen Reload

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Eine Antwort zu [KH-alt] Kapitel 41 – Die Kraft der Jugend

  1. biller angelika schreibt:

    ich mag deine alte version sehr gerne und finde es schade das es nicht weiter geht.
    aber die neue mag ich genauso.
    lg
    angie1804@

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