[KH-alt] Kapitel 36 – Ich bin ein Hatake!

Es war Mittag geworden und die Schüler wurden in die Pause entlassen. Die älteren Schüler hatten alle ihre speziellen Ecken in denen sie abhingen, während die Jüngeren sich noch mit den kindlicheren Dingen beschäftigten, wie fangen oder verstecken spielen.

Von Iruka war Kiba damit beauftragt worden auf Kin aufzupassen. Beide hockten sie vor der Wand der Trainingshalle, in welcher sie als nächstes Unterricht hatten und spielten dort mit Akamaru. In ihrer Nähe befanden sich auch viele andere Schüler aus ihrer Klasse, wie Choji und Shikamaru, die nicht weit von ihnen auf dem Boden saßen und die letzte Unterrichtsstunde ausdiskutierten. Shino stand neben ihnen und lehnte sich an einen Baum und als einziges Mädchen in der Runde hatte sich Hinata neben Shikamaru niedergelassen und hörte den Jungs einfach nur zu. Einige Schritte weiter an der Mauer stand dann noch der ‚Godlike‘ Uchiha und versuchte so gut es ging seinen Fanclub zu ignorieren.
Wieder und wieder hörte Kin die überdeutlichen Geräusche von Chojis Fresssucht. Eine Chipstüte nach der anderen wurde aufgerissen und geleert. Immer wieder wurden dem Akimichi deswegen etwas verwirrte Blicke von Kin zugeworfen. Früher hatte es ihn nicht gestört, dass der Junge soviel aß. Auch jetzt störte es ihn nicht wirklich. Diese (in seinen Ohren) extrem lauten Geräusche, die durch die Chips entstanden, waren jedoch sehr ungewohnt und sie dauerhaft zu ertragen war recht anstrengend. Er hatte es definitiv leiser in Erinnerung.
Die Blicke von Kin waren von Choji und Shikamaru natürlich nicht unbemerkt geblieben. Der Effekt bei dem Daueresser war, dass er noch mehr und noch schneller seine Nahrung in sich hinein stopfte. Bei ihm war nun Frust fressen angesagt, da er Kins Blicke als abwertend deutete, weil er über etwas mehr Kilos verfügte als andere.
Damit sich der bevorstehende Streit nicht noch weiter hinaus schob und sein Kumpel sich endlich wieder entspannen konnte, versuchte Shikamaru das Problem anzugehen, ohne dass sich beide Seiten die Kopfe einhauten. Alle kannte sie Iruka zu gut, um sich mit ihm anzulegen und wenn Kin in einen Streit verwickelt werden sollte, dann wäre ihr Sensei sicher sehr schlecht auf sie zu sprechen.
„Kin, warum schaust du Choji ständig an?“, wollte der Nara zunächst wissen in der Hoffnung, dass es bei dem Knirps vielleicht ganz andere Gründe haben könnte. Auch wenn der Junge offensichtlich sehr intelligent war, er wollte einfach nicht glauben, dass Kinder in diesem jungen Alter bereits von den Vorurteilen ihrer Mitmenschen beeinflusst wurden.
Kin reagierte auf die Frage und drehte sich zu ihnen. Bevor er jedoch zu einer Antwort ansetzten konnte, übernahm ein grinsender Kiba dies für ihn. „Ganz einfach, weil Choji Fett ist und ständig dieses fettige Zeug in sich rein stopft.“
Innerlich klatschte sich Kin zunächst seine Hand vor die eigene Stirn und verprügelte darauf den Hundejungen im Geiste. Musste Kiba immer so eine große Klappe haben? Äußerlich versuchte Kin überwiegend neutral zu wirken und auch etwas verwirrt. Er durfte die Aussage immerhin nicht verstehen, da er mit dem menschlichen Verhalten noch nicht so gut umgehen konnte.
Während Shikamaru Kiba wegen dessen Worte anfuhr und Choji sein allseits bekanntest „Ich bin nicht Fett!“ von sich gab überlegte der Hatake fieberhaft, wie er sich aus dieser Situation retten konnte. Er hatte bereits bewiesen, dass er intelligent war, doch er durfte auch seine vergangenheitsbedingte Unwissenheit bezüglich menschlichen Handels nicht außer acht lassen. Einen Mittelweg zu finden, der ihn sowohl als schlau wie auch als unwissend darstellte, war daher gar nicht so einfach.
Erneut frage Shikamaru den Jungen, doch Kin ignorierte den Nara einfach und versteifte sich auf etwas anderes. „Fett? Versteh ich nicht. Was meinst du damit?“, fragte der Junge an Kiba gewandt und schient dabei nun erst recht verwirrt.
„Schau dir die Speckschwarte doch mal an. Bei Choji sind einige Kilos zu viel. Deswegen ist er Fett.“, versuchte der Inuzuka mit einigen sehr abwertend klingenden Worten zu erklären und bei jedem dieser Worte wuchs die Wutader auf Chojis Stirn weiter an.
Der Wutausbruch stand kurz bevor, doch noch konnte Kin ihn abwenden, wenn er es klug anstellte – und wenn Kiba etwas weniger Müll abließ. „Und deswegen beleidigst du ihn?“, fragte er an den Hundejungen gewandt. „Nur weil er mehr Körpermasse hat?“
„Na ja …“ Weiter ließ Kin den Inuzuka lieber nicht sprechen. Wer weiß, was der sonst wieder für Unsinn von sich gab. Lieber wandte er sich nun an Choji, um das Gespräch in die richtige Richtung zu lenken „Du bist ein Akimichi, oder?“
Der Angesprochene war viel zu überrascht davon, dass der Knips sich so plötzlich ihn wand und bestätigte die Frage nur mit einem Nicken. Für einen kurzen Moment wirkte Kin nun etwas nachdenklich und legte sich seine Worte zurecht. „Papa hat mir erzählt, dass eure Art zu kämpfen mit einer besonderen Fähigkeit zusammen hängt, für die ihr eure Fettzellen benötigt. Deswegen esst ihr sehr viel und seid auch etwas fülliger, da es für euren Kampfstil notwendig ist. War das richtig?“
„Ja, das stimmt.“, bestätigte Choji erstaunt. Er war überrascht von Kins Wissen und von der Erklärung, die der Junge vorgetragen hatte. Sie war rein sachlich geblieben und er hatte keinen abwertenden Unterton heraushören können.
„Ich hab kein Problem damit, dass du mehr isst oder mehr Kilos hast. Es ist halt ein Teil von dir.“ Grinsend betrachtete er den noch immer verblüfften Akimichi, der nicht so recht wusste, was er dazu sagen sollte.
Der Nara hatte nur stumm zugehört und war über die Worte des Jüngeren ebenfalls erstaunt. Seine Frage hatte er darüber natürlich nicht vergessen und sie war auch noch nicht beantwortet. „Und warum hast du ihn dann ständig angesehen?“
„Die Geräusche.“ Kins Antwort war wohl zu knapp ausgefallen. Seine älteren Mitschüler verstanden offenbar nicht, worauf er hinaus wollte, weshalb er nun zu einer genauere Erklärung ansetzte. „Kiba durfte schon feststellen, dass meine Nase mit seiner durchaus mithalten kann. Meine Ohren arbeiten auch besser, wodurch ich die Geräusche in der Umgebung lauter wahrnehme, als es bei anderen Personen der Fall ist. Wenn man sich die Chipstüten und das Chips essen über Stunden anhören muss, dann wird es echt unangenehm.“
Erneut verblüffte Kin die Älteren mit seiner Aussage. So ganz glauben konnte sie es jedoch nicht, was der Jüngere da von sich gab. „Wie stark ist dein Gehör denn ausgeprägt?“, wollte Shikamaru dann wissen und alle Augen ruhten neugierig auf dem Jüngsten in ihrer Runde.
„Hm.“ Konzentriert schloss Kin die Augen und versuchte nur auf die Geräusche zu achten. Da waren ganz viele Kinder, um sie herum, die spielten oder miteinander redeten. Dies war allerdings zu offensichtlich, weshalb er sich etwas anderes in der Nähe suchen musste. Als er die Augen wieder öffnete zeigte er rechts von sich zu einer Seitenstraße, in die man vor ihrer Position aus nicht hinein sehen konnte. „Etwa 200m in die Straße hinein spielt ein kleiner Junge mit einem Ball. Sein Name ist Dai. Er schießt ihn immer wieder gegen die Hauswand und wird dafür gerade von seiner Mutter ausgeschimpft, weil sie ihm das verboten hat.“, erklärte er Kin seinen Mitschülern, die ihn verblüfft anstarrten. Damit hatten sie jetzt nicht gerechnet.
„D-das S-stimmt.“, kam kurz darauf von Hinata, die Kins Aussage mit ihrem Byakugan überprüft hatte. Sie konnten es kaum fassen und Shikamaru wollte Kin schon eine weitere Frage stellen, doch er kam nicht dazu. Von jetzt auf gleich war der Junge verschwunden, weshalb die Schüler erneut verblüfft aus der Wäsche schauten.

Auf einem anderen Teil des Pausenhofes hatte sich Kin auf einem höheren Ast niedergelassen und betrachtete das Bild, dass sich ihm bot. Leider Gottes kein schönes Bild, doch gerade deswegen konnte er seinen Blick nicht davon abwenden. Dort unten waren zwei seiner Freunde, sowie drei Personen, die er schon seit Jahren nicht mochte.
Cody, Kisuke und Bunta aus dem 5. Jahr waren drei richtige Schlägertypen. Früher war er immer ihr Lieblingsopfer gewesen, da Naruto von jedem verhasst war und er sich auch nie gegen diese Drei gewehrt hatte. Nun wo ihr Lieblingsopfer nicht mehr existierte, hatten sie sich ein neues Zielobjekt gesucht.
Nach dem, was er von seiner Position aus zu hören bekam, war ihr neues Ziel offenbar Hanabi – und Konohamaru hatte versucht ihr zu helfen. Damit stand der junge Sarutobi allerdings allein gegen die drei älteren Schläger, da sich niemand von den Jüngeren traute ihnen entgegen zu treten.
Der Junge, den Kin als Kisuke erkannte, stand etwas abseits und hielt mit einer Hand Hanabi fest, damit sie sich nicht wehren konnte, während er mit der anderen Hand ihren Mund zuhielt. Wirklich auf sie achten tat er jedoch nicht, da er nicht davon ausging, dass sie sich befreien könnte, oder ihr jemand zu Hilfe kam. Die anderen Beiden bearbeitete Konohamaru, der einiges an Prügel einstecken musste.
Niemand auf dem Pausenhof interessierte sich für die Prügelei. Niemand versuchte dazwischen zu gehen oder die Lehrer zur Hilfe zu holen. Sie schauten einfach alle weg, wie immer. Kin konnte es nicht fassen. Er selbst hätte keine große Probleme dazwischen zu gehen, doch er durfte nicht zeigen, wie stark er war. Zudem war er sich nicht sicher, ob er seine Kraft und seine Emotionen gut genug kontrollieren könnte, um seine Gegner nicht schlimmer zu verletzen als nötig.
Nochmals schaute Kin sich um, doch bisher hatte sich scheinbar niemand gerührt. Seine eigene Klasse saß noch an der gleichen Position und wunderte sich über sein plötzliches Verschwinden. Zwar würden sie gleich beginnen ihn zu suchen – Und das würden sie mit Sicherheit, da sie alle viel zu viel Angst vor Iruka und seiner Reaktion hatten, wenn sie ihm erzählen müssten, dass sie sein Patenkind verloren hatten. – doch bis sie hier auftauchen würden, konnte Kin nicht warten. Er musste selbst etwas unternehmen, so schwer ihm das auch fiel.
>Konzentrieren! Nicht ablenken lassen! Die Kontrolle behalten!<, sagte sich Kin mehrmals in Gedanken und atmete darauf mehrmals tief durch. Er wusste, dass er dazu fähig war. Die Jungs zu besiegen war für ihn weniger das Problem. Sie nicht zu sehr zu verletzen war da schon schwieriger. Da bislang noch niemand anderes den Hintern hochbekommen hatte, blieb es nun an ihm hängen.
Vorsichtig kam er von seinem Ast herab und bemühte sich nicht bemerkt zu werden. Das war einfacher als gedacht, da die Schläger viel zu sehr mit ihrem Vergnügen beschäftigt waren, als auf die Umgebung zu achten. Als ersten Gegner nahm Kin sich den Jungen vor, der Hanabi festhielt. Mit einem gezielten Tritt in die Kniekehle und einem leichten Schubser in den Rücken zwang er ihn dazu, dass er seine Arme anders beschäftigte und somit von dem Mädchen abließ. Um nicht unsanft mit dem Boden in Kontakt zu treten, hatte Kisuke seine Arme vor das Gesicht gerissen. Kin war sehr froh darüber, dass er es wirklich geschafft hatte den Jungen nicht groß zu verletzten. Dafür musste jetzt aber dessen Stolz herhalten und noch eine Ladung Spott kassieren, ehe er sich an die anderen Jungs machte. Einige schnelle und gezielte Griffe an den Hosenbund des älteren Schülers folgten und Kisuke kniete in Unterhose auf dem Schulhof.
„Na, vermisst du was?“, grinste Kin frech und wedelte mit der Hose seines Opfers, die er seiner bereits anwachsenden Zuschauermenge vor die Füße warf. Gekicher war von den Schülern zu hören und einige zeigten grinsend auf den Jungen in der Unterhose.
„Geht es dir gut?“, fragte er an Hanabi gewandt und betrachtete sie kurz. Sie zitterte leicht und atmete etwas schneller, doch ansonsten schien es ihr gut zu gehen. Ein Nicken ihrerseits bestätigte dies, was Kin etwas beruhigte.
„Traust du dir zu, mir zu helfen?“ Überrascht über die Frage schaute sie Kin für einen Moment fassungslos an und nickte dann erneut. Zum Sprechen war sie wohl noch zu geschockt. Zudem ruhten ihre Augen nun auch wieder auf Konohamaru, der noch immer am Boden lag und die Arme um den Bauch geschlungen hatte.
„Hol ihn da weg, wenn sich eine Gelegenheit ergibt.“, meinte Kin noch und wandte sich seinen nächsten Gegnern zu. Auf eine Antwort wartete er nicht. Für ihn ging es jetzt in die nächste Runde.
Die anderen Beiden hatte bereits von Konohamaru abgelassen, als sie bemerkten, dass jemand so dumm war sich einzumischen. Als sie sahen, wer der Übeltäter war und was er mit ihrem Kumpanen gemacht hatte, brachen beide in schallendes Gelächter aus. Kisuke hatte sich doch tatsächlich von einem Zwerg besiegen lassen.
Aus dem Augenwinkel heraus konnte Kin sehen, wie die Menge an Schülern immer mehr wurde. Keiner wollte offenbar verpassen, wie das allseits bekannte Schlägertrio von einem Knirps verdroschen wurde. Auch seine Klassenkameraden konnte er in der Menge ausmachen. Sie versuchten sich einen Weg durch die Masse zu bahnen und ihm zur Hilfe zu kommen.
Ein kleines kaum wahrnehmbares Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Jetzt konnten die Typen was erleben. Langsam und relaxed ging er auf beide zu. Noch immer lachten sie und waren der Meinung, dass dieser kleine Junge ihnen nicht gefährlich werden konnte. Wenn sie sich da mal nicht täuschten!
Kurz bevor Kin bei ihnen ankam griffen sie ihn halbherzig an, nicht ahnend in welche Probleme sie sich damit begaben. Von Kin unbemerkt waren auch die Lehrer auf dem Schulhof eingetroffen, da offenbar doch jemand zu ihnen gelaufen war, um sie zu alarmieren. Sie waren gerade in Sichtweite des Schauplatzes gekommen, als der Angriff auf Kin erfolgte. Für eine Reaktion ihrerseits reichte die Zeit jedoch nicht aus. Staunend sahen sie mit an, wie der kleine Junge sich wehrte und die beiden Älteren so problemlos gegeneinander ausspielte.
Zuerst fing Kin die Faust von Cody ab und schleuderte sie Bunta entgegen. Darauf schubste er den Ersten, so dass dieser auf den Zweiten fiel und beide einige Meter über den Schulhof rollten. Sichtlich angepisst griffen sie erneut an, diesmal jedoch nicht halbherzig, sondern mit vollem Elan. Erneut fing Kin die Fäuste ab und schubste seine Gegner fort. Cody nach rechts und Bunta nach links, wodurch er nun genau in der Mitte von ihnen stand.
Jetzt wurde es etwas gefährlicher, aus der Sicht der Zuschauer zumindest, denn die beiden Älteren kamen auf die glorreiche Idee, dass sie ja auch ihre Waffen benutzen konnten. Auf ein Zeichen des Zweiten hin, dem Kin den Rücken zudrehte, zogen sie je einen Kunai aus der Tasche und setzten zum Wurf an.
Die Lehrer wollten bereits dazwischen gehen, doch Iruka hielt sie auf. Begeisterung verspürte er zwar nicht gerade, da ihm dieser Zwischenfall ganz und gar nicht in den Kram passte, doch Kin hatte sich bisher gut geschlagen. Verständnislos warfen sie ihrem Kollegen einige sehr unsichere Blicke zu, doch der Umino hatte sich bereits zu entschlossen, dass Kin diesen Kampf selbst beenden sollte.
„Mischt euch nicht ein. Ich kenne ihn und seine Fähigkeiten. Er schafft das allein.“ Hoffe Iruka zumindest. Er wusste, das Kin zu mehr fähig war, als er es von Naruto gewohnt war. Wie weit dieses mehr ging, dass wusste er jedoch bislang noch nicht.
Die Kunais flogen und kamen Kin immer näher. Gleich würden sie ihn erreichen. Den kleinen Hatake störte dies jedoch nicht weiter. Das erste Kunai fing er ab und vollzog eine halbe Drehung, mit welcher er sich den Schwung holte, um Cody, den Werfer des zweiten Kunais, mit der Jacke an dem Baum anzupinnen, der sich hinter diesem Jungen befand. Noch im Wurf fing er das zweite Kunai ab und drehte sich weiter, um die halbe Drehung zu einer Ganzen auszuweiten. Nun stand er seinem letzten Gegner gegenüber, der Fassungslos einen Kumpanen anstarrte und offenbar noch nicht ganz gerafft hatte, was da eben passiert war.
Bunta war nun der Letzte des Trios. Er fing sich recht schnell und zog ein weiteres Kunai, welches er fest umklammerte. Nun waren sie beide bewaffnet. Wieder rannte er auf seinen viel jüngeren Gegner zu, doch Kin schüttelte nur verächtlich den Kopf.
„Also wirklich! Diese Art von Angriff ist so was von unprofessionell.“, gab der Jüngere von sich, während er spielend leicht dem Hieb auswicht. Kurz darauf prallte Metall gegen Metall.
Mit seiner Aussage hatte Kin seinen Gegner ganz schon aus der Fassung gebracht, was dem kleinen Hatake ein Kichern entlockte. Als ihre Kunai sich berührten, beschloss er den Kampf ein Ende zu setzten. Wie schon bei Kisuke griff er an den Hosenbund und öffnete diesen mit einer schnellen Handbewegung, worauf dem Älteren die Hose vom Hinterteil rutschte. Er stolperte, fiel hin und noch während er bei Bodenkontakt schmerzhaft aufstöhnte näherte sich Kin und hielt dem Jungen sein Kunai an den Hals.
„Nette Shorts!“, stichelte der Jüngere, worauf hin der Besiegte knallrot anlief. Grundlos hatte Kin seinen Gegner nicht darauf angesprochen, denn die Unterhose war mit einem sehr hübschen rosa Blütenmuster versehen.

Der Kampf war zu Ende und die Lehrer nahmen die besiegten Raufbolde in Gewahrsam. „Ich kann es nicht glauben, dass wir von einem 6jährigen besiegt worden sind. Von einem Anfänger!“, schimpfte Cody, was bei Iruka für einen kleineren Lachanfall sorgte.
„Er nicht 6 sondern 4.“, erklärte er darauf seine Belustigung und Kin setzte in einem äußerst beleidigtem Ton noch eins nach. „Und ich bin auch kein Anfänger.“
„W-was? Du bist erst 4?“ Die Umstehenden staunten nicht schlecht über diese Aussage. Sie hatten den Jungen definitiv Älter eingeschätzt.
Das Schlägertrio sah zudem noch beschämter drein, da sie sich von einem Vorschüler besiegen lassen hatten. Aber er hatte doch gesagt, er sei kein Anfänger. Wie konnte das sein? „Wenn du kein Anfänger bist, was bist du dann?“, wollte ein Junge dann wissen, der Bunta verteufelt ähnlich sah.
Die Arme hatte der kleine Ninja vor der Brust verschränkt und in seinem Blick war deutlich zu lesen, wie beleidigt er derzeit war. Er wusste was er war und wie er es am besten rüber brachte. Er machte es einfach wie Sasuke! Obwohl, dass war dann wohl doch etwas zu viel des Guten. Mit einem großen Maß an Stolz und einem Hauch Arroganz in den Augen ging er an den anderen Schülern vorbei in Richtung Trainingshalle und wusste ganz genau, dass er heute allen gezeigt hatte, wozu er fähig war.
„Ich bin ein Hatake!“, sagte er schließlich.
Ja, das war er und alle wussten nun, dass er ein ernstzunehmender Gegner war. Etwas stolz war er wirklich. Er hatte seine Freunde beschützt und es dabei sogar geschafft, dass seine Gegner weitgehendst unbeschadet aus dem Kampf kamen. Bis auf einige kleine Schrammen und die verlorene Würde fehlte es ihnen an nichts. Er selbst hatte natürlich nichts abbekommen!

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