[KH-alt] Kapitel 3 – Vertrauen

Es waren schon einige Stunden vergangen, seid Tsunade mit dem Hokage gesprochen hatte. Der Abend war angebrochen und das Dorf hatte sie bereits verlassen. Der Hokage der dritten Generation saß noch immer in seinem Büro und dachte über die Situation nach. Er hatte schon eine Möglichkeit für Kins Unterricht ausgetüftelt, nur wusste er nicht, was Kakashi davon halten würde. Eines wusste der Hokage jedoch. Er brauchte dafür etwas Hilfe.

Ein Klopfen riss ihn aus seinen Gedanken und nachdem er mit einem ‚Herein‘ bestätigt hatte, das der Klopfende eintreten durfte öffnete sich die Tür und sein Sohn Asuma betrat das Büro.
„Du wolltest mich sprechen, Vater?“
„Ich habe etwas mit dir vor. Du wirst mich gleich begleiten.“, deutete dieser an und räumte einige Akten zurück in eine Kiste.
Leicht verwundert betrachtete Asuma seinen alten Herrn und wartete geduldig, bis dieser fertig war. Jedoch ging es nicht sofort los. Der Hokage lehnte sich darauf mit seiner Hüfte an seinen großen Schreibtisch und musterte seinen Jungen genau, während er überlegt, ob er wirklich das richtige Tat.
„Bevor wir jedoch dorthin gehen, muss ich eines Klarstellen!“, begann der Ältere und sah seinen Sohn scharf an. „Alles, was du heute Abend hören wirst, unterliegt absoluter Geheimhaltung. Du darfst mit NIEMANDEN darüber reden. Mir wäre es selbst lieber, wenn ich nicht noch weitere in dies Thema mit einbeziehen müsste, doch brauche ich noch eine weitere Person, der ich vertrauen kann. Du bist mein Sohn Asuma… und ich vertraue darauf, das du keine Scheiße baust!“ Den letzten Satz hatte der Hokage mit einer solchen Härte ausgesprochen, das Asuma fast vor Schreck die Zigarette aus dem Mund gefallen wäre.
Einen Moment brauchte er um das gesagte zu verdauen.>Ui… Worum auch immer es geht, das muss ein heikles Thema sein! War das nun eine Bestätigung dafür das er mir vertraut oder eine Drohung, damit ich es nicht vermassle? Ich sehe es mal als beides an.< Letztlich nickte er seinem Vater zur Bestätigung zu dieser setzte sich nun auch in Bewegung und verließ den Raum.

Einige Minuten später standen sie vor Kakashis neuer Wohnung. Asuma war überrascht Kakashis Namen an der Klingel zu lesen, denn er wusste bisher noch nicht, das dieser umgezogen war. Als Kakashi dann die Tür öffnete und ohne Maske vor Asuma stand, war der Mann so geschockt, das ihm diesmal wirklich die Zigarette aus dem Mund fiel. >Was ist den hier los? Da ist doch was Faul!<, dachte er sich und musterte seinen Freund misstrauisch aber auch interessiert, den auch Asuma hatte Kakashi bisher nicht ohne die Maske sehen dürfen.
„Nabend.“, grüßte der Hatake und schmunzelte, als er sah, das Asuma doch wirklich die Zigarette verloren hatte. „Gut das du deine Zigarette schon verschwinden lassen hast. In meiner neuen Wohnung wird nicht mehr geraucht!“, deutete er noch an und ließ die beiden Männer eintreten.
Im Wohnzimmer angekommen sahen sie Kin vor dem Couchtisch knien. Er hatte Essstäbchen in der Hand und versuchte damit Gummibärchen aus einer Schale bis in seinen Mund zu führen, was jedoch nicht so klappen wollte, wie der kleine Junge das offenbar gern hätte.
„Du kannst ihn aber nicht nur mit Gummibären füttern.“, meinte der  Hokage, als er dies sah.
„Er hatte vorher auch richtiges Abendbrot. Das ist jetzt nur zur Beschäftigung. Lernen muss er ja eh, wie man mit den Stäbchen isst. Und solang er Spaß daran hat…“
Asuma stand noch in der Tür zum Wohnzimmer, hatte sich an den Türrahmen gelehnt und beobachtete, wie sein Vater sich zu dem kleinen Jungen auf das Sofa setzte, während Kakashi sich neben diesem auf den Boden niederließ. Erstaunt betrachtete er die Szene und auch den Knirps, welcher eine starke Ähnlichkeit mit Kakashi hatte.
„Tsunade hat erzählt, das er jetzt einige neue Worte sagt.“
„Ja, da hat er gestern mit angefangen. Heute Mittag hat er sogar Tsunade als Oma bezeichnet.“
„Das hat sie mir auch erzählt.“, schmunzelte der Hokage und streichelte dem kleinen Jungen über den Kopf. Dieser hatte bisher hoch konzentriert mit den Essstäbchen gearbeitet und noch gar nicht bemerkt, das sie nun Besuch hatten. Leicht zuckte er zusammen und sah sich nach dem Besitzer der Hand um, welchen er dann anlächelte.
„Schau mal Kin, wen ich mitgebracht hab.“, meinte der Alte und zeigte Richtung Tür. „Das ist mein Sohn Asuma.“ Kin schaute den Mann an der Tür verwundert an und musterte diesen – und Asuma starrte zurück.
„Sohn?“, meinte Kin kurz darauf in einem fragenden Ton, schüttelte einen Moment später den Kopf und widmete sich wieder seinen Gummibären.
„Was? Glaubst du mir etwa nicht?“, fragte der Hokage darauf leicht verwundert. Asuma war ebenfalls verwundert. Langsam löste er sich von der Wohnzimmertür und ging auf das zweite Sofa zu, um sich gegenüber von seinem Vater niederzulassen. Den kleinen Fuchs, neben den er sich gesetzt hatte, beachtete er dabei nicht.
Kin warf einen weiteren Blick auf Asuma, der nun vor ihm auf dem Sofa saß und schaute diesen nochmals an, bevor er mit einem „Nein“ antwortete.
„Warum nicht?“, wollte diesmal Asuma wissen und wartete einige Minuten vergebens auf eine Antwort. Kin hingegen durchlöcherte diesen mit seinen Blicken und schien angestrengt nachzudenken. Letztlich bekamen die Erwachsenen ihre Antwort: „Zu Alt“
Während diese Aussage bei Vater und Sohn Sarutobi auf Unverständnis stoß, da sie unter anderem nicht verstanden, wie es gemeint war, ließ Kakashi sich nach hinten wegfallen und hielt sich den Bauch vor lachen. Kurama kringelte sich ebenfalls vor lachen, was Asuma zusätzlich verblüffte, da er den Fuchs zuvor für ein Kuscheltier gehalten hatte.
„Ich versteh gerade nicht so ganz, wie er das meint.“, gab der Hokage zu und beobachtete weiter den kleinen Jungen.
Es dauerte einige Minuten, bis Kakashi sich wieder so weit im Griff hatte, das er den Kage über Kins Gedanken aufklären konnte: „Das kann ich dir erklären. Asuma ist zu Alt, um ein Kind zu sein, weshalb er – in Kins Augen – nicht dein Sohn sein kann. Tja, die Logik eines Kindes…“ Nun mussten auch die Sarutobis lachen.
„Kin, wir waren alle mal kleine Kinder. Auch der Hokage war mal so ein Knirps wie du.“, erklärte Kakashi darauf seinem Sohn. Kin starrte seinen Vater darauf ungläubig an. „Wenn du mir nicht glauben will, dann versuche ich es mal anders. Schau mal: So hab ich ausgesehen, als ich noch so klein war, wie du jetzt.“ Kakashi machte ein Fingerzeichen und verwandelte sich mit dem ‚Henge‘ in eine kleinere Ausgabe von sich selbst. Kin machte große Augen, als sein Vater plötzlich selbst aussah, wie ein kleines Kind.
„Jetzt könntet ihr als Zwillinge durchgehen.“, merkte Asuma an, da die Ähnlichkeit zwischen Kakashi und Kin nun noch besser zur Geltung kam. „Wer ist der Knirps eigentlich?“
„Stimmt, den haben wir dir noch gar nicht vorgestellt.“, stellte der Hokage darauf fest. „Asuma, das ist Kin. Kakashis Sohn.“
„Aha.“ >Kakashi hat einen Sohn? Gut, die Ähnlichkeit ist unverkennbar, aber… HÄ?< Verwirrt betrachtete Asuma den kleinen Jungen. Zum einen konnte er nicht glauben, das sein Freund auf einmal einen Sohn hatte und zum anderen hatte er noch immer die Worte seines Vaters im Kopf. „Und deswegen hast du mich eben so angefahren? So wie du auf Geheimhaltung aus wahrst, dachte ich, es ginge um eine Art Staatsgeheimnis. Das ist ein Kind!“
„Genau, das ist ein Kind… UND unser Staatsgeheimnis. Aber das verstehst du gleich, wenn wir es dir genauer erklärt haben.“, deutete der Hokage darauf an und wandte sich zu Kakashi. „Bekommst du den Jungen gleich ins Bett? Er sollte nicht dabei sein, wenn wir Asuma in diese Kleinigkeit einweihen.“
„Das schaff ich schon.“, meinte der Angesprochene darauf und erhob sich. „Los Kin, ab ins Bad!“ Kaum hatte Kakashi dies gesagt, verschwand der Junge auch schon im Eiltempo – und mit einem kichern – aus dem Wohnzimmer und stand bereits vor dem Waschbecken, als auch Kakashi das Bad erreichte. Nach dem Zähneputzen stürmte Kin wieder zurück ins Wohnzimmer und sprang mit Hokage in die Arme.
„Wo ist er den jetzt schon wieder hin?“, hörten die Sarutobis aus dem Flur.
„Er ist bei uns.“, antwortete Asuma auf die Frage und kurz darauf stand Kakashi auch schon in der Tür.
„Opa“, grinste Kin und kuschelte etwas mit dem Angesprochenem, worauf er vom älteren Sarutobi angelächelt wurde.
„Woher hat Tsunade eigentlich so viel Erfahrung mit Kindern?“, fragte Kakashi nach einigen Minuten, in denen er Kin noch etwas kuscheln lassen hat. Dabei fiel ihm auf, das Asuma diese Frage nicht sonderlich zu gefallen schien.
Der Hokage grinste hingegen auf die Frage. „Tsunade war früher oft Babysitter bei uns. Speziell mit Asuma hatte sie früher einiges zu tun.“ Leicht rot angelaufen grummelte Asuma vor sich hin, während Kakashi darauf lachen musste. „Jiraiya war auch ab und an Babysitter, aber während er das als Strafe ansah – und ich es bei ihm dadurch auch als Strafe nutzte – machte Tsunade es immer gern und hatte Spaß dabei.“
„Oh ja. An die Tage mit Jiraiya kann ich mich noch gut erinnern.“ Bei diesen Erinnerung musste Asuma nun wieder lächeln. „Du hast uns immer zu Unsinn angestiftet und wir durften sogar alles tun, was sonst verboten war, um es ihm so schwierig wie möglich zu machen.“
„Sonst wäre es ja auch keine Strafe für ihn gewesen.“, grinste der ältere Sarutobi. „Und nun zu dir keiner Mann. Du musst jetzt ins Bett. Gute Nacht Kin.“ Der Hokage drückte den Jungen noch mal und lies ihn danach wieder auf den Boden. Der Junge lief darauf kurz zu dem Fuchs und knuddelte diesen auch nochmal und verwand dann in Richtung Kinderzimmer.

Eine Stunde später saßen sie zu dritt im Wohnzimmer und Asuma wurde über die Details um Naruto und Kin aufgeklärt. Die Dämonischen Gene und Kyuubi ließen sie vorerst aus. Lange schaute Asuma zwischen seinem Vater und Kakashi hin und her und wollte nicht glauben, was diese Beiden ihm gerade erzählt hatten. „Das ist nicht Naruto! Nie und Nimmer…“, meinte der ’neue‘ Mitwisser nach einiger Zeit.
„Stimmt, er WAR Naruto. Jetzt ist er Kin Hatake. Mein Sohn!“, kam darauf von Kakashi und Asuma kramte die Zigarettenschachtel aus seiner Tasche. Den Blick von Kakashi  hatte er bereits bemerkt, kommentierte ihn mit „Kein Panik, ich geh auf den Balkon.“ und verwand nach draußen.
Darauf musste er nun erst einmal eine qualmen. Hatte er doch schon lang genug dort drin gesessen ohne eine Zigarette anzünden zu können. Angestrengt versuchte er seine Gedanken zu sortieren. Das war wirklich ein Thema für sich und er konnte die Aktion seines Vater, bevor sie den Besuch bei Kakashi angetreten hatten, nun gut verstehen.
Er hatte immer gemerkt, welche Sorgen sich dieser um den Jungen gemacht hatte und konnte auch nie verstehen, warum die Leute im Dorf nicht wissen durften, wessen Kind Naruto war. Er selbst war einer der wenigen, die es wussten. Auch bei den Gesprächen mit Kakashi war das Thema in den letzten Jahren überwiegend Naruto. Nachdem der dritten Zigarette betrat Asuma wieder das Wohnzimmer und setzte sich erneut auf den Platz neben dem Fuchs.
„Jetzt verstehe ich die Sache mit der Geheimhaltung. Ich glaube zwar nicht, das es noch so schlimm wäre, wie früher – Nun wissen die Leute im Dorf ja, dass er der Sohn vom Yondaime ist… war… wie auch immer! – aber Danzo und die anderen Ältesten könnten unangenehm reagieren. Immerhin hat er den Kyuubi.“
„Hatte! Er ist kein Jinchuuriki mehr.“, unterbrach Kakashi seinen Freund und wurde darauf verwundert angeblickt.
„Und wo ist jetzt der Kyuubi?“, wollte Asuma darauf wissen.
„Nun… Der sitzt neben dir.“, antwortete Asumas Vater und zeigte auf den Fuchs, der neben seinem Sohn auf dem Sofa lag.
Der Blick Asumas zeigte zunächst Verwunderung und kurz darauf Misstrauen, als der den Fuchs betrachtete. Unbewusst rückte er ein kleines Stück von dem Fuchs weg, worauf der Fuchs anfing zu sprechen. „Kein Angst, ich beiße schon nicht.“
Nun klärten sie Asuma über die noch fehlenden Einzelheiten auf, welche die Gene von Kin betrafen und die Tatsache, das auch Kyuubi offenbar der Vater des Jungen ist, das der Fuchs es war, der Naruto wiederbelebt und zu Kin gemacht hatte und das sie sich über  das Ausmaß von Kins Einzigartigkeit noch nicht im Klaren waren. Ebenfalls erzählt Kakashi von dem, was er am Vormittag erfahren hatte, als Tsunade noch anwesend war.
„Alles verstanden hab ich jetzt noch nicht.“, gab Asuma zu atmete tief durch. „Aber das kommt schon noch. Das ich in dies Geheimnis eingeweiht wurde, hatte doch sicher einen Grund gehabt Vater.“
„Ja, den wüsste ich auch gern.“, meinte darauf Kakashi, der sich bisher dem Urteil des Hokage gefügt hatte. Immerhin war abgesprochen gewesen, das keine weiteren Personen eingeweiht werden und er war froh darüber, das es Asuma war, den er nun hier vor sich hatte und nicht jemanden anderes, dem er nicht weit genug vertraute.
„Es ist wegen dem Training für Kin. Ich hätte da eine Möglichkeit, allerdings möchte ich dich dabei vorerst nicht allein mit Kin lassen. Wir nicht wissen, wie er darauf reagiert wird und wenn er nicht hören sollte, ist es zu gefährlich.“, deutete der ältere Sarutobi an und schaute sich die beiden Männer genau an.
„Ich werde dir ein C-Missionen geben. Da gibt es derzeit eine, die machbar wäre. Es ist ein Botengang. Solche Missionen bekomme ich öfter rein. Kin nimmst du dabei mit und unterwegs kannst du – oder auch ihr – ihn unterrichten.“
Leicht skeptisch blickte Kakashi den Hokagen an und dachte über die Idee nach. Sie war eigentlich nicht so schlecht. Bevor er jedoch etwas dazu sagen konnte ergriff Asuma das Wort. „Verstehe, dann soll ich also mit, um sicher zu stellen, das Kin auch nichts passiert. Angreifer abwehren und auf ein kleines Kind aufpassen – von dem man nicht weiß, wie es reagiert – stelle ich mir auch nicht so einfach vor.“
Der Hokage nickte darauf. „Richtig Asuma, das war mein Gedanke dabei. Ihr beide kennt euch gut und vertraut euch.“, bestätigte der Sarutobi und schaute dabei seinen Sohn an. „Und ich habe in diesem Fall weitaus mehr vertrauen zu dir Asuma, als zu jemanden anderen, dass du Kakashi in dieser Sache gut unterstützen wirst und auch nach außen hin nichts verrätst.“

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