[KH-alt] Kapitel 29 – Besuch beim Tierarzt (1/3)

Beleidigt trotte Kurama neben seinem Sohn die Straße entlang. Noch immer konnte er nicht fassen, dass der Hokage ihn zu einem Tierarztbesuch zwang. Das Büro des Dorfoberhauptes hatten sie bereits verlassen. Offenbar hatte Hana für diesen Tag keine Termine, weshalb sie ihre beiden neuen Patienten direkt mit in die Praxis nehmen wollte.

Dorthin waren sie nun unterwegs. Unterwegs zur Folterkammer. Anders konnte Kurama es nicht beschreiben. Es war Folter, eindeutig. Sowohl physisch, wie psychisch. Er war ein Dämon und unter diesen auch kein geringer. Er war der große Kyuubi. Einer der Obersten unter den animalischen Vertretern der Dämonen. Welche eine Erniedrigung! Aber was tut man nicht alles für den seinen Welpen. Kins Schutz stand an oberster Stelle und wenn er sich dafür von einem Tierarzt quälen lassen musste, damit die Fassade aufrechterhalten wird, dann war dies nun mal so.
Mittlerweile waren sie auf dem Gelände des Inuzuka Clans angekommen. Es gab dort einen großen eingezäunten Bereich, welcher an eine Weide erinnerte. Nur war dort kein Nutzvieh zu sehen. Etwa zwanzig Hunde verschiedenen Alters tummelten sich auf der großen Wiese. Neben zwei Röhren, durch welcher sie durchlaufen konnte, gab es auch noch andere Hindernisse, über welche sich springen oder klettern konnten. Dies war die Hundeschule des Inuzuka Clans. Hier lernten nicht nur die Nin-Ken von ihren Menschen, sondern auch die jüngeren Hunde von den Älteren. Das Kommando auf der Wiese schien ein großer dunkelgrauer Nin-Ken zu haben, dessen äußeres stark an einen Wolf erinnerte. Über sein rechtes Auge trug er eine schwarze Augenklappe.
An die Wiese grenzte ein großes Gebäude an, welches über einen direkten Zugang zur Wiese verfügte. Dort schienen die Hunde untergebracht zu sein. Ein zweites und ähnliches Gebäudes befand sich daneben. Es war nur wenig kleiner und verfügte über keinen Zugang zur Wiese. Dafür aber über einen großen Eingang zum Hof, über welchem >Inuzuka Tierklinik< zu lesen war. Dort drin war Hana verschwunden. Die Hatake sollten zunächst vor dem Gebäude warten, da die Kunoichi sicher gehen wollte, dass sie niemand stören konnte. Immerhin waren ihre beiden neuen Patienten etwas spezieller.
Während sie auf die junge Ärztin warteten, beobachtete Kin das Hundetraining. Immer wieder konnte er eine Stimme hören, welche über die Wiese rief und Kommandos erteilte, auf welche die Meute reagierte. Nur fand Kin den Ursprung der Stimme nicht. Dort waren nur die Hunde zu sehen.
„Versuch ja nicht, mir Kunststücke beizubringen. Die Tierarztaktion ist schon demütigend genug.“, meinte Kurama nach einigen Minuten. Auch er hatte dem Treiben der Hunde zugeschaut, jedoch deutete er Kins konzentrierten Blick offenbar falsch.
„Beibringen werde ich dir keine, aber machen musst du sie trotzdem.“, kommentierte Kin darauf die Aussage des Fuchses. Dieser schien nicht unbedingt begeistert davon zu sein, weshalb der junge mit einem schelmischen Grinsen noch einen drauf setzte: „Kinder finden es toll, wenn Tiere Kunststücke können und ich bin nun mal ein Kind und werde daher auch viele Freunde haben die ebenfalls noch Kinder sind. Finde dich also damit ab, dass DU mein Haustier bist und dich auch so benehmen musst. Kunststücke inklusive!“
Grummelnd wand sich Kurama von dem Jungen ab und sah weiter den Hunden zu. Wenn er vorher gewusst hätte, was alles auf ihn zukommen würde, hätte er sich wohl etwas anderes ausgedacht, um bei seinem Sohn bleiben zu können, aber dafür war es nun ja zu spät.
Der Jungdämon dachte derweil über seine bevorstehende Untersuchung nach. Was würde Hana wohl alles machen? Und was würde sie ihn fragen? „Was habt ihr bisher behauptet, wo ich gelebt habe, bevor ich hier nach Konoha kam? Ich bin ja schließlich nicht als 4jähriger auf die Welt gekommen. Na ja, im Normalfall zumindest nicht.“, wollte der Jungdämon nach einigen Minuten wissen, da ihm der Gedanke gekommen war, das sie auch nach der Zeit fragen könnte, bevor er bei seinem Vater lebte. Und er durfte ja nicht etwas erzählen, was sich letztlich vom dem unterschied, was bisher behauptet wurde.
„Wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass du nicht sprechen konntest und viele Dinge nicht wusstest oder konntest, die andere Kinder in deinem Alter aber schon lange konnten.“, antwortete Kakashi auf die Frage hin. Er beobachtete den Eingang der Praxis, damit Hana nichts von ihrem Gespräch mitbekam. „Aufs Klo gehen, mit Stäbchen essen, aus einem Becher trinken, dich selbst anziehen (und auch ausziehen) und noch so einige andere Dinge, die normal alle 4jährigen Kinder können sollten. Das mussten wir dir in den ersten Tagen alles beibringen. Zudem warst du bei Erwachsenen, die du nicht kanntest, sehr schüchtern, während du mit anderen Kindern schnell zurecht kamst.“, zählte der ältere Hatake auf und seufzte. Zu der Zeit hatte er sich noch Gedanken um Kindererziehung gemacht. Die war jetzt wohl unnötig geworden. Dadurch das Naruto schon sehr selbstständig gewesen war und Kin nun über seine Erinnerungen verfügte, war dies wohl ein unnötiges Thema geworden.
Nachdenklich betrachtete Kin die Hunde und grübelte über die Aufzählung seines Vaters nach. Da kam einiges zusammen, was er zuvor nicht konnte oder kannte. An sich gab es dafür nicht wenige sinnige Erklärungen und eine hatte er da schon in Sicht.
„Kurama, wir lang bist du angeblich schon mein Beschützer?“, wollte er nun vom Fuchs wissen, bevor er seine Idee weiter ausfeilte.
„Seit du von deiner Mutter nach Konoha gebracht wurdest.“, antwortete dieser sofort.
„Dann weißt du also auch nicht, was in der Zeit davor gewesen ist.“, stellte Kin fest, womit er sich etwas ausdenken musste, wo er Kurama nicht einplanen durfte. Aber nur weil es nicht Kurama war, musste es ja nicht heißen, dass es jemand anderes war. Er musste nur einen anderen Namen nehmen! Ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Er hatte seine Lösung gefunden und wusste was er sagen würde. Nun war er gespannt, was seine Väter wohl von seinem Einfall hielten.
„Ich hätte da eine Idee.“, begann Kin und ließ seine beiden gespannten Zuhörer zappeln. Warum sofort mit der Sprache rausrücken, wenn man es auch spannend machen konnte? Das dachte sich nun auch Kin machte keine Anstalten noch mehr zu diesem Thema zu sagen. Mehr erzählen konnte er leider auch nicht, da sich genau in diesem Moment die Tür der Praxis öffnete und Hana heraus spazierte. Nun musste sich er sich wieder wie ein 4jähriger benehmen. Schnell konzentrierte er sich wieder auf die Hunde, welche er noch immer betrachtete.
Kurz zuckte er zusammen, als sich plötzlich eine Hand auf seinem Kopf befand und ihm durch seine schneeblonden Haare wuschelte. Sie war deutlich kleiner, als die Hand seines Vaters und konnte daher nur von Hana stammen. Mit diese Geste hat Kin nun weniger gerechnet. Immerhin kannten sie sich erst seit  guten zwei Stunden. Aber das war wohl etwas, womit er in dem Alter immer rechnen musste, so nervig es auch war.
„Na, kleiner Mann. Schaust du dir das Hundetraining an?“, fragte Hana mit einem Lächeln und folgte dem Blick des Jüngeren zur Wiese.
„Ich sehe da keinen Menschen auf der Wiese. Wer ruft den die Befehle?“, fragte Kin mit kindlicher Neugierde. Seine Art zu reden hatte wieder ins kindliche gewechselt. Kakashi und Kurama waren jedoch die Einzigen, die einen Unterschied in seiner Sprache wahrnahmen.
„Siehst du den großen dunkelgrauen Wolfshund?“, fragte sie und zeigte auf den Nin-Ken, den Kin zuvor schon als Anführer ausmachen konnte. Nach einem Nicken seinerseits sprach Hana weiter: „Das ist Kuromaru, der Nin-Ken meiner Mutter. Er kann sprechen, so wie dein Schutzgeist.“
„Was ist ein Nin-Ken?“, wollte der kleine Hatake nun wissen. An sich wusste er zwar genau, was gemeint war, aber als kleines Kind musste er sich auch gelegentlich dumm stellen und Dinge hinterfragen. Zudem war es sehr interessant, die gleiche Frage an verschiedene Personen zu stellen. Oft bekam man von jedem eine andere Erklärung.
„Das sind besondere Tiere. In den meisten Fällen sind es Hunde, aber ich hab auch schon eine Begegnung mit einem Clan gehabt, bei denen Luchse als Partner benutzt wurden. Dein Schutzgeist könnte man vielleicht auch als Nin-Ken bezeichnen. Diese Tiere haben ebenfalls Chakra, auf das sie zugreifen können. Sie beherrschen Jutsus und in seltenen Fällen auch die menschliche Sprache.“, erklärte die Ärztin und schaute nun wieder zu dem kleinen Jungen hinab. Für sie hatte es den Anschein, als würde er angestrengt über ihre Worte nachdenken. Ob er verstanden hat, was sie meinte?
„Ist Pakkun auch ein Nin-Ken?“, fragte Kin schließlich an seinen Vater gewandt. Dieser bestätigte die Vermutung seines Sohnes und hob sich den Jungen anschließend auf die Schulter, damit der Kleine etwas mehr sehen konnte.

Einige Minuten hatten sie die Hunde noch beobachtet, darauf betraten sie die Tierklinik. Hana führte sie in einen der Behandlungsräume, wo sich Kin auf den Tisch setzten sollte. Zunächst widmete sie sich dem Jungen, da sie seine Behandlung hinter sich haben wollte, ehe jemand der Angestellten in die Klinik kam. Zwar lag an diesem Tag nichts an und die Mittagspause hatte auch bereits begonnen, doch sicher war sicher. Sollte ja niemand wissen, dass Hana jetzt auch einen humanen Patienten hatte.
„Hatte Tsunade mal euer Blut untersucht?“, fragte sie, während sie alles für eine Blutabnahme vorbereitete.
„Sie hat sich Kins Genetik angeschaut, aber in wie fern sie das Blut untersucht hat, kann ich nicht sagen.“, antwortete Kakashi auf die Frage hin.
„Dann werde ich dir auch etwas Blut abnehmen.“, kam darauf von Hana, was bei Kakashi für einen überraschten Gesichtsausdruck sorgte.
„Bei mir auch? Warum den?“, wunderte sich der ältere Hatake immer noch.
„Mir geht es in diesem Fall nicht um die Genetik. Ich brauch einen Vergleich. Ich nehme mal an, dass er ein Ninja wird und der Beruf ist nicht ganz ungefährlich. Da Kin kein reinblütiger Mensch ist, könnte es Probleme geben, falls er mal eine Bluttransfusion braucht. Deshalb hätte ich gern deine Blut für einen Vergleich, um zu sehen, ob es kompatibel ist.“, erklärte die Tierärztin und stellte nun zwei kleine Schälchen neben sich auf den Behandlungstisch.
„So, wer will zuerst?“, fragte sie gleich darauf und bemerkte sofort Kins verängstigten Gesichtsausdruck. Sachte legte sie ihre Hand auf die des Jungen und streichelte darüber. „Keine Angst, ich bin ganz vorsichtig. Was hältst du davon, wenn ich bei deinem Vater anfange?“, fragte sie nun freundlich an Kin gewandt. Sie musste dem Kind zunächst beweisen, dass er keine Angst haben musste. Nur sah der Papa auch nicht unbedingt begeistert aus. Hatte er etwa auch Angst? Hoffentlich nicht! Das konnte ja noch was werden …
Mit einem mulmigen Gefühl machte sich Kakashi daran, seinen Arm zu entblößen. Mit Arztbesuchen hatte er an sich keine Probleme, doch wenn sie mit einer Spritze ankamen, dann wurde er nervös. Er mochte diese langen piksenden Dinger einfach nicht und würde sich auch nie mit ihnen anfreunden können. Trotzdem ließ er immer vorbildlich alles mit sich machen, ohne sich zur Wehr zu setzten. So viel Disziplin hatte sein Vater ihm dann doch noch mitgeben können.
„So Kin, jetzt schau genau zu, was ich hier mache.“, forderte Hana den Jungen auf und befestigte ein etwa zwei Zentimeter breites Textilband an Kakashis rechtem Oberarm. „Das ist ein sogenannter Stauschlau. Dadurch staut sich das Blut im Arm, damit ich es besser finden und abnehmen kann.“, erklärte sie und betrachtete darauf kurz den Jungen.
Noch immer machte Kin äußerlich den Eindruck, als wenn er Angst hätte. Zwar wusste der Junge in etwa, was auf ihn zukam, doch unangenehm war es trotzdem. Bisher waren die Ärzte ihm gegenüber allerdings auch nicht grade sanft gewesen. Unter mal eben dem Monster eine Spritze in den Arm jagen und behutsam einem kleinen Kind etwas Blut abnehmen bestand nun mal ein enormer Unterschied. Hana hatte allerdings etwas an sich, was ihn vertrauen ließ. Sie hatte eine grundlegend freundliches Wesen. Tiere waren nicht dumm und erkannten sofort, wenn sie jemanden vor sich hatten, der ihnen böses wollte. Die Instinkte waren bezüglich möglicher Gefahren sehr ausgeprägt. Aber auch ihm vermittelten seine in diesem Fall dämonischen Instinkten eher ein positiv Gefühl in Bezug auf die Ärztin, was den Jungen etwas entspannen ließ.
Trotz seiner Angst vor Ärzten, die er bisher immer Mühsam verstecken musste, war er jedoch auch etwas neugierig. Und in diesem Moment auch etwas verwirrt, denn das, was Hana als Stauschlau bezeichnete, hatte nun wirklich gar nichts mit einem Schlauch gemein. „Das sie nicht wie ein Schlauch aus. Warum heißt das so?“, fragte er daher nach. Verstellen musste er sich dabei nicht, denn die ohnehin schon leicht verwirrte Mimik war überzeugend genug.
„Früher hat man dünne Schläuche benutzt, daher der Name. Das Material hat sich zwar mittlerweile geändert, doch die Bezeichnung ist geblieben.“, antwortete sie auf Kins Frage und suchte dabei in Kakashis Armbeuge nach einer geeigneten Stelle für die Blutentnahme.
Kurz darauf hatte sie auch schon eine Vene gefunden und sprühte etwas aus einer kleinen weißen Flasche auf die Stelle. Ein kurzer Blick verriet Kin, dass es sich um Desinfektionsmittel handelte, da dies ganz groß auf der Flasche zu lesen war. Anschließend nahm die Ärztin sich eine kleine Nadel aus dem Schälchen, entpackte sie und zeigte sie Kin.
„Das ist Nadel, mit der ich jetzt das Blut abnehme. Wenn du genau hinsiehst, kannst du erkennen, dass die Nadel innen drin hohl ist. Was glaubst du, warum das so ist?“, fragte sie den Jungen und setzte anschließend die Nadel bei Kakashi an. Auf die Frage antwortete Kin nicht. Er stellte sich unwissend und beobachtete weiter neugierig, was Hana mit seinem Vater machte. Es dauerte nicht sehr lang, und Hana hatte, was sie von Kakashi wollte. Zwei Röhrchen würden für den Bluttest reichen. Danach war zumindest der Vater erlöst. Die Röhrchen wurden noch beschriftet und zur Seite gelegt, ehe sie sich Kin zuwandte.
Kaum stand Hana vor ihm, war seine Neugierde auch schon völlig verschwunden und machte immer stärker werdender Angst platz. Warum er sich plötzlich so extrem fürchtete, konnte er sich selbst nicht erklären. Früher hatte er weniger Probleme damit, sich von einer Nadel piksen zu lassen und das obwohl die Ärzte ihn immer grob angefasst hatten, ganz egal ob sie ihm damit wehtun könnten. Innerhalb weniger Sekunden hatten seine Instinkte die Oberhand gewonnen. Panisch ergriff die Flucht, bevor Hana ihm auch nur zu nahe kommen konnte und hing nun an der Decke des Raumes, wo er sich in eine schwer zugängliche Ecke quetschte.
Verwundert betrachteten sowohl die Väter, wie auch Hana den Jungen. Mit einer solchen Reaktion hatte keiner von ihnen gerechnet. Zusätzlich verwunderte alle drei die Art, wie Kin sich nun in der Ecke benahm. Seine Augen waren nicht mehr nur golden, sie leuchteten auch, wie zu der Zeit, wo Kin seinen Blutrausch hatte. Zudem war ein leises Knurren von dem Jungen zu hören.
„Kin?“, fragte Kurama vorsichtig und stellte sich so hin, dass er den Jungen direkt anblicken konnte. Dies gefiel dem Jungdämonen jedoch gar nicht, welches halb der Fuchs nun von dem Kind auf eine Art angefaucht, die alle sich am Boden befindenden zusammenzucken ließ.
„Das ist sehr ungewöhnlich.“, wunderte sich Hana und betrachtete unentwegt den Jungen.
„Das ist normal.“, log Kurama gleich darauf. „Engel sind den Menschen zwar sehr ähnlich und können sich auch unter normalen Umständen gut wie Menschen verhalten, doch wenn sie Angst haben oder Gefahr wittern, dann können ihren Instinkte sehr schnell die Oberhand gewinnen. Und dann haben sie mehr Ähnlichkeit mit einem Raubtier.“, versuchte er eine Erklärung. Dies stimmte zwar nicht mit den Engeln an sich überein, aber zumindest mit dem, was Kin darstellte und hier ganz deutlich präsentierte. Dieser hatte immerhin auch Fuchs-DNA und somit Kuramas animalische Dämoneninstinkte geerbt, welche das derzeitige Problem offenbar verursachten.
„Du solltest vielleicht ein paar Minuten rausgehen. Wir geben dir Bescheid, wenn wir ihn wieder beruhigt haben.“, schlug Kakashi der Ärztin vor und wandte sich dann ebenfalls seinem Jungen zu.
Noch immer verwundert betrachtete Hana nochmal den kleinen Engel, der sich in diesem Moment so gar nicht engelhaft zeigte. Darauf verließ sie den Raum und setzte sich vor diesen auf einen der Stühle, um etwas nachzudenken, bis sie die Behandlung fortsetzen konnte. Einen Engel hatte sie sich etwas anders vorgestellt. Klein und niedlich waren die einzigen Merkmale, die ihre Vorstellung und den kleinen Jungen verband. Flügel schien er ebenfalls zu haben, nur hatte sie die bisher nicht zu sehen bekommen. Alles andere schien  stark von ihrer Vorstellung abzuweichen. Aber wie waren echte Engel? Bisher galten sie als Legenden und Sagengestalten. Einen richtigen Engel hatte sicher noch kein Mensch gesehen und wenn doch, dann wussten diejenigen es nicht.
Innerhalb des Behandlungsraumes hatte Kakashi sich nun ebenfalls mit Chakra an die Zimmerdecke geheftet und stand nun kopfüber neben seinem Sohn. Dieser hatte sich bereits leicht beruhigt, als die Kunoichi den Raum verlassen hatte und klammerte sich nun zitternd und weinend an seinen Vater.
„Du hast uns mit deiner Reaktion eben ganz schön überrumpelt.“, begann Kakashi und strich sanft über den Rücken seines Sprösslings. „Woher kommt nur diese extreme Panik?“, fragte er mehr zu sich selbst, als zu Kin. Er konnte noch immer spüren, wie der Junge in seinen Armen zitterte und das kleine Herz klopfte so schnell, als wäre der Junge einen Marathon gelaufen.

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