[KH-alt] Kapitel 10: Blutrausch!

Der nächste Morgen begann etwas später, als der junge Vater es von Kin gewohnt war, jedoch war es nicht verwunderlich, das der Junge noch schlief. Zitternd und weinend war der Knirps in der Nacht aufgewacht und zu Kakashi ins Bett gekrabbelt. Der Pfeil, von dem Kin am Vortag fast getroffen wurde, zerrte noch immer an den Nerven des kleinen Dämonen, weshalb er den Jungen bei sich hatte schlafen lassen.

Trotzdem war Kin noch einige weitere Male weinend aufgewacht.
Nach einiger Zeit kam Asuma in das Zimmer von Familie Hatake, da es ihn wunderte, dass bisher keiner von ihnen wach war. Kakashi lag lesend in seinem Bett, während Kin es sich zwischen einem seinem Arme, dem Fuchs und dem Teddy gemütlich gemacht hatte und noch immer schlief.
„Morgen.“, flüsterte Kakashi, als er Asuma bemerkte und legte sein Buch zur Seite.
„Morgen.“, grüßte der Sarutobi eben so leise zurück und betrachtete die beiden schlafenden Dämonen. Kin hatte seinen Kopf auf Kakashis linker Schulter liegen, sein linker Arm war unter Kakashis linkem Arm und mit seinem rechten Arm drückte er seinen Teddy an sich, als wenn er Angst hätte, dass das Stofftier flüchten könnte. Untenrum ging es ähnlich drunter und drüber. Kins rechtes Bein lag auf Kakashis Hüfte, das Linkte war über dem Fuchs positioniert, während Kuramas Hinterteil unter Kins linkem Bein und die Vorderpfoten auf Kins linkem Bein lagen, des weiteren lag der Kopf des Fuchses auf dem Bauch des Jungen und sabberte diesen voll. In diesem Moment wünschte sich Asuma eine Kamera – die er jedoch leider nicht dabei hatte. Zu schade eigentlich, denn dieses Bild hätte es verdient gehabt, das man es für die Ewigkeit festhält.
Sein Blick auf Kin und Kurama und sein schmunzeln muss Asuma verraten haben, denn Kakashi hatte seine Gedanken offenbar erraten. „In meinem Rucksack ist eine Kamera, falls du eine brauchst.“, meinte der Hatake darauf und Asuma griff grinsend nach der Tasche.
Und ob er jetzt eine Kamera brauchte! Ganz dringend sogar. So ein geniales Bild konnte er einfach nicht undokumentiert lassen. Die Kamera war schnell gefunden und zu Asumas Glück hatten sich weder Kin noch Kurama bislang bewegt – wenn man mal von dem atmungsbedingtem Heben und Senken der Brust absah.
Nach einigen hervorragenden Schnappschüssen packte er die Kamera schließlich wieder zurück in die Tasche und zeigte die Bilder Kakashi. Als dieser sich das erste Bild ansah musste er sich ein lautes Lachen mühsam verkneifen. Aus seinem Blickwinkel sah es schon ulkig aus, wie die Zwei neben ihm lagen, doch so wie Asuma sie sah und fotografiert hatte, war es zum schreien komisch. Von den Bildern musste er dringend eines Iruka geben!
Von dem leisen Gekicher der Männer wurde nun langsam Kurama wach und schaute sich verdattert um. Wie hatte er den hier gelegen? Und warum -bei Kami!- lag er überhaupt hier im Bett?
Die Männer waren darauf aufmerksam geworden, das der Fuchs nun wach war und blickten ihn beide mit einem Grinsen an. Kurama verzog darauf das Gesicht, weshalb die Männer sich ihr lautes Gelächter nun nicht mehr verkneifen konnte. Einen derart herrlich verpeilten Gesichtsausdruck hatten sie schon lange nicht mehr gesehen und beim Fuchs sah das sogar noch besser aus, als bei so manchen Menschen. Noch im Lachen drehte Kakashi das Foto, welches er in der Hand hielt und zeigte es Kurama. Es dauerte keine zwei Sekunden, da fing auch der Fuchs an zu lachen – und bekam kurz darauf Kins Faust ins Gesicht, da der Junge unbewusst nach der überlauten Geräuschquelle geschlagen hatte, welche ihn aus seinem Schlaf zu reißen drohte.
Dies ließ Kurama jedoch nicht so einfach auf sich beruhen. Mit einem leisen knurren stand der Fuchs auf und schmiss sich auf seinen noch schlafenden Sohn, um diesem einige Male durch das Gesicht zu schlecken. Es dauerte nicht lang und der Junge erwachte, weshalb der Fuchs sich nun von Kins Gesicht ab wandte und stattdessen seine Nase einige Male an den Bauch des Jungen drückte und sie daran rieb, was Kin so sehr kitzelte, dass er in schallendes Gelächter ausbrach.
„Wer hätte gedacht, das unser uralt Fuchs so kindisch sein kann.“, kam feststellend von Asuma.
Keine halbe Stunde später saßen sie im Gastraum und begannen mit dem Frühstück. Dies verlief vergleichsweise ruhig, da Kin mehr vor sich hin döste, als das er aß. Ein ungewohnter Anblick für die Männer. Und auch ein ungewohnter Anblick für die Angestellten und die anderen Gäste der Herberge, da unter dem Tisch ein kleiner Fuchs stand, welcher dort unten seinen eigenen Teller stehen hatte, von dem das Tier genüsslich das Rührei mit Schinken ab schleckte.
Später als geplant machten sich die Ninja auf den Weg zu dem Händler, welcher bereits sehnlichst darauf wartete, das sein spezielles Päckchen endlich abgeholt wurde. Kakashi entschuldigte sich vielmals bei dem Mann und verstaute das kleine Paket in seiner Tasche. Der Händler wiederum hatte den kleine Jungen bemerkt, welcher den Ninja begleitete und diesem verblüffend ähnlich sah. Als er die Augenfarbe des Kindes erkannte war er  verblüfft. Gelbe Augen?
Einen Moment suchte er etwas hinter dem Tresen und hielt schließlich ein kleines Tütchen in der Hand. Mit diesem ging er auf den kleinen Jungen zu und kniete sich vor das Kind.
„Na kleiner Mann? Schaust du deinem Papa bei der Arbeit zu?“, lächelte der Händler den Jungen freundlich an und hielt Kin das kleine Tütchen hin. „Das sind Blumensamen. Wenn ihr wieder zu Haus seid, dann kannst du die Samen einpflanzen. Die Blume die daraus wächst ist meine eigene Zucht. Wenn sie erblüht, leuchten ihre Blätter in einem schönen kräftigem gelb, so wie deine Augen.“
Neugierig nahm Kin das kleine Tütchen in Empfang und nuschelte ein schüchternes „Danke.“

Nach einigen Stunden blieb Kin stehen und schaute zittrig zu einigen Bäumen hinüber. Sie waren nicht weit von der Stelle entfernt, an der sie am Vortag angegriffen worden waren. Die Männer ahnten, was Kin durch den Kopf ging. Nach einigen Minuten, in denen sie vergeblich versuchten den Jungen zu beruhigen, erfuhren sie schließlich den Grund für sein Verhalten.
„Sie sind wieder da.“, deutete Kin mit zittriger Stimme an und sah zu einem Geflecht aus Büschen, welches einige dutzend Meter weit entfernt war.
„Wer ist wieder da?“, wollte Kakashi darauf wissen und hätte sich selbst am Liebsten für die Frage geohrfeigt, da es sich auch hätte denken können, wer gemeint war. Der Junge bestätigte seinen Gedanken dennoch.
„Die bösen Männer von gestern.“, meinte Kin und versteckte sich bereits wieder hinter Asuma. Er war den Tränen nahe und und hatte sichtlich Angst.
Die Männer waren sofort angespannt. Zwar hatten beide schon vermutet, wer gemeint gewesen sein könnte, doch es nun zu hören – und vor allen, von Kin zu hören, während sie selbst die Anwesenheit von anderen noch nicht bemerkt hatten – brachte ein unangenehmes Gefühl mit sich. Zumal sie noch gut die Aktion des Vortages im Kopf hatten.
Dem Fuchs kamen in diesem Moment ganz andere Gedanken: >>So langsam wird das richtig peinlich, wenn sogar ICH einen Feind erst bemerkte, wenn Kin uns darauf aufmerksam macht. Ich war doch früher nicht so unachtsam! Reiß dich zusammen, Kurama! Du bist jetzt Vater, da musst du deinen Sohn auch beschützen! Also Schluss mit dem Winterschlaf und dreh deine Sinne wieder auf.<<
Nun wo er seine Sinne vollständig nutzte bemerkte Kurama, das sie umstellt waren. Es waren viel mehr Banditen, als noch am Tag zuvor und dem Geruch nach, waren sie auf zwei von ihnen eindeutig beim letzten Mal schon gestoßen.
„Wir sind umzingelt, knapp 30 Personen und zwei von ihnen waren Gestern auch dabei.“, sagte Kurama knapp und begab sich zu Kin. Er  selbst durfte nicht eingreifen, es sei den, ihm blieb nichts anderes übrig. Wenn er sich um Kin kümmerte, konnte aber Asuma helfen.
Den Männern kam wohl ein ähnlicher Gedanke, den Asuma und Kakashi standen bereits mit gezückten Waffen nebeneinander und sprachen sich ab. Der Kyuubi machte sich etwas größer, damit dem Jungen mehr Fell zu Verfügung stand, an dem dieser sich an kuscheln konnte. Das nutzte Kin auch sofort aus.
Einige Banditen kamen hinter den Büschen hervor und gingen auf die Ninja zu. Der Mittlere schien für die Anderen eine Art Respektsperson zu sein. vielleicht war er der Anführer. Wenige Meter lagen zwischen ihm und den beiden Ninja, als er stehen blieb. Der Mann zeigte ein eindeutig verstimmtes Gesicht und schien Mühe zu haben, sich zurück zu halten. Offenbar wäre er am liebsten sofort auf die Ninja losgegangen.
„Meine Männer sagen, ihr hättet sie hier gestern grundlos angegriffen.“, platze es aus dem Mann heraus, der seinen Worten nach, wohl wirklich der Anführer war.
„Sie haben uns angegriffen!“, konterte Kakashi in ruhigem Ton und versuchte konzentriert zu bleiben. Emotionen konnte er im Moment nicht gebrauchen, die würden ihn nur überreagieren lassen.
„Wer hier wen angegriffen hat, ist mir eigentlich egal. Was mich mehr aufregt, ist das ihr meinen Sohn fast getötet habt!“, kam darauf in einem äußerst gereizten Ton von dem Anführer und Kakashi musste sich zusammenreißen um sich nichts anmerken zu lassen. Genau den gleichen Satz hätte er selbst auch vorbringen können.
„Wer von den Pfeifen gestern, war den dein Sohn?“, fragte Asuma, der sich denken konnte, woran Kakashi gerade dachte.
Der Anführer schnaubte verächtlich und blickte dem anderen Mann in die Augen. „Mein Sohn saß abseits auf einem Baum.“
„Der Bogenschütze oder der Andere?“, fragte Asuma weiter und bemerkte einen undefinierbarer Zucken im Auge des Anführers.
„Wer hatte den Bogen?“, fragte dieser und sah kurz zur Seite einem seiner Männer. Dieser war am Vortag ebenfalls dabei gewesen.
„Dakan hat ihn mitgenommen Chef…“, antwortete dieser und ein Grinsen schlich sich ins Gesicht des Anführers. Der Mann war jedoch noch nicht fertig. „aber Kito hat geschossen!“ Dafür fing sich der Sprecher einen Klaps auf den Hinterkopf ein, welcher von einem der Männer kam die Hinter diesem standen.
Darauf überlegte der Anführer einen Moment, er war sich nicht sicher, was er von diesem Detail halten sollte. Bisher hatte er davon nichts gewusst. „Mein Sohn war der Schütze.“, sagte er schließlich und Kakashi fiel es immer schwere sich zusammen zu reißen.
Dies bemerkte natürlich auch Asuma. „Euer Sohn ist selbst Schuld, wenn er verletzt wurde.“ deutete der Sarutobi an und schnippte seinen Zigarettenstummel zur Seite, um sich kurz darauf eine neue Kippe in den Mund zu stecken. „Hätte euer Sohn nicht auf unseren Knirps geschossen, welcher im übrigen der Sohn meines Partners hier ist, dann hätte wir ihn und auch eure Männer in Ruhe gelassen und wären weiter gegangen.“, erklärte der Jonin ruhig und sachlich.
Der Blick des Anführers fiel einen kurzen Moment auf den kleinen Jungen, welcher neben einem weißen Fuchs stand. Das Tier kam dem Banditenchef etwas zu groß vor, doch er konnte sich auch irren. Diese Art der weißen Füchse kam in ihrer Gegend schließlich nicht vor. Gelassenheit kehrte in das Gesicht des Mannes zurück und verdrängte den Ärger um den gestrigen Angriff. Sein Sohn war schon immer ein Unruhestifter gewesen und ein Stück weit konnte er den Vater dieses kleinen Jungen auch verstehen.

Ein Pfeil landete zwischen den Ninja und den Banditen im Boden.
Beide Seiten waren davon gleichermaßen überrascht und der Banditenführer schaute mit einem äußerst bösartigem Blick zu seinen Männern, die in der Richtung standen, aus welcher der Pfeil gekommen war.
„Wer war das?“, brüllte der Mann zornig und die Meisten Banditen wichen einige Schritte zurück. Mit ihrem Anführer wollte sich niemand anlegen. Einer jedoch blieb ganz ruhig stehen und zog gelassen seine Kapuze aus dem Gesicht.
„Kito! Was machst du hier? Ich dachte du wärst so schwer verletzt.“, schrie der Chef darauf seinen Sohn an und bekam von diesem einen rachsüchtigen Blick.
Kakashi und Asuma sahen sich kurz gegenseitig in die Augen. Die Situation wurde immer bekloppter, in dieser Hinsicht waren sich beide einig. Doch was sollten sie jetzt machen? Ihre Blicke wandten sich wieder dem Banditen zu, welcher wütend auf seinen seinen Sohn zu stampfte. Wenn es nach ihm ginge – und das sollte es eigentlich, da er ja der Anführer war – dann würden sie jetzt wohl einfach gehen können, doch schien dessen Sohn wohl anderer Meinung zu sein.
„Ich will meine Rache! Ich will ihn bluten sehen!“, platze es aus dem Jungen Mann heraus und er warf Kakashi einen hasserfüllten Blick zu.
Kakashi schluckte schwer und schaute zu Kurama und Kin. Ihm gefiel es nicht, das sein Junge dieser Situation miterleben musste. >>Pass ja gut auf den Knirps auf!<<, dachte sich der Jonin und Kurama schien den Gedanken gelesen zu haben, denn Kakashi konnte ein leichtes Nicken bei dem Fuchs erkennen.
Der Anführer der Banditen wurde immer wütender und schrie seinen Sohn ein weiteres Mal an: „Du wirst deinen Mund halten und ins Lager zurück gehen!“, doch dieser schien unbeeindruckt und konterte ebenso laut mit einem: „Nein, werde ich nicht!“
Das versetzte den Mann nun endgültig in Rage und er holte aus, um seinem Sohn mit der Faust zu schlagen. „Doch wirst d…“, reif er ein weiteres Mal und noch bevor er seinen Satz vollenden konnte, brach der Mann unter Schmerzen zusammen. Durch den Versuch seinen Sohn zu schlagen, war er ungedeckt und offenbar hatte er auch nicht erwartet, das sein Sohn ihn schlagen würde.
Kraftlos sank der Körper des Mannes zu Boden und eine Blutlache breitete sich auf der Straße aus. In den Händen des Anführersohnes konnte man einen blutigen Dolch erkennen. Ein fieses und überlegenes Grinsen breitete sich auf dessen Gesicht aus und ein Gefühl schlich sich in Kakashis Gedanken, das ihm versuchte mitzuteilen, das dieser Junge Mann nicht normal sei.
„Ergreift sie!“, schrie der neue Anführer und die ersten Banditen setzten sich in Bewegung und kamen auf die Ninja zu, überwiegend waren die Männer jedoch zu geschockt über das geschehene, um groß Handeln zu können.
Den Jonin kam dieses zögern zugute, womit sie sich nur mit einem Teil der Banditen herumschlagen mussten. Rücken an Rücken standen sie vor ihren Gegnern und verteidigten sich selbst und sich gegenseitig. Kakashi und Asuma waren ein eingespieltes Team, welches schon seid einigen Jahren immer wieder zusammen arbeitete. Sie verstanden sich Blind und brauchten keine Worte um ihre Manöver zu planen.
Überraschender Weise kamen die Banditen nur auf die Ninja zu, Kurama und Kin ließen sie außen vor.
Es hatte etwas von einem Tanz, wie die beiden Ninja um einander herum liefen und immer wieder die Versuche der Banditen blockten, ihnen entweder näher zu kommen, oder sie direkt anzugreifen. Nach einiger Zeit würde es dem dem jungen Mann, der sich nun ihr ‚Anführer‘ schimpfte jedoch zu langweilig. Er stand noch immer etwas Abseits und legte erneut einen Pfeil an die Bogensehne und zielte… auf Kakashi!
Nachdem er sich ausreichend auf das Zielen konzentriert hatte und auch seine Atmung endlich unter Kontrolle war, ließ er die Bogensehne los und beobachtete den Pfeil, wie er seinem Ziel entgegen flog – und sich in Kakashi rechtem Oberarm versenkte. Schmerzhaft keuchend sank der Mann auf die Knie und hielt sich mit der freien Hand den Arm.

Ein Geruch stieg Kin in die Nase. Er kannte den Geruch. Es war Blut. Kakashis Blut! Er wusstewie dies roch, da sein Vater vor einigen Tagen einen seiner Ninjahunde beschworen hatte und sich dafür in den Daumen gebissen hatte. Doch war das nur ein kleiner Tropfen seines Blutes gewesen. Dies Mal war es viel mehr Blut und der Geruch war zu viel für den Jungen.
Die Zeit schien still zu stehen. Kin konnte ein Geräusch vernehmen, welches einem Schlag auf einer Trommel gleich kam. Es kam aus seinem Körper. Aus seinem Herzen. Sein Körper war komplett erstarrt. Ein weiteres Mal hörte er dies Geräusch und eine Energiewelle durchströmte ihn und verteilte sich in einem enormen Tempo um ihn herum.
Gefühle durchfluteten ihn. Wut, Hass und Mordlust waren einige davon, welche keine unerhebliche Auswirkung hatten. Doch in erster Linie war es zwei andere Gefühle: Angst und Trauer. Angst vor den Banditen, Angst um seinen Vater. Angst vor dem, was hier gerade mit ihm passierte. Trauer, weil sein Vater verletzt war. Trauer, weil er schmerzen nicht mochte. Trauer, weil er niemanden etwas tun wollte und sein Gefühl ihm sagte, das er es dennoch tun würde.
Ein weiterer Trommelschlag war für Kin zu hören und erneut breitete sich Energien in ihm aus. Er spürte, wie sich etwas veränderte. Wie er sich veränderte.
Kurama war von seiner Seite gewichen und stand einige Schritte vor Kin, um seinen Sohn zu beobachten. Er hatte die Kräfte gespürt, welche in dem Jungen erwachten. Seine eigenen Instinkte haben ihm geraten sich zu entfernen. Sie warnten ihn. Kins Energie war nicht unangenehm, sondern eher positiver Natur. Dies war bei Dämonen  selten, da selbst die gutmütigen Dämonen eher ein neutrales Chakra besaßen. Etwas an Kin war im Moment jedoch so was von Falsch, das sogar Kurama einen Hauch von Angst verspürte.
Die Kämpfe zwischen den Banditen und den eingekesselten Ninja hatte aufgehört und alle starrten zu dem kleinen seltsam leuchtenden Jungen, von dem eine enorme Energie abstrahlte. Seine Kleidung schien sich zu verändern. Statt dem blauen Shirt und der dazu passenden Hose, trug der Junge eine helle lederne Rüstung. Klingen, so lang sie seine Unterarme, wuchsen dem Kind aus den Händen. Sie traten zwischen den Finger hervor. An jeder Hand zeigten sich drei von ihnen. Seine Augen waren nicht mehr einfach nur golden, sondern schienen zusätzlich von innen heraus zu leuchten.
Ein bedrohliches Knurren war von Kin zu vernehmen und man konnte kleine Fangzähne bei dem Dämonenkind erkennen. Die Banditen bekamen es mit der Angst zu tun, doch waren sie von diesem Anblick viel zu geschockt, um sich überhaupt bewegen zu können. Kakashi und Asuma wussten nicht so recht, was sie von dem halten sollten, was sie da sahen und blickten fragend zu Kurama, welcher jedoch mit dem Rücken zu ihnen stand. Sie verspürten ebenfalls starkes Unbehagen bei dem, was Kin dort zeigte.
Instinkte hatten ihre eigene Art, vor etwas zu warnen und so undefinierbar die Warnung für den Fuchs zu Anfang auch war, um so deutlicher war sie in diesem Moment: Vorsicht! Blutrausch!

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